Christliche Kirchen Gottes
[256]
Das Gesetz und das Vierte Gebot
(Ausgabe 4.0 19981007 20050717
20080320-20100711-20120711)
Es steht geschrieben: Halte den
Sabbat, halte ihn heilig, so wie Gott dein Herr dir befahl. Das Vierte Gebot
beschäftigt sich mit dem Sabbat. Hierzu gehören der
Wochensabbat oder der Siebente Tag, die Neumonde, die Heiligen Tage, die
Siebenjahres-Landsabbate und das System der Erlaß-
bzw. Jubeljahre.
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Das Gesetz und das Vierte Gebot
„Laut dem Vierten Gebot ist der
Sabbat dem Herrn heilig (4 Mose 20:8-11). Alle sollen ruhen (5 Mose 5:14). Es
ist der Samstag seit der Schöpfung. Er wird von allen Nationen als Sabbat
anerkannt und fällt auf den Samstag des bestehenden Kalenders. Der siebte Tag
ist Teil eines fortlaufenden Zyklus und kann an keinem anderen Wochentag
stattfinden“ (Cox, W.E., „A“ Der Sabbat (Nr. 31), CCG. 1994-2008, S. 2).
Der Sabbattag
Die Gesetzgebung, die sich mit dem
allwöchentlichen Sabbattag beschäftigt, kann in 2 Mose 20:8-11 und 5 Mose 5
gefunden werden.
5 Mose 5:12-15. Den Sabbattag sollst
du halten, daß du ihn heiligest, wie dir der Herr,
dein Gott, geboten hat. 13. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke
tun. 14. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da
sollst du keine Arbeit tun noch dein Sohn noch deine Tochter noch dein Knecht
noch deine Magd noch dein Ochse noch dein Esel noch all dein Vieh noch dein
Fremdling, der in deinen Toren ist, auf daß dein
Knecht und deine Magd ruhe wie du. 15. Denn du sollst gedenken, daß du auch Knecht in Ägyptenland warst und der Herr, dein
Gott, dich von dort ausgeführt hat mit einer mächtigen Hand und mit
ausgestrecktem Arm. Darum hat dir der Herr, dein Gott, geboten, daß du den Sabbattag halten sollst.
Das Wort sabbat
(SHD 7676, von 7673) bedeutet: ruhen, d.h. Anstrengungen unterlassen;
mit etwas aufhören, feiern, rasten, still sein.
2 Mose 23:12. Sechs Tage sollst du
deine Arbeit tun; aber des siebenten Tages sollst du feiern, auf daß dein Ochs und Esel ruhen und deiner Magd Sohn und der
Fremdling sich erquicken.
„Die Sabbatte
sind verbunden mit Gottesfurcht und Ehrfurcht vor seinem Heiligtum (3 Mose
19:30), und ehrfürchtig sind wir. Deshalb wurde der Sabbattag für die Menschen
geschaffen, sodass das Heiligtum des Herrn heilig und zu einer anständigen
Wohnstätte Gottes gemacht werden konnte. Gleichzeitig ist der Sabbat auch mit
der Ehrerbietung für Mutter und Vater verbunden (3 Mose 19:3)“ (Cox, „A“, ebd., S. 4).
Der siebente Tag beginnt in der
Dämmerung am Ende des sechsten Tages der Woche, unserem Freitag (1 Mose 1:5;
Ps. 104:20; 3 Mose 23:23; Apg. 27:27-33). Der Sabbat des siebenten Tages bleibt
bestehen als ewiger Bund (Hebräer 4:9; Kolosser 2:16-17).
Hebräer 4:9-11. Darum ist noch eine Ruhe
vorhanden dem Volke Gottes. 10. Denn wer zu seiner Ruhe gekommen ist, der ruht
auch von seinen Werken gleichwie Gott von seinen. 11. So lasset uns nun Fleiß
tun, einzukommen zu dieser Ruhe, auf daß nicht jemand
falle in dasselbe Beispiel des Unglaubens.
Den Sabbat heilig
halten bedeutet, dass wir uns versammeln, wie vom Apostel Paulus gelehrt
(Hebräer 10:23-25).
Sich zum Sabbat zu versammeln wird von Gott in 3. Mose befohlen:
3. Mose 23:1-3. Und der Herr redete
mit Mose und sprach: 2. Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Das
sind die Feste des Herrn, die ihr heilig und meine Feste heißen sollt, da
ihr zusammenkommt. 3. Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber
ist der große, heilige Sabbat, da ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr
an dem tun; denn es ist der Sabbat des Herrn in allen euren Wohnungen.
Das hebräische Wort für Versammlung
ist migra, was soviel bedeutet wie (Zusammen-)Berufung, laut
‚Young’s analytisches Wortregister’. Migra ist
das hebräische Wort, dass in 3. Mose 23:4-44 für alle heiligen Versammlungen
verwendet wird – auch für die Hohen Sabbattage. Um seinen Menschen zu helfen,
den Sabbat heilig zu halten, gab Gott ihnen den sechsten Tag zur
Vorbereitung (vergl. 2 Mose 16:1-21).“
Die Einhaltung des Sabbats
Vorbereitung des
Sabbat
Wir sind dazu verpflichtet, den
Sabbat am sechsten Tage vorzubereiten (vergl. 3 Mose 23:54). Durch angemessene
Vorbereitung sind wir alle dazu in der Lage an der Sabbat-Ruhe Gottes
teilzuhaben und den Sabbattag heilig zu halten. Als unser Herr uns den Vorbereitungstag
und die Gebote zum Sabbat gab, hat er für uns den Weg bereitet, ihm zu folgen
(vergl. 1 Mose 2:2-3). Wenn wir seinen Worten folgen und am Sabbattag nicht unseren eigenen Vergnügen nachgehen, werden wir dadurch den einen wahren
Gott und seinen Christus kennenlernen, was ewiges Leben ist (Johannes 17:3).
Siehe auch das Studienpapier: Das ewige Leben (Nr. 133).
Wenn wir den Vorbereitungstag nutzen
und uns auf den Sabbat als einen Tag mit Gott fernab der Welt freuen, wird es
uns leichter fallen, unsere eigenen Sorgen über weltliche Dinge zu vergessen,
sobald der Sabbat da ist. So versammeln wir uns am Sabbattag und werden vom
Worte Gottes gelehrt: wie Maria haben wir ‚den guten Teil gewählt’ (Cox, W.E.,
„B“ Die Juma’ah:
Vorbereiten auf den Sabbat (Nr. 285), CCG, 1999-2008, S. 2,9).
Keine Arbeit am Sabbat
Wir sollen nicht faul sein. Alles was unsere Hände tun können, sollen wir mit aller
Kraft tun (Klagelieder 9,10). Denn was wir säen,
werden wir ernten (Gal.6,7). Auch sollen wir aus Loyalität den Brüdern
gegenüber dienen, besonders Fremden gegenüber (3.Joh.5-7).
Kein Einzelner jeglicher
sozialer Gruppe unter der Kontrolle Israels darf am Sabbat Arbeit
verrichten. Dieses Gesetz muss von allen in Israel befolgt werden – von
Israelis ebenso wie von Fremden. Nehemia zeigt Beispiele auf, wie die Gesetze bezüglich des Sabbat befolgt werden sollen.
Nehemia 10:28-31 Und das andere
Volk, Priester, Leviten, Torhüter, Sänger, Tempelknechte und alle, die sich von
den Völker in den Landen abgesondert hatten zum Gesetz Gottes, samt ihren
Weibern, Söhnen und Töchtern, alle, die es verstehen konnten, 29. hielten sich zu ihren Brüdern, den Mächtigen,
und kamen, daß sie schwuren und sich mit einem Eide
verpflichteten, zu wandeln im Gesetz Gottes, das durch Mose, den Knecht Gottes,
gegeben ist, daß sie es hielten und tun wollten nach
allen Geboten, Rechten und Sitten des Herrn, unsers Herrschers; 30. und daß wir den Völkern im Lande unsere Töchter nicht geben
noch ihre Töchter unsern Söhnen nehmen wollten; 31. auch wenn die Völker im Lande am Sabbattage
bringen Ware und allerlei Getreide zu verkaufen, daß
wir nichts von ihnen nehmen wollten am Sabbat und den Heiligen Tagen; und daß wir das siebente Jahr von aller Hand Beschwerung
freilassen wollten.
Keine Last soll sich am Sabbat
aufgeladen werden, noch soll es durch die Tore nach Jerusalem getragen werden
(Jeremiah 17:21). Wir sollen uns über den Sabbattag freuen und Freude ins
Gotteshaus bringen. Demnach ist auch auf dem eigenen Grundstück Arbeit verboten.
Der Sabbat soll heilig gehalten werden. Er ist die
Grundvoraussetzung zum Erbe des Königreichs Israel. Keine Last wird durch die
Tore der Stadt getragen. Könige und Prinzen sollen auf dem Thron Davids sitzen.
Wenn diese Warnung nicht erhört wird, wird die Stadt von Feuer zerstört.
(Jeremiah 17:27).
Der Sabbat ist ein Zeichen und wird
zu einer Quelle der Strafe bei Geringschätzung und führt zur Bedrängnis für
jene des Gotteshauses. Der König und der Priester werden den Zorn über die
Entweihung des Sabbats ertragen (Klagelieder des Jeremia 2:6).
Klagelieder 2:6 Er hat sein Gezelt zerwühlt wie einen Garten und seine Wohnung
verderbt; der Herr hat zu Zion Feiertag und Sabbat lassen vergessen und in
seinem grimmigen Zorn König und Priester schänden lassen.
Das System des Sabbats muss als Repräsentativ eines Systems
verstanden werden, welches für Gottes Volk bezeichnend ist.
3 Mose 19:30 Meine Feiertage haltet,
und fürchtet euch vor meinem Heiligtum; denn ich bin der Herr.
In seiner Verantwortung bezieht es
sich auf alle Menschen und es kann daher am Sabbattag oder den Festtagen kein
Handel mit Heiden oder heidnischen Nationen geben.
Jeder, der den Sabbattag entweiht,
soll zum Tode verurteilt werden (2 Mose 31:14; 4 Mose 15:32-36). Diese
Bestrafung führt zur Verwirkung des ewigen Lebens, welches den Erwählten
gewährt wurde. Durch die Verwehrung des ewigen Lebens, werden sie von ihrem
Volke verstoßen. Es ist ein Zeichen von Gott und den Kindern Israels und gilt
ewig (2 Mose 31:17). Das Wort ‚ewig’ ist Olam
(SHD 5769) und bedeutet immer, andauernd, immerdar, unbefristet,
fortwährend, etc.
Die Arbeit der Priester am Sabbat
Genaugenommen entweihen die Priester
des Tempels den Sabbat, doch sind sie ohne Schuld (Matthäus 12:5, vergl. 4 Mose
28:9-10; siehe auch Nehemia 13:7; Hesekiel 24:21; Johannes 7:22-23). Daraus
geht hervor, dass die Arbeit der Erwählten zur Anbetung Gottes ohne Schuld ist.
Tatsächlich werden am Sabbat mehr Opferhandlungen erbracht als an jedem anderen
Tag.
An jedem Sabbat soll die
Priesterschaft ein Feueropfer für das Volk Israel erbringen (3. Mose 24:8).
Dieses Opfer ist ein Befehl an die Erwählten zum Sabbat Gebete und Danksagungen
an den Herrn zu richten. Daher ist uns befohlen, gemeinsam Opfer zu erbringen.
Zu lesen in 3.Mose 24:1-4 ist auch, dass die Priester die Lampen stets mit
reinem Öl von geschleuderten Oliven gefüllt halten sollen. So ist die
Vorbereitung der Erwählten eine tägliche Verantwortung und für das Lampenöl
muss von Sabbat zu Sabbat täglich gesorgt werden. Sie müssen Gottes Sabbat
heiligen (Hesekiel 44:24).
Nehemia befahl, dass auch die
Fremden Sabbat halten sollen. Dies wird als Beispiel angeführt, wie das Gesetz
eingehalten werden sollte. Nehemia 13:22 zeigt, dass es die Verantwortung der
Priesterschaft des Herrn ist – der neuen Priesterschaft der Erwählten – sich zu
reinigen und die Tore offen zu halten, um den Sabbat zu heiligen.
Wenn es in unserer Gewalt liegt, die
Arbeit niederzulegen und am Sabbat nicht zu arbeiten, nicht zu kaufen oder zu
verkaufen, so sollen wir dies tun und jegliche Gegenstimme anfechten. Wir
können an heiligen Tagen nicht kaufen. Wir können am Sabbat oder Festtagen
nicht ins Gasthaus.
Nehemia 13:15 Zur selben Zeit sah
ich in Juda Kelter treten am Sabbat und Garben
hereinbringen und Esel, beladen mit Wein, Trauben, Feigen und allerlei Last,
gen Jerusalem bringen am Sabbattag. Und ich zeugte wider
sie des Tages, da sie die Nahrung verkauften.
Nehemia 13:19 Und da es in den Toren
zu Jerusalem dunkel ward vor dem Sabbat, hieß ich die Türen zuschließen und
befahl, man sollte sie nicht auftun bis nach dem Sabbat. Und ich bestellte
meiner Leute etliche an die Tore, daß man keine Last
hereinbrächte am Sabbattage.
Nehemia 10:31 auch wenn die Völker im Lande am
Sabbattage bringen Ware und allerlei Getreide zu verkaufen, daß
wir nichts von ihnen nehmen wollten am Sabbat und den Heiligen Tagen; und daß wir im siebenten Jahr von aller Hand Beschwerung
freilassen wollten.
Das Entzünden von Feuern zum Sabbat
Das Gebot „Du sollst in deinem Hause
kein Feuer entzünden“ bezieht sich auf Feuer zur Arbeit wie Feuerschalen oder
Schmieden und nicht auf Haushaltsgeräte (2 Mose 35:1-3). Natürlich gab es im
Tempel immer Opferstätten. Menschen entzündeten stets und ständig Feuer. Wenn
wir in die Originaltexte schauen, in welchem Zusammenhang diese Gesetze gemacht
wurden, so bezieht sich dies auf Bauarbeiten. Keinerlei Bauarbeiten oder
Handarbeiten sollten am Sabbattag verrichtet werden. (Cox, „A“, S. 2,3,4,5).
Der Text in 2. Mose 35:4-35 erklärt
ausführlich, in welchem Zusammenhang am Sabbattag keine Feuer entzündet werden
dürfen.
„Dies bezieht sich ebenso nicht auf
das Entzünden von Heizfeuern, die in vielen Teilen der Welt zum Überleben
notwendig sind. Wo dies dementsprechend notwendig ist, soll am Vorbereitungstag
Holz gesammelt werden, da das Holzsammeln zum Heizen und Kochen am Sabbattag
ausdrücklich verboten ist. Genau aus diesem Grund aß Christus am Sabbat die
rohen Körner vom Feld (Matthäus 12:2). Die Bestrafung
fürs Sammeln am Sabbat ist der Tod. Jegliche dieser Arbeiten am Sabbat ist ein
Gesetzesbruch und nimmt in der Zweiten Auferweckung den ersten Platz ein und
ist Grund für den zweiten Tod“ (vergl. 4. Buch Mose 15:32-36; Cox, „B“, S.6).
Somit wären die
Taten des Herrn als er am Sabbat Mais sammelte
verdammt, wenn er dies getan hätte um Vorräte
anzulegen oder ihn zu verkaufen. Der Herr zeigte aber auf, dass er nicht
vorhatte ihn zu behalten, sondern ihn gleich essen wollte. Es ist somit
gestattet, genug Nahrung zu sammeln um es am Sabbattag
zu essen – dies wird in diesem Text und auch vom Gesetz des Alten Testaments
her deutlich (Matthäus 12:1-12).
Die Betreuung der Kranken am
Sabbattag
Christus gab auch Anweisungen zur
Behandlung der Kranken. So wird dies auch am Sabbat weitergeführt. Demnach ist
es rechtens, die Kranken und Schwachen am Sabbattag zu heilen und zu pflegen.
Johannes 7:23 So ein Mensch die Beschneidung annimmt
am Sabbat, auf daß nicht das Gesetz Mose gebrochen
werde, zürnet ihr denn über mich, daß ich den ganzen
Menschen habe am Sabbat gesund gemacht?
Markus 3:1-5 Und er ging abermals in die Synagoge.
Und es war da ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. 2. Und sie lauerten
darauf, ob er auch am Sabbat ihn heilen würde, auf daß
sie eine Sache wider ihn hätten. 3. Und er sprach zu
dem Menschen mit der verdorrten Hand: Tritt hervor! 4. Und er sprach zu ihnen:
Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, das Leben erhalten oder töten? Sie
aber schwiegen still. 5. Und er sah sie umher an mit Zorn und ward betrübt über
ihr verstocktes Herz und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er
streckte sie aus; und die Hand ward ihm gesund wie die andere.
(vergl. Lukas 6:8-10; 13:14-16;
14:3; Matthäus 12:10-13).
Es ist rechtens am Sabbattag zu
beschneiden, und ebenso rechtens sein Herz zu erweitern
indem wir Opfer bringen in der Kraft des Geistes. Beurteilt einander mit
gerechtfertigtem Urteil, durch das Gute das wir am
Sabbattag tun (Johannes 7:21-24).
Die Ochse-im-Graben Situation
Die Lektion vom Ochsen im Graben handelt
von Notfällen. Es reicht nicht aus, etwas Gewöhnliches zu tun, was man
vorbereiten kann. Lukas 14:5 zeigt auf, dass es auch wichtig ist am Sabbattag
mit Notfällen umzugehen. Dies bezieht sich beispielsweise auf die Pflege der
Kranken am Sabbattag. Ordentliche Pflege und die Vorbereitung der Kranken und
Schwachen am Sabbat ist ein großes Problem. In 5 Mose 5:14 wird näher auf die
Gesetzgebung hinsichtlich Menschen und Tieren eingegangen.
Die richtige Einstellung zum
Sabbattag
Zum Sabbat ist es wichtig, die
richtige Einstellung zu haben. Man sollte nicht nur den Stillstand seines
Geschäfts bedauern, denn das wirkt sich auf die ehrliche, aufopfernde und
großzügige Stimmung aus (Amos 8:5).
Der Sabbat muss spirituell rein gehalten werden (Jesaja 1:13). Er soll nicht beschmutzt
werden (Jesaja 56:2, 4-7).
Jesaja 56:2 Wohl dem Menschen, der
solches tut, und dem Menschenkind, der es festhält, daß
er den Sabbat halte und nicht entheilige und halte seine Hand, daß er kein Arges tue!
Der Sabbattag ist ein Hochgenuss,
kein Trauertag (Jesaja 58:13-14). Der Sabbattag ist Anlass zu Frohsinn und
Jubel und soll Freude ins Gotteshaus bringen (Psalter 118:24).
Jesaja 56:4-7 Denn so spricht der Herr von den
Verschnittenen, welche meine Sabbate halten und erwählen, was mir wohl gefällt,
und meinen Bund fest fassen: 5. Ich will ihnen in meinem Hause und in meinen
Mauern einen Ort und einen Namen geben, besser denn Söhne und Töchter; einen
ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll. 6. Und die Fremden,
die sich zum Herrn getan haben, daß sie ihm dienen
und seinen Namen lieben, auf daß sie seine Knechte
seien, ein jeglicher, der den Sabbat hält, daß er ihn
nicht entweihe, und meinen Bund festhält, 7. die will ich zu meinem heiligen
Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethause, und ihre Opfer und
Brandopfer sollen mir angenehm sein auf meinem Altar; denn mein Haus wird
heißen ein Bethaus allen Völkern.
„Christus war größer als der Tempel,
so wie wir größer sind als der Tempel. Wir sind der Tempel und der Tempel wurde
für uns gemacht (Markus 2:27), also müssen wir Sabbat halten, als Vorbereitung
für das Zuhause, dass wir für Gott sind“ (Cox, „A“, S. 2,3,4,5).
Der Sabbat als ein Zeichen der
Kirche
„Der Sabbat ist ein Zeichen von
Gottes Volk. Es ist ein Zeichen zwischen uns und Gott, der uns heilig macht.“
Zeichen (SHD 226) ist owth
oder oth und bedeutet Signal, Mal, Merkmal,
etc. Gott bedient sich Zeichen, um diese zu bestimmen, die mit ihm in einer
besonderen Beziehung stehen.
2 Mose 31:12-18 Und der Herr redete mit Mose und
sprach: 13. Sage den Kindern Israel und sprich: Haltet meinen Sabbat; denn
derselbe ist ein Zeichen zwischen mir und euch auf eure Nachkommen, daß ihr wisset, daß ich der Herr
bin, der euch heiligt. 14. Darum so haltet meinen Sabbat; denn er soll euch
heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine
Arbeit da tut, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk. 15. Sechs
Tage soll man arbeiten; aber am siebenten Tag ist Sabbat, die heilige Ruhe des
Herrn. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, der soll des Todes sterben. 16. Darum
sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, daß sie
ihn auch bei ihren Nachkommen halten zum ewigen Bund. 17. Er ist ein ewiges
Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in sechs Tagen machte der
Herr Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich. 18.
Und da der Herr ausgeredet hatte mit Mose auf dem Berge Sinai, gab er ihm zwei
Tafeln des Zeugnisses; die waren beschrieben mit dem Finger Gottes.
Ihr sollt meine Sabbattage (Plural) einhalten. Die
Sabbattage sind auf eine ganze Reihe von Anbetungen über die Heiligen Tage ausgeweitet und
werden als Gottes Sabbattage bezeichnet.
Der Sabbat ist nicht ausschließlich
ein Zeichen der Kirche. Es ist auch eines der verbundenen Völker, die noch
nicht in der Kirche sind. Wenn es das Zeichen der Erwählten wäre, dann
wäre auch der Judaismus ein Teil der ersten Auferstehung, was aber nicht so
ist.
Die Zentralisierung des Glaubens ist die Doktrin Gottes. Die
Sabbattage, die Neumondtage und die Festtage sind bezeichnende Aspekte in der
Anbetung Gottes. Dies wurde begleitet mit der Einhaltung der Speisegebote auf
einer weitläufigen und sehr allgemeinen Basis (siehe auch das Studienpapier „Die Speisegebote (Nr. 15)“). Demnach ist der Sabbat und alles was daraus entspringt ein Zeichen der Anbetung des
einen wahren Gottes (Johannes 17:3). Dieser Gott, Eloah, war genau derselbe,
wie der, den Judah verehrt hat und der im alten
Testament deutlich gemacht wurde. (Siehe auch das Studienpapier „Den Gott, den wir
verehren“ (Nr. 2)).
Die biblische Grundlage der gemeinen
Doktrin ist auf das erste und zweite Gebot zentriert (vergleiche das
Studienpapier „Das erste Gebot (Nr. 252)“). Dadurch sehen wir, dass das
vierte Gebot lediglich eine vierte Facette einer größeren Struktur ist. Die
Sabbattage und die Heiligen Tage sind wiederum Unterstrukturen des vierten
Gebots und hängen mit den anderen Geboten zusammen.
Laut Jesus Christus ist demnach Gott
der Vater, der zentrale und vorrangige Anfangs- und Endpunkt des Glaubens
(Matthäus 22:37-38; Markus 12:30; Offenbarung 1:8). Das Wissen um den einen
wahren Gott und seinen Sohn Jesus Christus, der von ihm geschickt wurde, ist
wesentlich für den Erhalt des ewigen Lebens (Johannes 17:3; 1 Johannes 5:20).
Das vierte Gebot ist kein Ende in sich selbst, sondern lediglich ein erstes
Anzeichen der Erwählten und ihres Gehorsams gegenüber Gott.
Das vierte Gebot enthält das gesamte
System der biblischen Anbetung der Neumondtage, Festtage und Heiligen Tage und
sogar die Verzehntung (siehe auch das Studienpapier „Der Zehnte (Nr. 161)“), welches mit dem System der
Erstlingsfrüchte und der Ernte des Bundes in Verbindung (siehe dazu auch das
Studienpapier „Der Bund Gottes (Nr. 152)“) steht.
Der Sabbat ist ein Zeichen
der Kirche Gottes. Es ist nicht das Zeichen. Das vorrangigste Zeichen
ist die Gottheit, welche die biblische unitarische Struktur darstellt.
Andere Zeichen der Erwählten
Die äußerlichen Zeichen der
Erwählten sind der Sabbat und das Abendmahl/Passafest. Gefolgt von den
Neumondtagen und den Heiligen Tagen.
Die Taufe ist das zweite Zeichen und
der Empfang des Heiligen Geistes ist das innere Siegel. „Das vorausgehende und
erste Zeichen der verbundenen Völker ist die Beschneidung (1 Mose 17:10-14).
Diesen Platz nahm die Taufe ein (siehe das Studienpapier „Buße und Taufe“ (Nr. 52)) (Cox, W.E., „C“ Die Rolle des vierten
Gebots in den historischen, Sabbat-haltenden Kirchen Gottes (Nr. 170), CCG, 1996-2000, S. 2,3,18).
„Seit Christi Geburt ist die Taufe
unser Versprechen dem Bündnis treu zu bleiben. Diese Taufe ist das Zeichen der
Völker und entspricht in seiner Bedeutung der Beschneidung in Israel. Der
Symbolismus wurde von einer physischen Beschneidung zu einer Beschneidung des
Herzens gewandelt.
Die Kirche wird dabei an die Stelle
gesetzt, den Gehorsam der göttlichen Gesetze zu verfolgen, was durch die
Beschneidung des Herzens resultiert (5 Mose 30:6; Jeremiah 4:4)“ (Cox, W.E.,
„D“ Das Bündnis Gottes (Nr.
152),
CCG, 1996-1999, S. 2,13).
5 Mose 30:6 Und der Herr, dein Gott,
wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, daß
du den Herrn, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf daß du leben mögest.
„Die Taufe mit dem heiligen Geist
ist ein vorrangiges Zeichen der Erwählten. die durch das Blut Jesus Christi in
einen Körper getauft wurden (Matthäus 28:19, Apostelgeschichte 1:5; 11:16;
Römer 6:3; 1 Korinther 12:13; Hebräer 9:11-28).“
Ein anderes Zeichen ist das
Passafest und das Fest der Ungesäuerten Brote wie in 2 Mose zu lesen ist:
2 Mose 13:9-12 Darum soll dir's sein
ein Zeichen in deiner Hand und ein Denkmal vor deinen Augen, auf daß des Herrn Gesetz sei in deinem Munde; denn der Herr hat
dich mit mächtiger Hand aus Ägypten geführt. 10. Darum halte diese Weise zu
seiner Zeit jährlich. 11. Wenn dich nun der Herr ins Land der Kanaaniter
gebracht hat, wie er dir und deinen Vätern geschworen hat und dir's gegeben,
12. so sollst du aussondern dem Herrn alles, was die Mutter bricht, und alle
Erstgeburt unter dem Vieh, was ein Männlein ist.
Diese Ausweitung des vierten Gebots soll die Gesetze Gottes
in unseren Händen (Taten) und unserem Geist (Stirn, zwischen den Augen)
kennzeichnen. Es ist das Zeichen des Gesetzes des Herrn (5 Mose 6:8) und der
Erlösung Israels (5 Mose 6:10).
Diese Zeichen des Sabbats und des
Passafestes sind das Siegel an der Hand und der Stirn der Erwählten des Herrn.
Mit dem Heiligen Geist wird die Grundlage für die Versiegelung der Heiligen in
den letzten Tagen gelegt: siehe Offenbarung 7:3. Das Zeichen der Erwählten ist
somit im ersten Gebot verankert. Christus sagte: „Du sollst den Herrn deinen
Gott und nur ihn heiligen (oder ihm dienen)“ (Matthäus 4:10; Lukas 4:8).
Dienerschaft ist Anbetung auf biblische Art.
Buße ist ein weiteres Zeichen der
verbundenen Völker. Wenn man daran scheitert, Buße zu tun, wird man mit der
Ausschließung von seinem Volk bestraft, in anderen Worten, vom Bündnisorgan
Israels, welches die Kirche ist (3 Mose 23:29) (Cox, „C“, vergl. S. 3).
„Als ein Mahnmal von Gottes Gesetz
schreibt die Bibel vor, dass wir blaue Bänder an den Säumen unserer Kleidung
tragen (vergl. 4 Mose 15:37-41).
Da diese Gesetzgebung sich nicht auf
eine bestimmte Zeit, einen Ort oder eine gemeinsame Tätigkeit bezieht, bleibt
es eine persönliche Angelegenheit und es gibt keine Strafe dafür, wenn man dies
nicht tut. Als persönliche Erinnerung jedoch drückt es in jedem Falle das
Bedürfnis aus, sich an die Gebote Gottes zu erinnern, sie zu lieben und ihnen
nachzukommen“ (McElwain, T., et al., „E“ „Blaue Bänder“ (Nr. 273), CCG, 1998, S. 1,4).
Gebrauch des Gesetzes
Zusammengefasst, „soll am siebten
Tag Sabbat gehalten werden (aus 2 Mose 20:8-11; 5 Mose 5:12-15) als
ausdrückliches Gebot Gottes und als eines der Zehn Gebote. Dies sind
unantastbare Statuten für immer und für alle Menschen. Der Sabbat ist heilig.
Jeder, der den Sabbat als gewöhnlichen Tag betrachtet, soll den Tod erleiden
und von seinem Volk ausgeschlossen werden (2 Mose 31:14-15).
Es ist ein unbefristeter Bund
zwischen dem Volke Israels und ein ewiges Zeichen zwischen ihnen und Gott und
würdigt ihn als den Schöpfer (2 Mose 31:15-16). Alle Christen, die die Gesetze
Gottes achten, gehören im Geiste zu Israel und alle Heiden sollten letztendlich
ins Reich Israels kommen. Deshalb ist der Sabbat ein Zeichen zwischen Gott und
seinem Volk für alle Zeit. Die Bestrafung für die Lästerung des Sabbats ist der
Tod, der einen ereilt, wenn man den Heiligen Geist verwirkt und zur zweiten
Auferstehung übergeben wird (siehe Offenbarung 20:5). Der Sabbat ist eine
Freude und soll als der Heilige Tag Gottes geehrt werden. Es ist kein Tag
fauler Freuden, sondern ein Tag von geheiligtem Beisammensein (Jesaja
58:13-14). Keine Arbeit oder Lasten sollen an diesem Tag verrichtet oder
getragen werden (Jeremia 17:21-22). „Wir sollen weder kaufen (Nehemia 10:31)
noch verkaufen (Nehemia 13:15) am Sabbat (Die Glaubenvorstellungen
des christlichen Glaubens (Nr. A1), CCG, 4. Edition, 1997, S. 22).
„Die Sabbattage sind untrennbar mit
dem ersten Gebot und dem Gesetz verbunden. Das Volk wird dafür bestraft, wenn
es den Gesetzen Gottes nicht nachkommt“ (Sacharja 14:16-19). Jedoch sind die
Sabbattage der Menschenheit verborgen wegen der
Götzenverehrung“ (Cox, „C“, op. cit.,
S. 18).
Die Neumonde
„Die Neumondfeierlichkeiten gehören
zu den Festtagen des Herrn. In 4 Mose 10:10 steht folgendes:
4 Mose 10.10 Desgleichen, wenn ihr
fröhlich seid, und an euren Festen und an euren Neumonden sollt ihr mit den
Trompeten blasen über eure Brandopfer und Dankopfer, daß
es euch sei zum Gedächtnis vor eurem Gott. Ich bin der Herr, euer Gott.
Dieser Text sagt uns zudem, dass zum
Neumond, den Feiertagen und dem Sabbat Trompeten geblasen werden, wann die
Feuer entzündet wurden und die Friedensopfer dargebracht wurden. (siehe auch
das Studienpapier „Der Shofar
und die Silbernen Trompeten (Nr. 47)“.)
Die Opfergaben wurden durch Christus
erfüllt. Die Festtage und die Sabbate selbst wurden nicht abgeschafft.
Das Fest des Neumonds wurde als Shabbatown oder Heiliger Sabbat bezeichnet.
Opfergaben wurden als Erinnerung überreicht, wie oben deutlich wird“ (vergl. 4
Mose 28:11-15).
Es gelten die selben Bedingungen für die Neumondstage wie für
die anderen Festtage und Sabbate auch.
1 Chronik 23:31 und alle Brandopfer
dem Herrn zu opfern an den Sabbaten, Neumonden und Festen, nach der Zahl und
Gebühr allewege vor dem Herrn,
Hier wird deutlich, dass die
Neumondfeste zwischen die Sabbate und die Festtage gelegt waren. Genauso wie
bei den Festtagen und Sabbaten wurde der Zusammenhang zwischen den Opfergaben
und den Neumonden im Messias erfüllt, die Beobachtungen des Mondes jedoch
wurden nicht abgeschafft.
2 Chronik 31:3 Und der König gab
seinen Teil von seiner Habe zu Brandopfern des Morgens und des Abends und zu
Brandopfern am Sabbat und an den Neumonden und Festen, wie es geschrieben steht
im Gesetz des Herrn.
Unter Ezra wurden die Neumondfeste
wiedereingeführt (Ezra 3:5). Beide Restaurationen beinhalteten die
Wiedereinführung der Neumondfeste.
Esra 3:5 danach auch die täglichen
Brandopfer und der Neumonde und alle Festtage des Herrn, die geheiligt sind,
und allerlei freiwillige Opfer, die sie dem Herrn freiwillig taten.
Die Beobachtungen dürfen aber nicht
mit der Anbetung des Mondes verwechselt werden, welche strikt verboten war.
5 Mose 4:19 daß
du auch nicht deine Augen aufhebest gen Himmel und sehest die Sonne und den
Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und fallest ab und betest sie
an und dienest ihnen, welche der Herr, dein Gott, verordnet hat allen Völkern
unter dem ganzen Himmel.
5 Mose 17:3 und hingeht und dient andern Göttern und betet sie an, es sei Sonne oder Mond oder
allerlei Heer des Himmels, was ich nicht geboten habe,
Die Einhaltung der Sabbate und der
Neumondfeste zusammen mit den Festtagen gehörte zum Plan Gottes und zum
Kreislauf der Schöpfung. Der Solarkalender erfüllt diesen Zweck nicht.
Der Mondkalender ist ein Zeichen der
Heiligen. In seiner Darstellung in 2.Mose 12:2, beschreibt die Mekilta, dass die ‘Nationen’ mit der Sonne rechnen – Israel
hingegen mit dem Mond.
Der Neumond ist der Anfang, bzw. der
erste Tag des neuen Monats (4. Mose 10:10; 28:11). Kein System, welches sich
auf die Verlagerung des Monatsanfang bezieht, kann
Gültigkeit haben. Der Hillel-Kalender ist somit ungültig.
Der Neumond wird als bedeutungsvoll
für das Empfangen von Visionen und Prophezeiungen angesehen. Dies wird unter
anderem in 2. Könige 4:23 und Hesekiel 26:1; 29:17; 31:1; 32:1 (vergl. Jesaja
47:13; Haggai 1:1) deutlich. Dies widerlegt die Theorien von Astrologen und
Sterndeutern des babylonischen Systems, wie in Jesaja 47:13 zu lesen ist.
Die Sabbate und die
Neumondfeierlichkeiten bedeuteten beide Ruhe von der Arbeit, wie in Amos 8:5 zu
lesen ist. Es war ein Freudentag. Die Heiterkeit, die den Feiertagen
vorbehalten war, wurde von Hosea 2:11 verdammt.
Hosea 2:11 Und ich will ein Ende machen
mit allen ihren Freuden, Festen, Neumonden, Sabbaten und allen ihren
Feiertagen.
Dies resultierte aus Untreue und
Götzenverehrung. Gott bestraft die Menschen, wenn sie sich nicht an seine
Regeln halten. Das Resultat dessen ist, dass Er den Wohlstand der Nation
zerstört.
Hosea 2:12 Ich will ihre Weinstöcke und
Feigenbäume wüst machen, weil sie sagt: "Das ist mein Lohn, den mir meine
Buhlen gegeben." Ich will einen Wald daraus machen, daß
es die wilden Tiere fressen sollen.
Anhand verschiedener Texte wird
ersichtlich, dass der Neumond in besonderen Monaten mit besonderen Anweisungen
abgehalten wird (1 Samuel 20:5 ff; Hesekiel 45:18-20).
Hesekiel 45:18-20 So spricht der Herr: Am ersten Tage
des ersten Monats sollst du nehmen einen jungen Farren, der ohne Fehl sei, und
das Heiligtum entsündigen. 19. Und der
Priester soll von dem Blut des Sündopfers nehmen und
die Pfosten am Hause damit sprengen und die vier Ecken des Absatzes am Altar
samt den Pfosten am Tor des Innern Vorhofs.
20. Also sollst du auch tun am siebenten Tage des Monats wegen derer,
die geirrt haben oder weggeführt worden sind, daß ihr
das Haus entsündigt.
Die Reinigung des Heiligtums wurde
vom Tag des Neumonds des ersten Monats (Nisan) des Heiligen Jahres (vergleiche
„Heiligung des
Gottestempels (Nr. 241)“) beginnend durchgeführt. Dabei wurde der Innenhof
gereinigt, was die Auserwählten als den innersten Kreis von Hesekiel’s Vision verkörperte. Die Reinigung für die
Einfachen und Fehlerhaften wurde am siebten Tag des ersten Monats oder Nisan
durchgeführt. Die Priesterschaft hatte sich und die Nation vorbereitet.
Der Neumond des siebten Monats (Tishri) war ebenso bedeutsam (siehe auch das Studienpapier
„Der Posaunentag (Nr. 136)“).
3 Mose 23:24 Rede mit den Kindern
Israel und sprich: Am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr den heiligen
Sabbat des Blasens zum Gedächtnis halten, da ihr zusammenkommt.
Nehemia 8:2 Und Esra, der Priester,
brachte das Gesetz vor die Gemeinde, Männer und Weiber und alle, die es
vernehmen konnten, am ersten Tage des siebenten Monats
Der Neumond des siebten Monats
leitet die Erneuerung durch das Lesen des Gesetzes ein, was alle sieben
Jahre des Ablasskreislaufs, zur Zeit des Laubhüttenfestes stattfindet
(siehe auch „Das Lesen des Gesetzes
mit Esra und Nehemia (Nr. 250)“).
Nehemia 8:18 Und ward im Gesetzbuch
Gottes gelesen alle Tage, vom ersten Tag an bis auf den letzten; und sie
hielten das Fest sieben Tage und am achten Tage die Versammlung, wie sich's
gebührt.
Der Symbolismus hier ist, dass das
siebente oder Sabbatjahr den Jahrtausendwechsel darstellt, welcher mit der
Wiederkehr des Messias beginnt, der das Gesetz in Jerusalem ausruft. Das Gesetz
verbreitet sich dann durch die Welt durch die Unterwerfung der Nationen. Die
Lesung zum Posaunenfest, in der Erneuerung Nehemias, sollte auf die Erneuerung
durch den Messias hinweisen. (vergleiche auch die Arbeit „Umreißung der Zeittafel der Äonen (Nr. 272)“).
Nach der Wildheit der Zerstreuung
widmet sich Gott Israel und seiner Erneuerung. Die Erwählten Christi sind Teil
Israels und werden als Nation angesehen.
Die Neumonde wurden sowohl unter den
Aposteln als auch in der Zerstreuung in der christlichen Kirche gehalten. Die
dabei angewandte Methode soll dabei nicht beurteilt werden.
Die Kirche behielt sie in der
Zerstreuung bei und es gab sie auch noch in Europa im 17. Jahrhundert (siehe „Generelle Verteilung der
Sabbat-haltenden Kirchen (Nr. 122)“; und „Die Sabbatarier in Transylvanien“ von Samuel Kohn (1894), (Englische
Übersetzung veröffentlicht von CCG Publishing,
1998).
Kolosser 2:16-17 So lasset nun
niemand euch Gewissen machen über Speise oder über Trank oder über bestimmte
Feiertage oder Neumonde oder Sabbate; 17. welches ist der Schatten von dem, das
zukünftig war; aber der Körper selbst ist in Christo.
Die Neumonde sind für das
Wohlbefinden des Menschen notwendig. Sie wurden im sogenannten Zivilkalender
durch die heidnischen Tage des Menschenopfers ersetzt. In den USA hat eben
jener Zivilkalender seine Hauptfeiertage in diesen heidnischen Tagen. Dies
sollte nicht übersehen werden.
Der Sabbat und die Neumondtage
wurden im Bezug auf den Handel ähnlich behandelt. Das
Betreiben von Handel oder der An- und Verkauf ist und war zu sowohl Neumond als
auch Sabbat verboten.
Amos 8:4-6 Hört
dies, die ihr den Armen unterdrückt und die Elenden im Lande verderbt 5. und
sprecht: "Wann will denn der Neumond ein Ende haben, daß
wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, daß wir Korn
feilhaben mögen und das Maß verringern und den Preis steigern und die Waage
fälschen, 6. auf daß wir die Armen um Geld und die
Dürftigen um ein Paar Schuhe unter uns bringen und Spreu für Korn
verkaufen?"
Diese Einschränkung ist ein großes
Problem im heutigen Israel. Nichtsdestotrotz gibt es keinerlei Ausnahme, welche
ein Grund für die Abspaltung des Sabbats (Shabbatown)
vom Neumondfest liefern könnte. Auch nicht die Feiertage oder die zehn Gebote.
Alle Feiertage müssen eingehalten werden.
Amos fährt fort, Israel dafür zu
verurteilen, an der korrekten Einhaltung von Neumondfesttagen und Sabbaten
gescheitert zu sein.
Amos 8:8-12 Sollte
nicht um solches willen das ganze Land erbeben müssen
und alle Einwohner trauern? Ja, es soll ganz wie mit einem Wasser überlaufen
werden und weggeführt und überschwemmt werden wie mit dem Fluß
Ägyptens. 9. Zur selben Zeit, spricht der Herr, will ich die Sonne am Mittag
untergehen lassen und das Land am hellen Tage lassen finster werden. 10. Ich
will eure Feiertage in Trauern und alle eure Lieder in Wehklagen verwandeln;
ich will über alle Lenden den Sack binden und alle Köpfe kahl machen, und will
ihnen ein Trauern schaffen, wie man über einen einzigen Sohn hat; und sie
sollen ein jämmerlich Ende nehmen. 11. Siehe, es kommt
die Zeit, spricht der Herr, daß ich einen Hunger ins
Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser,
sondern nach dem Wort des Herrn, zu hören; 12. daß
sie hin und her von einem Meer zum andern, von Mitternacht gegen Morgen
umlaufen und des Herrn Wort suchen, und doch nicht finden werden.
Die direkte Strafe, die wir dafür
erhalten, das Wort Gottes nicht eingehalten zu haben, ist dass das, was wir
haben, abgeschafft wurde. Das Verhungern des Wortes ist die Bestrafung für den
Ungehorsam. Die Entweihung des Sabbats und des Neumondes durch Verkehr und
Arbeit unter ehrlosem Bruch des Gesetzes ist die Hauptursache. Das Haus Jakob
wurde für diese Vergehen vertrieben, jedoch wurden sie aufbewahrt und nicht für
immer verloren, wie Korn durch ein Sieb rinnt (Amos 9:8-15).
(Cox, W.E., „F“ Die Neumonde (Nr. 125), CCG. 1995-2007, S. 5-10).
Die Bedeutung des Neumondes im Plan
Gottes
„1 Mose 1:14 beschreibt, dass Gott
die Lichter des Himmels so eingesetzt hat, um damit die Tage, Nächte und
Jahreszeiten zu bestimmen. Die Neumonde bestimmen die Reihenfolge und Zeiten
der Feiertage und gehen logischerweise dem Sabbat voraus, welcher den Akt der
Fertigstellung als siebten Tag repräsentiert, wobei die Lichter im Himmel gemäß
Schöpfungsgeschichte schon ab dem vierten Tag beginnen. Die Lichter sind dafür
da, die Helligkeit von der Dunkelheit zu unterscheiden (1 Mose 1:18). Der Mond
veranschaulicht das Licht der Welt inmitten der Dunkelheit
von der sie regiert wird. Die Sonne soll Christus verkörpern. (Maleachi 4:2).
Maleachi 4:2-5 Euch aber, die ihr
meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter
ihren Flügeln; und ihr sollt aus und eingehen und hüpfen wie die Mastkälber.
3.Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Asche unter euren Füßen
werden des Tages, den ich machen will, spricht der Herr Zebaoth. 4. Gedenkt des
Gesetzes Mose, meines Knechtes, das ich ihm befohlen
habe auf dem Berge Horeb an das ganze Israel samt den Geboten und Rechten. 5.
Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe denn da komme der große und
schreckliche Tag des Herrn.
Der Mond ist auch symbolisch, da er
in Phasen auftritt. Der Neumond repräsentiert den Anfang eines jeden Zyklus.
Das Jahr hat zwölf Monate (abgesehen von der Interkalation,
wenn ein Monat eingeschoben wird) (1 Könige 4:7; 1 Chroniken 27:1-15). Sie sind
ungefähr 30 Tage lang (1 Mose 7:11; 8:3-4; 4 Mose 20:29; 5 Mose 21:13; 24:8;
Ester 4:11; Daniel 6:7-13). Siehe auch das Studienpapier „Gottes Kalender (Nr. 156)“.
Der Neumond ist der „Anfang des
lunaren Monats, genauer gesagt der Zeitraum zwischen einer Konjunktion und der
nächsten, wessen Dauer in den Astronomieschulen genau
berechnet wurde“ (Judaeus Philo, The Special Laws,
II, XXVI, 140, F.H. Colson, Harvard University Press, Cambridge MA, 1937).
Neben diesem Zitat gibt es einen
weiteren Text zum Neumond und seiner Bestimmung, welche sich um den exakten Tag
des Neumondes dreht.
Die Feiertage nach Philo
Hier ist was Philo in „The
Special Laws“
unter anderem zum vierten Gebots im
Zusammenhang mit den Festtagen und den Geboten sagt:
Über die Einzelgesetze, II*
(**Yonges
Titel ‚Ein Traktat zu den Einzelgesetzen’, welcher sich auf drei Artikel des Decalogue beziehen, den Dritten, Vierten und Fünften, über
Schwüre und deren Bezug, den Heiligen Sabbat, Die Ehre, die den Eltern zuteil
kommen sollte.)
.....
Yonges Übersetzung beinhaltet einen
separaten Traktattitel an dieser Stelle: Zur Nummer
Sieben. Sein nächster Abschnitt beginnt und endet mit der römischen Nummer I (=
X im Loeb). Der Text folgt der Nummerierung nach Loeb.
X (39) Das nächste Gebot ist das,
welches den heiligen siebten Tag betrifft und der eine Vielzahl von
Feierlichkeiten nach sich zieht. So etwa verhält es sich mit den Menschen, die
von Natur her frei waren, die aber durch irgendeine unvorhersehbare Notwendigkeit
Sklaven wurden, dessen Freilassung jedes siebte Jahr ansteht. Oder da gibt es
die Humanität der Gläubiger gegenüber ihren Schuldigern, die ihren Landsmännern
im siebten Jahr ihre Schulden erlassen. Auch wird der Rest der Ernte dem
fruchtbaren Boden überlassen, ob auf dem Land oder in den Bergen, was auch im
siebten Jahr geschieht. Darüber hinaus gibt es diejenigen Umstände, welche zum
50. Jahr eintreffen. Und von all diesen Dingen reicht die bare Erzählung (ohne
auf jegliche innere oder symbolische Bedeutung zu achten), um diejenigen, die
frei von Tugenden sind und sogar diejenigen, die dickköpfig und stur in ihren
Ansichten sind, weitaus sanftmütiger und folgsam zu machen. (40) Nun haben wir
bereits ausführlicher über die Kraft der Nummer sieben gesprochen, seine Natur
in Zusammenhang mit der Nummer zehn und auch welche Verbindung sie zum
Jahrzehnt hat. Ebenso die Nummer vier, die die Grundlage und der Ursprung des
Jahrzehnts ist. Und nun, in rechtmäßiger Ordnung zusammengestellt, ergibt sich
daraus die perfekte Nummer achtundzwanzig; multipliziert in gleichmäßiger
Verteilung, ergibt sich daraus sowohl Kubus als auch Quadrat. Ich habe außerdem
aufgezeigt, wie sich daraus eine unendliche Vielfalt an Schönheit ergibt, die
sich aus seiner Betrachtung erschließt, welcher wir hier jedoch nicht nachgeben
werden. Jedoch müssen wir jeden einzelnen der speziellen Fälle genau
untersuchen, so wie diesen, der sich hier präsentiert, beginnend beim ersten.
Die erste Angelegenheit ist die der Feste [Yonges
Übersetzung enthält an dieser Stelle einen gesonderten Traktattitel:
Um aufzuzeigen, dass es zehn Feste gibt. Dieses Traktat beginnt mit der
römischen Ziffer I (=XI im Loeb) und zählt jedes Fest einzeln auf und erweitert
sich über Loeb Nummer 214. Der Text folgt der Loeb Nummerierung.]
XI. (41) Es gibt zehn Feste, vom
Gesetz festgelegt.
Das erste ist dasjenige, von dem
einige überrascht sein werden, es ein Fest zu nennen.
Dieses Fest ist jeder Tag. Das
zweite Fest ist der siebte Tag, welchen die Hebräer in ihrer Muttersprache
Sabbat nennen.
Das dritte ist dasjenige, welches
nach der Konjunktion bestimmt wird, welches jeden Monat am Tag des Neumondes
stattfindet.
Das vierte ist das des Passa, Passafest genannt. Das fünfte ist das der ersten
Früchte der Gerste – die geheiligte Garbe [beachte: die Webe-Garbe ist eins der
zehn Feste der Tempelperiode].
Das sechste
ist das Fest der Ungesäuerten Brote, nach dem das Fest gefeiert wird,
was eigentlich der siebte Tag des
siebten Tages ist.
Das achte ist das Fest des Heiligen
Mondes, beziehungsweise das der Posaunen.
Das neunte ist die Fastenzeit bzw.
der große Versöhnungstag.
Das zehnte ist das Laubhüttenfest,
welches das letzte aller jährlichen Feste ist, und somit eine runde Nummer zehn ergibt. Wir fangen jetzt mit dem ersten
Fest an.
[Beachte:
Hier verbindet Philo den Letzten Großen Tag mit dem Laubhüttenfest und macht
somit aus elf zehn]
Wir bemerken hier, dass Philo in der
Einleitung zum dritten Fest – dem Neumond – die Bezeichnung verwendet, die
‚nach der Konjunktion’ übersetzt wurde und manch andere als ‚folgend’ im
Sinne von ‚laut’ oder ‚zufolge’ der Konjunktion übersetzt haben. Er bestimmt es
aber näher, indem er sagt, was am Tag des Neumonds jeden Monat passiert.
Es wird im Text sehr deutlich gemacht, dass der Neumond der Tag ist, an dem die
Konjunktion stattfindet. In den darauffolgenden Erklärungen sagt Philo auch
nochmal, dass der Monat von einer Konjunktion bis zur nächsten dauert, wie an
den astronomischen Schulen festgelegt wurde, wie oben zitiert.
Yonges Übersetzung fehlen der Teil 140 und
die Texte von 142-144 (welche hier zur Verfügung gestellt werden), die den
zeitlichen Rahmen und die Theologie hinter dem Neumond erklärt, warum es nach
der Konjunktion abläuft und der Neumondtag der Tag der Konjunktion ist.
DAS DRITTE FEST
XXVI. (140) Nach der Reihenfolge,
derer wir uns angenommen haben, sprechen wir weiterhin vom dritten Fest, das
des Neumondes. Zuallererst ist es der Anfang des Monats und der Anfang, egal ob
numerisch oder zeitlich. Zweitens weil in diesem Moment nichts am Himmel ohne
Licht ist (141) und drittens weil zu diesem Zeitpunkt
der stärkere und wichtigere Himmelskörper dem kleineren, schwächeren
Himmelskörper einen Teil notwendiger Unterstützung zuteil werden lässt, denn zum Neumond erleuchtet die
Sonne den Mond mit einem Licht, dass für die äußeren Sinne sichtbar ist, um
dann dem Betrachter ihre eigene Schönheit zu zeigen. Und das ist, so scheint
es, eine offensichtliche Lektion in Barmherzigkeit und Menschlichkeit den
Menschen gegenüber, die ihnen beibringt, dass sie niemals missgünstig mit ihren
eigenen Besitztümern sein sollen, sondern es den Himmelskörpern nachmachen und
den Neid vertreiben und aus ihrer Seele löschen sollen. (17) (die Teile 142-144
wurden in Yonges Übersetzung weggelassen, denn der
Ausgabe, auf die Yonge sich bezieht – Mangey – fehlen
diese, sie wurden aber für diesen Band übersetzt) (142) Der vierte Grund ist,
dass von allen Himmelskörpern der Mond am schnellsten am Zodiak vorbeizieht: er
schafft seine Umrundung in einem Monat. Aus diesem Grund hat das Gesetz das
Ende der Umrundung, also wenn der Mond seinen Ausgangspunkt wiedererreicht, als
einen Festtag bestimmt – was wiederum eine schöne Lektion für die Menschen ist,
nämlich dass sie im Leben das Ende den Anfängen gleich machen sollen. Das wird
passieren, wenn wir nicht gleich unserem ersten Impuls nachgeben, sondern
Vernunft walten lassen.
http://www.earlyjewishwritings.com/text/philo/book28.html
Es kann somit keinen Fehler geben.
Der Neumond findet am Tag der Konjunktion statt, wie von den Schulen Jerusalems
festgelegt. Die Verschiebung des Neumonds wie es durch den Judaismus geschehen
ist, führt zur Verschiebung sämtlicher Feste und lässt sie damit wertlos
werden. Dies ist eine Veralberung von Gott und seinen Gesetzen. Vom Neumond
sind alle anderen Feste abhängig.
Der gesamte Heilsplan wird von jedem
Neumond ausgehend durch die Berechnung der Feste verdeutlicht und durch den
Erntezyklus bestätigt“ (Cox, W.E., „G“ „Die Neumonde von Israel
(Nr. 132)“, CCG, 1995-2008, S. 3,5,6,7).
Der gesamten Kirchengemeinde –
Anführer und Volk – wird die Einhaltung von sowohl dem Sabbat als auch den
Neumonden befohlen (siehe auch Hesekiel 46:6,9-10).
Hesekiel 46:1-6 So spricht der Herr:
Das Tor am innern Vorhof morgenwärts
soll die sechs Werktage zugeschlossen sein; aber am Sabbat und am Neumonde soll
man's auftun. 2. Und der Fürst soll von draußen unter die Halle des Tors treten
und bei dem Pfosten am Tor stehenbleiben. Und die Priester sollen sein
Brandopfer und Dankopfer opfern; er aber soll auf der Schwelle des Tors anbeten
und danach wieder hinausgehen; das Tor aber soll offen bleiben bis an den
Abend. 3. Desgleichen das Volk im Lande soll an der Tür desselben Tors anbeten
vor dem Herrn an den Sabbaten und Neumonden. 4. Das Brandopfer aber, so der
Fürst vor dem Herrn opfern soll am Sabbattage, soll sein sechs Lämmer, die ohne
Fehl seien, und ein Widder ohne Fehl; 5. Und je ein Epha zu einem Widder zum
Speisopfer, zu den Lämmern aber, soviel seine Hand gibt, zum Speisopfer, und je
ein Hin Öl zu einem Epha. 6. Am Neumonde aber soll er einen jungen Farren
opfern, der ohne Fehl sei, und sechs Lämmer und einen Widder auch ohne Fehl;
Die Anbetung zum Neumond ist
tatsächlich größer als die zum Sabbat (Hesekiel 46:4,6). Es wird zwischen
Neumond und dem wöchentlichen Sabbat kein Unterschied gemacht. Beide Tage sind
heilig und man darf an diesen Tagen keinen Handel treiben.
Amos 8:5 und sprecht: "Wann
will denn der Neumond ein Ende haben, daß wir
Getreide verkaufen, und der Sabbat, daß wir Korn
feilhalten mögen und das Maß verringern und den Preis steigern und die Waage
fälschen,
(Cox, W.E., “Die Ernten Gottes, die
Neumond Opfergaben und die 144000 (Nr. 120)“, CCG, 1995-2007, S. 13).
„Der Neumond ist ein präzises
astronomisches Ereignis, welches vollkommen vorhersehbar ist. Es muss für den
Moment, an dem es in Jerusalem auftritt, genau bestimmt werden, um die
Uniformität der religiösen Anbetung überall in der Welt zu gewährleisten, was
von verbesserter Kommunikation abhängig ist. Dies geschieht auf Grundlage der
Schriften, die Jerusalem als Thron des Herrn beschreiben (Jeremia 3:17), das
Zentrum des Gesetzes und den Punkt, von dem aus Gesetze
unter dem Messias erlassen werden (Jesaja 2:3) und von wo die Wasser des
Geistes ausgehen (Sacharja 8:22; 14:8-21). Gott hat Seinen Namen für immer dort
platziert (2 Chroniken 33:4)“ (Cox, W.E., „I“ „Der Kalender Gottes (Nr.
156)“,
CCG, 1996-2008, S. 13).
Heilige Tage und Feste
„Die jährlichen Heiligen Tage finden
sich im 3 Mose 23:1-44, 4 Mose 28:16-29:35 und 5 Mose 16:1-16. Diese jährlichen
Heiligen Tage widerspiegeln den Heilsplan Gottes. Sie sind verpflichtend und
verfügen über besondere Anforderungen als Zeichen Gottes und seinem Volk. Der
Heilige Tag wird als Sabbat gehandelt.
Die HeiligenTage
sind:
● Das Passahfest /Ungesäuerte Brote (3 Mose 23:5-8; 4 Mose 28:16-18,25; 5 Mose 16:1-8);
● Pfingsten (3 Mose 23:16,21; 4 Mose 28:26; 5 Mose 16:9-12);
● DerPosaunentag (3 Mose 23:24-25; 4 Mose 29:1);
● Der Große Versöhnungstag (3 Mose 23:27-32; 4 Mose 29:7);
● Das Laubhüttenfest (3 Mose 23:34-35; 4 Mose 29:12; 5 Mose 16:13-15);
● Der Letzte große Tag (3 Mose 23:36; 4 Mose 29:35).”
(“Glaubensbekenntnisse des
christlichen Glaubens”, CCG, 4. Edition, 1997, S. 24.)
Drei jährliche Feste
Die drei jährlichen Feste sind:
Passahfest /Tage der Ungesäuerten Brote; Pfingsten/
Wochenfest und das Laubhüttenfest (5 Mose 16:16).
2.Mose 23:14-17 Dreimal sollt ihr mir Feste halten im Jahr:
15. das Fest der ungesäuerten Brote
sollst du halten, daß du sieben Tage ungesäuertes
Brot essest, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn in demselben bist du aus Ägypten gezogen.
Erscheint aber nicht leer vor mir. 16. Und das Fest der Ernte, der Erstlinge
deiner Früchte, die du auf dem Felde gesät hast. Und das Fest der Einsammlung
im Ausgang des Jahres, wenn du deine Arbeit eingesammelt hast vom Felde. 17.
Dreimal im Jahre soll erscheinen vor dem Herrn, dem Herrscher, alles, was männlich
ist unter dir.
Das Passahfest
Das Passahfest hat die Menschheit von den Sünden erlöst und
die Tage der Ungesäuerten Brote versinnbildlichen die Erlösung der Erwählten
Israels von den Sünden. Die Tage der Ungesäuerten Brote beinhaltet zwei Heilige
Tage: Passah am 15. Tag und der letzte Tag der Ungesäuerten Brote am 21. Tag
des ersten Monats (Abib).
5 Mose 16:1-2 Halte den Monat Abib, daß du Passah haltest dem
Herrn, deinem Gott; denn im Monat Abib hat dich der
Herr, dein Gott, aus Ägypten geführt bei der Nacht. 2. Und sollst
dem Herrn, deinem Gott, das Passah schlachten, Schafe und Rinder, an der
Stätte, die der Herr erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne.
Die ersten 36 Stunden des Passahfestes, inklusive des
Abendmahls des Herrn und dem Essen am 15. soll nicht zuhause abgehalten werden.
Dies beginnt mit dem Vorbereitungstag am 14. Nisan.
5 Mose 16:5-7 Du darfst nicht
Passah schlachten in irgend deiner Tore einem, die dir der Herr, dein Gott
gegeben hat; 6. sondern an der Stätte, die der Herr,
dein Gott erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne, da sollst du das Passah schlachten des
Abends, wenn die Sonne ist untergegangen, zu der Zeit,
als du aus Ägypten zogst. 7. Und sollst kochen und
essen an der Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, und danach dich
wenden des Morgens und heimgehen in deine Hütten.
Das Abendmahl des Herrn
Der Gehorsam verpflichtet uns, daran teilzunehmen und alle
Gesetze und Bestimmungen, die Christus für das Abendmahl des Herrn und für das
Passafestmahl gesetzt hat, einzuhalten. Wenn wir an dieser Zeremonie nicht
teilnehmen, haben wir keinen Anteil an Christus (Johannes 13:8).
Johannes 6:53-56 Jesus sprach zu
ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des
Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. 54. Wer
mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das
ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage
auferwecken. 55. Denn mein Fleisch ist die rechte Speise, und mein Blut ist der
rechte Trank. 56. Wer mein Fleisch isset und trinket
mein Blut, der bleibt in mir und ich in ihm.
Die erste Zeremonie zum Abendmahl des Herrn ist das Waschen
der Füße, welches von der Reichung von Brot und Wein
gefolgt wird. “Dieser simple Symbolismus
von Christus (Nr. 103)’ Opfergaben spiegelt sich in den Symbolen des Brotes und
des Weines” wider (Cox, W.E., “J” “Das Abendmahl des Herrn”, CCG, 1995-2008, S.
4-5).
Gesäuertes Brot sollte beim Abendmahl des Herrn nicht
verwendet werden (vergl. Auch 2 Mose 23:18).
2 Mose 34:25 Du sollst das Blut
meines Opfers nicht opfern neben gesäuertem Brot, und das Opfer des Passafestes
soll nicht über Nacht bleiben bis an den Morgen.
Siehe auch die Studienpapiere “Die Bedeutung des
Waschens der Füße (Nr. 099)” und “Die Bedeutung von Brot
und Wein (Nr. 100)”.
Die Gesetzgebung des Passahfestes
Die relevante Gesetzgebung zum Passahfest findet sich in 2.
Mose 12.
2 Mose 12:1-51 1. Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron in
Ägyptenland:
2. Dieser Monat soll bei euch der
erste Monat sein, und von ihm sollt ihr die Monate des Jahres anheben. 3. Sagt
der ganzen Gemeinde Israel und sprecht: Am zehnten Tage dieses Monats nehme ein
jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu einem Haus. 4. Wo
ihrer aber in einem Hause zu einem Lamm zu wenig sind, so nehme er's und sein
nächster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, daß
sie das Lamm aufessen
können. 5. Ihr sollt aber ein
solches Lamm nehmen, daran kein Fehl ist, ein Männlein und ein Jahr alt; von
den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen 6. und sollt's
behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monats. Und ein jegliches Häuflein im
ganzen Israel soll's schlachten gegen Abend. 7. Und sollt von seinem Blut
nehmen und beide Pfosten der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an
den Häusern, darin sie es essen. 8. Und sollt also das Fleisch essen in
derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot, und sollt es mit
bitteren Kräutern essen. 9. Ihr sollt's nicht roh
essen noch mit Wasser gesotten, sondern am Feuer gebraten, sein Haupt mit
seinen Schenkeln und Eingeweiden. 10. Und sollt nichts davon übriglassen bis
morgen; wo aber etwas übrigbleibt bis morgen, sollt
ihr's mit Feuer verbrennen. 11. Also sollt ihr's aber essen: Um eure Lenden
sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an den Füßen haben und Stäbe in euren
Händen, und sollt's essen, als die hinwegeilen; denn
es ist des Herrn Passah. 12. Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland
gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland, unter den Menschen und unter
dem Vieh, und will meine Strafe beweisen an allen Göttern der Ägypter, ich, der
Herr. 13. Und das Blut soll euer Zeichen sein an den Häusern, darin ihr seid, daß, wenn ich das Blut sehe, an euch vorübergehe und euch
nicht die Plage widerfahre, die euch verderbe, wenn ich Ägyptenland schlage.14.
Ihr sollt diesen Tag haben zum Gedächtnis und sollt ihn feiern dem Herrn zum Fest,
ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise. 15. Sieben Tage sollt ihr
ungesäuertes Brot essen; nämlich am ersten Tage sollt ihr den Sauerteig aus
euren Häusern tun. Wer gesäuertes Brot ißt vom ersten
Tage an bis auf den siebenten, des Seele soll
ausgerottet werden von Israel. 16. Der Tag soll heilig sein, daß ihr zusammenkommt; und der siebente soll auch heilig
sein, daß ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr
an dem tun; außer, was zur Speise gehört für allerlei Seelen, das allein mögt
ihr für euch tun. 17. Und haltet das ungesäuerte Brot; denn eben an demselben
Tage habe ich euer Heer aus Ägyptenland geführt; darum sollt ihr diesen Tag
halten, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise. 18. Am vierzehnten Tage
des ersten Monats, des Abends, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis an den
einundzwanzigsten Tag des Monats an dem Abend, 19. daß
man sieben Tage keinen Sauerteig finde in euren Häusern. Denn wer gesäuertes
Brot ißt, des Seele soll ausgerottet werden aus der
Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande. 20. Darum so
esset kein gesäuertes Brot, sondern eitel ungesäuertes Brot in allen euren
Wohnungen. 21. Und Mose forderte alle Ältesten in Israel und sprach zu ihnen:
Leset aus und nehmet Schafe für euch nach euren Geschlechtern und schlachtet
das Passah. 22. Und nehmet ein Büschel Isop und
taucht in das Blut in dem Becken und berühret damit die Oberschwelle und die
zwei Pfosten. Und gehe kein Mensch zu seiner Haustür heraus bis an den Morgen. 23. Denn
der Herr wird umhergehen und die Ägypter plagen. Und wenn er das Blut sehen
wird an der Oberschwelle und den zwei Pfosten, wird er an der Tür vorübergehen
und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, zu plagen. 24. Darum so
halte diese Weise für dich und deine Kinder ewiglich. 25. Und wenn ihr in das
Land kommt, das euch der Herr geben wird, wie er geredet hat, so haltet diesen
Dienst. 26. Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da für
einen Dienst? 27. sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des Herrn, der an den
Kindern Israel
vorüberging in Ägypten, da er die
Ägypter plagte und unsere Häuser errettete. Da neigte sich das Volk und betete
an. 28. Und die Kinder Israel gingen hin und taten, wie der Herr Mose und Aaron
geboten hatte. 29. Und zur Mitternacht schlug der Herr
alle Erstgeburt in Ägyptenland von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem
Stuhl saß, bis auf den ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle
Erstgeburt des Viehs. 30. Da stand Pharao auf und alle seine Knechte in
derselben Nacht und alle Ägypter, und ward ein großes Geschrei in Ägypten; denn
es war kein Haus, darin nicht ein Toter war.31. Und er forderte Moses und Aaron
in der Nacht und sprach: Macht euch auf und ziehet aus von meinem Volk, ihr und
die Kinder Israel; gehet hin und dienet dem Herrn, wie ihr gesagt habt. 32.
Nehmet auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt; gehet hin und
segnet mich auch. 33. Und die Ägypter drängten das Volk, daß
sie es eilend aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des
Todes. 34. Und das Volk trug den rohen Teig, ehe denn er versäuert
war, zu ihrer Speise, gebunden in ihren Kleidern, auf ihren Achseln. 35. Und
die Kinder Israel hatten getan, wie Mose gesagt hatte, und von den Ägyptern
gefordert silberne und goldene Geräte und Kleider. 36. Dazu hatte der Herr dem
Volk Gnade gegeben vor den Ägyptern, daß sie ihnen willfährig waren; und so nahmen sie
es von den Ägyptern zur Beute. 37. Also zogen aus die Kinder Israel von Raemses gen Sukkoth,
sechshunderttausend
Mann zu Fuß ohne die Kinder. 38. Und
es zog auch mit ihnen viel Pöbelvolk und Schafe und Rinder, sehr viel Vieh. 39.
Und sie buken aus dem rohen Teig, den sie aus Ägypten brachten, ungesäuerte
Kuchen; denn es war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten gestoßen wurden und
nicht verziehen konnten und sich sonst keine Zehrung zubereitet hatten. 40. Die
Zeit aber, die die Kinder Israel in Ägypten gewohnt haben, ist vierhundertunddreißig Jahre. 41. Da dieselben um waren,
ging das ganze Heer des Herrn auf einen Tag aus Ägyptenland. 42. Darum wird diese
Nacht dem Herrn gehalten, daß er sie aus Ägyptenland
geführt hat; und die Kinder Israel sollen sie dem Herrn halten, sie und ihre
Nachkommen. 43. Und der Herr sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Weise
Passah zu halten. Kein Fremder soll davon essen. 44. Aber wer ein erkaufter Knecht
ist, den beschneide man, und dann esse er davon. 45. Ein Beisaß und Mietling
sollen nicht davon essen. 46. In einem Hause soll man's essen; ihr sollt nichts
von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen und sollt kein Bein an ihm
zerbrechen. 47. Die ganze Gemeinde Israel soll solches tun. 48. So aber ein Fremdling bei dir
wohnt und dem Herrn das Passah halten will, der beschneide alles, was männlich
ist; alsdann mache er sich herzu, daß er solches tue,
und sei wie ein Einheimischer des Landes; denn kein Unbeschnittener soll davon
essen. 49. Einerlei Gesetz sei dem Einheimischen und dem Fremdling, der unter
euch wohnt.50. Und alle Kinder Israel taten, wie der Herr Mose und Aaron hatte geboten. 51. Also führte der Herr auf einen Tag die
Kinder Israel aus Ägyptenland mit ihrem Heer.
Das Fest soll mit ungesäuertem Brot gefeiert werden (2 Mose
12:8, 15-20; 12:3,6; 23:15; 3 Mose 23:6; 4 Mose 9:11; 28:17; 5 Mose 16:3, 4;
Markus 14:12; Lukas 22:7; Apostelgeschichte 12:3; 1Korinther. 5:8).
5 Mose 16:3-4 Du sollst kein
Gesäuertes auf das Fest essen, denn mit Furcht bist du aus Ägyptenland gezogen,
auf daß du des Tages deines Auszugs aus Ägyptenland
gedenkest dein Leben lang. 4. Es soll in sieben Tagen kein Sauerteig gesehen
werden in allen deinen Grenzen und soll auch nichts vom Fleisch, das des Abends
am ersten Tage geschlachtet ist, über Nacht bleiben bis an den Morgen.
2 Mose 13:6-8 Sieben Tage sollst du ungesäuertes
Brot essen, und am siebenten Tage ist des Herrn Fest. 7. Darum sollst du sieben
Tage ungesäuertes Brot essen, daß bei dir kein
Sauerteig noch gesäuertes Brot gesehen werde an allen deinen Orten. 8. Ihr
sollt euren Söhnen sagen an demselben Tage: Solches halten wir um deswillen,
was uns der Herr getan hat, da wir aus Ägypten zogen.
Die Strafe für die Versäumung am Fest teilzunehmen ist die
Ausschließung aus dem Volk oder der Gemeinde (4 Mose 9:13), außer man ist
unsauber oder auf Reisen, wie oben erläutert. Es gibt ein Gesetz für sowohl
Fremde als auch Besucher (4 Mose 9:14).
Diejenigen, die auf das Passahfest nicht vorbereitet sind
oder reisen, sollen das Passahfest im zweiten Monat feiern (4 Mose 9:6-12; 2
Chronik 30:2-4).
4 Mose 9:1-23 1. Und der Herr redete mit Mose in der Wüste
Sinai im zweiten Jahr, nachdem sie aus Ägyptenland gezogen waren, im ersten
Monat, und sprach: 2. Laß die Kinder Israel Passah
halten zu seiner Zeit, 3. am vierzehnten Tage dieses Monats gegen Abend; zu
seiner Zeit sollen sie es halten nach aller seiner Satzung und seinem Recht. 4.
Und Mose redete mit den Kindern Israel, daß sie das
Passah hielten. 5. Und sie hielten Passah am vierzehnten Tage des ersten Monats
gegen Abend in der Wüste Sinai; alles, wie der Herr dem Mose geboten hatte, so
taten die Kinder Israel. 6. Da waren etliche Männer unrein geworden an einem
toten Menschen, daß sie nicht konnten Passah halten
des Tages. Die traten vor Mose und Aaron desselben Tages7. und sprachen zu ihm:
Wir sind unrein geworden an einem toten Menschen; warum sollen wir geringer
sein, daß wir unsere Gabe dem Herrn nicht bringen
dürfen zu seiner Zeit unter den Kindern Israel? 8. Mose sprach zu ihnen:
Harret, ich will hören, was euch der Herr gebietet. 9. Und der Herr redete mit
Mose und sprach: 10. Sage den Kinder Israel und sprich: Wenn jemand unrein an
einem Toten oder ferne über Feld ist, unter euch oder unter euren Nachkommen,
der soll dennoch dem Herrn Passah halten, 11. aber im zweiten Monat, am
vierzehnten Tage gegen Abend, und soll's neben ungesäuertem Brot und bitteren
Kräutern essen, 12. und sie sollen nichts davon übriglassen, bis morgen, auch
kein Bein daran zerbrechen und sollen's nach aller
Weise des Passah halten. 13. Wer aber rein und nicht
über Feld ist und läßt es anstehen, das Passah zu
halten, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk, darum daß er seine Gabe dem Herrn nicht gebracht hat zu seiner
Zeit; er soll seine Sünde tragen. 14. Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt und
auch dem Herrn Passah hält, der soll's halten nach der Satzung und dem Recht des Passah. Diese Satzung soll euch gleich sein, dem Fremden
wie des Landes Einheimischen. 15. Und des Tages, da die Wohnung aufgerichtet
ward, bedeckte sie eine Wolke auf der Hütte des Zeugnisses; und des Abends bis
an den Morgen war über der Wohnung eine Gestalt des Feuers. 16. Also geschah's
immerdar, daß die Wolke sie bedeckte, und des Nachts
die Gestalt des Feuers. 17. Und so oft sich die Wolke aufhob von der Hütte, so
zogen die Kinder Israel; und an welchem Ort die Wolke blieb, da lagerten sich
die Kinder Israel. 18. Nach dem Wort des Herrn zogen die Kinder Israel, und
nach seinem Wort lagerten sie sich. Solange die Wolke auf der Wohnung blieb, so
lange lagen sie still. 19. Und wenn die Wolke viele Tage verzog auf der
Wohnung, so taten die Kinder Israel nach dem Gebot des Herrn und zogen nicht.
20. Und wenn's war, daß die Wolke auf der Wohnung nur
etliche Tage blieb, so lagerten sie sich nach dem Wort des Herrn und zogen nach
dem Wort des Herrn. 21. Wenn die Wolke da war von Abend bis an den Morgen und
sich dann erhob, so zogen sie; oder wenn sie sich des Tages oder des Nachts
erhob, so zogen sie auch. 22. Wenn sie aber zwei Tage oder einen Monat oder
länger auf der Wohnung blieb, so lagen die Kinder Israel und zogen nicht; und
wenn sie sich dann erhob, so zogen sie. 23. Denn nach des Herrn Mund lagen sie,
und nach des Herrn Mund zogen sie, daß sie täten, wie
der Herr gebot, nach des Herrn Wort durch Mose.
Wir sind dazu verpflichtet, das Fest ordnungsgemäß
einzuhalten und dies für volle sieben Tage. Von 2 Mose 12:16 oben sehen wir,
dass wir am ersten und siebten Tag eine Versammlung abhalten sollen und dass an
diesen Tagen keine Arbeit verrichtet werden soll, aber dass wir essen dürfen.
5 Mose 16:8 Sechs Tage sollst du
Ungesäuertes essen, und am siebenten Tag ist die Versammlung des Herrn, deines
Gottes; da sollst du keine Arbeit tun.
Das Zählen von der
Garbe
Das Zählen von der Garbe wird am ersten Tag der Woche
während der Tage der Ungesäuerten Brote (um 9 Uhr morgens) abgehalten. Dieses
Opfer versinnbildlicht Christi Aufstieg zum Thronraum Gottes nach der
Auferstehung von den Toten, wie in Daniel 7:13-14 und Joh. 20:17 geschrieben
steht. Christus ist das Schwingopfer, welches die ersten Früchte der Ernte sind
(2 Mose 29:24-27; siehe auch 3 Mose 7:30,34; 8:27,29; 9:21; 10:14,15; 14:12,24;
23:11-20; 4 Mose 5:25; 6:20; 18:11, 18)” (Cox, W.E., “K” “Das Passahfest (Nr. 098)”, CCG, 1995-2008, S. 2,3,8,9).
“Das Zählen vom Tage an, an dem die Garbe geschwungen wird,
ist ein Pflichtritus, der mit dem Passahfest in Verbindung steht und der auch
Pfingsten und den Verzehr der ersten Ernte beeinflusst” (Lev. 23:9-14) (Cox,
W.E., “L” “Das Zählen der Garbe (Nr.
106b)”,
CCG, 1995-2008, S. 2).
Pfingsten
5 Mose 16:9-12 Sieben Wochen sollst du dir zählen,
und anheben zu zählen, wenn man anfängt mit der Sichel in der Saat. 10. Und sollst halten das Fest der Wochen dem Herrn, deinem Gott, daß du eine freiwillige Gabe deiner Hand gebest, nach dem
dich der Herr, dein Gott, gesegnet hat; 11. und sollst fröhlich sein vor dem
Herrn, deinem Gott, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd
und der Levit, der in deinem Tor ist, der Fremdling, der Waise, und die Witwe,
die unter dir sind, an der Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, daß sein Name da wohne. 12. Und gedenke, daß du Knecht in Ägypten gewesen bist, daß
du haltest und tust nach diesen Geboten.
Pfingsten (vergleiche 2 Mose 23:16; 34:22) ist fünfzig Tage
vom Zählen der Garbe am ersten Tag der Woche, am Sonntag, während der Tage der
ungesäuerten Brote. Pfingsten repräsentiert die Ernte der Erstlinge, welches
die Weizenernte symbolisiert. Siehe das Studienpapier “Das
Omer-Zählen bis Pfingsten (Nr. 173)”.
Das Posaunenfest
Das Posaunenfest am ersten Tag des siebten Monats (Tishri) ist ein Tag der Ruhe und der heiligen Versammlung
(3 Mose 23:24). Dieser Heilige Tag wird traditionell als die Ankunft der
Posaunen des Erzengels angesehen und repräsentiert in den Kirchen Gottes die
Wiederkehr des Messias. Siehe auch das Studienpapier “Das Posaunenfest (Nr.
136)”.
4 Mose 29:1-6 Und der erste Tag des siebenten Monats soll
bei euch heilig heißen, daß ihr zusammenkommt; keine
Dienstarbeit sollt ihr da tun - es ist euer Trompetentag- 2. und sollt
Brandopfer tun zum süßen Geruch dem Herrn: einen jungen Farren, einen Widder,
sieben jährige Lämmer ohne Fehl; 3. dazu ihr Speisopfer: drei Zehntel Semmelmehl,
mit Öl gemengt, zu dem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder, 4. und ein Zehntel
auf ein jegliches Lamm der sieben Lämmer; 5. auch einen Ziegenbock zum Sündopfer, euch zu versöhnen- 6. außer dem Brandopfer des
Monats und seinem Speisopfer und außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und
mit seinem Trankopfer, wie es recht ist -,zum süßen Geruch. Das ist ein Opfer
dem Herrn.
Der Große Versöhnungstag
Der Große Versöhnungstag ist ein Tag der geheiligten
Versammlung und an diesem Tag fasten wir (3 Mose 23:27). Er fällt auf den
zehnten Tag des siebten Monats und repräsentiert die Versöhnung Israels und der
Welt mit Gott und dem Messias. Siehe auch das Studienpapier “Der Große Versöhnungstag
(Nr. 138)”.
Der Große Versöhnungstag wird Sabbat der Sabbate und Heilige
Zusammenkunft genannt.
4 Mose 29:7-11 Der zehnte Tag des siebenten Monats soll bei
euch auch heilig heißen, daß ihr zusammenkommt; und
sollt eure Leiber kasteien und keine Arbeit da tun, 8. sondern Brandopfer dem
Herrn zum süßen Geruch opfern: einen jungen Farren, einen Widder, sieben
jährige Lämmer ohne Fehl; 9. mit ihren Speisopfern: drei Zehntel Semmelmehl, mit
Öl gemengt, zu dem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder, 10. und ein Zehntel je
zu einem Lamm der sieben Lämmer; 11. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer, außer dem Sündopfer
der Versöhnung und dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem
Trankopfer.
Sowohl der Posaunentag als auch der Große Versöhnungstag
sind Heilige Tage und keine Feste.
Das Laubhüttenfest
5 Mose 16:13-15 Das Fest der Laubhütten sollst du
halten sieben Tage, wenn du hast eingesammelt von
deiner Tenne und von deiner Kelter, 14. und sollst fröhlich sein auf deinem
Fest, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, der Levit, der
Fremdling, der Waise und die Witwe, die in deinem Tor sind. 15. Sieben Tage
sollst du dem Herrn, deinem Gott, das Fest halten an der Stätte, die der Herr
erwählen wird. Denn der Herr, dein Gott, wird dich segnen in allem deinem
Einkommen und in allen Werken deiner Hände; darum sollst du fröhlich sein.
Das Laubhüttenfest (vergl. 2 Mose 23:16; 4 Mose 29:12-40)
repräsentiert die Tausendjährige Herrschaft des Messias. Es beginnt am
fünfzehnten Tag des siebten Monats als Heiliger Tag. Darauf folgt der Letzte
Große Tag am zweiundzwanzigsten Tag als ein selbstständiges Fest (3.Mose 23:34;
5.Mose 16:13-15; 31:10-13). Der Letzte Große Tag steht für die finale
Auferstehung nach den tausend Jahren des Millenniums und der Ankunft in der
Stadt Gottes. (Siehe das Studienpapier “Das Einhalten der Feste
(Nr. 056)”).
4 Mose 29:12-40 Der fünfzehnte Tag des siebenten Monats soll
bei euch heilig heißen, daß ihr zusammenkommt; keine
Dienstarbeit sollt ihr an dem tun und sollt dem Herrn sieben Tage feiern 13.
und sollt dem Herrn Brandopfer tun zum Opfer des süßen Geruchs dem Herrn:
dreizehn junge Farren, zwei Widder; vierzehn jährige Lämmer ohne Fehl; 14. samt
ihrem Speisopfer: drei Zehntel Semmelmehl, mit Öl gemengt, je zu einem der
dreizehn Farren, zwei Zehntel je zu einem Widder, 15. und ein Zehntel je zu
einem der vierzehn Lämmer; 16. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer,
-außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
17. Am zweiten Tage: zwölf junge Farren, zwei Widder, vierzehn
jährige Lämmer ohne Fehl; 18. mit ihrem Speisopfer und Trankopfer zu den
Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; 19.
dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer, außer dem
täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. 20. Am
dritten Tage: elf Farren, zwei Widder, vierzehn jährige
Lämmer ohne Fehl; 21. mit ihrem Speisopfer und Trankopfer zu den Farren, zu den
Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; 22. dazu einen
Ziegenbock zum Sündopfer, außer dem täglichen
Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. 23. Am vierten Tage:
Zehn Farren, zwei Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne
Fehl; 24. samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern
und zu den Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; 25. dazu einen Ziegenbock
zum Sündopfer, außer dem täglichen Brandopfer mit
seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. 26. Am fünften Tage: neun Farren,
zwei Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Fehl; 27.
samt ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den
Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; 28. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer, außer dem täglichen Brandopfer mit seinem
Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. 29. Am sechsten Tage: acht Farren, zwei
Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Fehl; 30. samt
ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den
Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist;31. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer, außer dem täglichen Brandopfer mit seinem
Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. 32. Am siebenten Tage: sieben Farren, zwei
Widder, vierzehn jährige Lämmer ohne Fehl; 33. samt
ihren Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den
Lämmern in ihrer Zahl, wie es recht ist; 34. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer, außer dem täglichen Brandopfer mit seinem
Speisopfer und mit ihrem Trankopfer. 35. Am achten soll der Tag der Versammlung
sein; keine Dienstarbeit sollt ihr da tun 36. und sollt Brandopfer opfern zum
Opfer des süßen Geruchs dem Herrn: einen Farren, einen Widder, sieben jährige Lämmer ohne Fehl; 37. samt ihren Speisopfern
und Trankopfern zu den Farren, zu den Widdern und zu den Lämmern in ihrer Zahl,
wie es recht ist; 38. dazu einen Bock zum Sündopfer,
außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
39. Solches sollt ihr dem Herrn tun auf eure Feste, außerdem, was ihr gelobt
und freiwillig gebt zu Brandopfern, Speisopfern, Trankopfern und Dankopfern.
40.Und Mose sagte den Kindern Israel alles, was ihm der Herr geboten hatte.
Vorbereitungen für die Teilnahme an
den Festen
“Es gibt Bestimmungen, die die Vorbereitungen zu den Festen
bestimmen. Nicht nur müssen wir entschlossen sein, unsere Arbeit niederzulegen
und zu gehen, so müssen wir auch realisieren, dass wir eine Verpflichtung
haben, finanziell und auch körperlich. Wir müssen demnach darauf vorbereitet
sein, zu den Festen zu gehen. 5 Mose 12:17-19 besagt, dass es eine Bestimmung
gibt für den zweiten Zehnten. Wir sind dazu verpflichtet, einen zweiten Zehnten
für unsere Teilnahme an den Festen beiseitezulegen.
5 Mose 12:17-19 Du darfst aber nicht essen in deinen Toren
vom Zehnten deines Getreides, deines Mostes, deines Öls noch von der Erstgeburt
deiner Rinder, deiner Schafe, oder von irgend einem deiner Gelübde, die du gelobt
hast, oder von deinem freiwilligen Opfer, oder von der Hebe deiner Hand; 18.
sondern vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du solches essen an dem Ort, den der
Herr, dein Gott, erwählt, du und deine Söhne, deine Töchter, deine Knechte,
deine Mägde und der Levit, der in deinem Tor ist, und sollst fröhlich sein vor
dem Herrn, deinem Gott, über alles, was deine Hand vor sich bringt. 19. Und
hüte dich, daß du den Leviten nicht verläßt, solange du in deinem Lande lebst.
(Cox, W.E., “M”, “Das Einhalten der Feste
(Nr. 056)”, CCG, 1994-2007, S. 8).
Der zweite Zehnte soll für die Teilnahme an den Festen in
deiner Gegend verwendet werden.
5 Mose 12:21 Ist aber die Stätte
fern von dir, die der Herr, dein Gott, erwählt hat, daß
er seinen Namen daselbst wohnen lasse, so schlachte
von deinen Rindern oder Schafen, die dir der Herr gegeben hat, wie ich dir
geboten habe, und iß es in deinen Toren nach aller
Lust deiner Seele.
Das System des Zehnten ist an die Feste geknüpft.
5 Mose 14:22-29 Du sollst alle Jahre den Zehnten
absondern alles Ertrages deiner Saat, der aus deinem Acker kommt, 23. und
sollst davon essen vor dem Herrn, deinem Gott, an dem Ort, den er erwählt, daß sein Name daselbst wohne,
nämlich vom Zehnten deines Getreides, deines Mostes, deines Öls und von der
Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe, auf daß
du lernst fürchten den Herrn, deinen Gott, dein Leben lang. 24. Wenn aber des
Weges dir zu viel ist, daß du solches hintragen
kannst, darum daß der Ort dir zu ferne ist, den der
Herr, dein Gott, erwählt hat, daß er seinen Namen
daselbst wohnen lasse (denn der Herr, dein Gott, hat dich gesegnet): 25. so
gib's hin um Geld und fasse das Geld in deine Hand und gehe an den Ort, den der
Herr, dein Gott, erwählt hat, 26. und gib das Geld um alles, was deiner Seele
gelüstet, es sei um Rinder, Schafe, Wein, starken Trank oder um alles, das
deine Seele wünscht, und iß daselbst vor dem Herrn,
deinem Gott, und sei fröhlich, du und dein Haus 27. und der Levit, der in deinem
Tor ist (den sollst du nicht verlassen, denn er hat kein Teil noch Erbe mit
dir). 28. Alle drei Jahre sollst du aussondern den Zehnten deines Ertrages
desselben Jahres und sollst's lassen in deinem Tor.
29. So soll kommen der Levit (der kein Teil noch Erbe mit dir hat) und der
Fremdling und der Waise und die Witwe, die in deinem Tor sind, und essen und
sich sättigen, auf daß dich der Herr, dein Gott,
segne in allen Werken deiner Hand, die du tust.
Die Feste arbeiten mit dem Jubeljahrsystem zusammen. (Siehe
auch das Studienpapier “Gottes Feste in Relation
zur Entstehungsgeschichte (Nr. 227)).
Feste als Teil des Heilsplans
Der Sinn und Plan Gottes wird deutlich durch die Struktur
und Folge der Feste, in der Bibel durch Verfügungen festgelegt.
Die Feste wurden Moses von Jehovah gegeben. Jene Feste
sollten als heilige Versammlungen ausgerufen werden. Es waren Feste Gottes und
er nannte sie Meine Feste (3 Mose 23:2). Sie werden in 3 Mose 23 und 2
Chronik 2:4 als Die Feste des Herrn bezeichnet. Der Begriff ihre
Feste wird in Jesaja 1:14 und 5:12 mit negativem Aspekt benutzt. Die Feste
waren demnach nicht von säkularer oder weltlicher Herkunft. Sie konnten nicht
verändert oder abgeschafft werden, solange der Heilsplan, welchen sie
repräsentieren, nicht geändert oder abgeschafft wurde.
3 Mose 23:4-44. Dies sind aber die
Feste des Herrn, die ihr die heiligen Feste heißen sollt, da ihr zusammenkommt.
5. Am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend ist des Herrn Passah. 6.
Und am fünfzehnten desselben Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote des
Herrn; da sollt ihr sieben Tage ungesäuertes Brot essen. 7. Der erste Tag soll
heilig unter euch heißen, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr keine Dienstarbeit
tun. 8. Und sieben Tage sollt ihr dem Herrn opfern. Der siebente Tag soll auch
heilig heißen, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr auch keine Dienstarbeit tun.
9. Und der Herr redete mit Mose und sprach: 10. Sage den Kindern Israel und
sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, und werdet's ernten, so sollt ihr eine Garbe der Erstlinge
eurer Ernte zu dem Priester bringen. 11. Da soll die Garbe gewebt werden vor
dem Herrn, daß es von euch angenehm sei; solches soll
aber der Priester tun des Tages nach dem Sabbat. 12. Und ihr sollt des Tages,
da eure Garbe gewebt wird, ein Brandopfer dem Herrn tun von einem Lamm, das
ohne Fehl und jährig sei, 13. samt dem Speisopfer: zwei Zehntel Semmelmehl, mit
Öl gemengt, als ein Opfer dem Herrn zum süßen Geruch; dazu das Trankopfer: ein viertel Hin Wein. 14. Und sollt kein neues Brot noch
geröstete oder frische Körner zuvor essen bis auf den Tag, da ihr eurem Gott
Opfer bringt. Das soll ein Recht sein euren Nachkommen in allen euren
Wohnungen.15. Darnach sollt ihr Zählen vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die
Webegarbe brachtet, sieben ganze Wochen; 16. bis an den Tag nach dem siebenten
Sabbat, nämlich fünfzig Tage, sollt ihr zählen und neues Speisopfer dem Herrn
opfern, 17. und sollt's aus euren Wohnungen opfern,
nämlich zwei Webebrote von zwei Zehntel Semmelmehl, gesäuert und gebacken, zu
Erstlingen dem Herrn. 18. Und sollt herzubringen neben eurem Brot sieben jährige Lämmer ohne Fehl und einen jungen Farren und
zwei Widder, die sollen des Herrn Brandopfer sein, mit ihrem Speisopfern und
Trankopfern, ein Opfer eines süßen Geruchs dem Herrn. 19. Dazu sollt ihr machen
einen Ziegenbock zum Sündopfer und zwei
jährige Lämmer zum Dankopfer. 20. Und der Priester soll's weben samt den
Erstlingsbroten vor dem Herrn; die sollen samt den zwei Lämmern dem Herrn
heilig sein und dem Priester gehören. 21. Und sollt diesen Tag ausrufen; denn
er soll unter euch heilig heißen, da ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit
sollt ihr tun. Ein ewiges Recht soll das sein bei euren Nachkommen in allen
euren Wohnungen. 22. Wenn ihr aber euer Land erntet sollt ihr nicht alles bis
an die Enden des Feldes abschneiden, auch nicht alles genau auflesen, sondern sollt's den Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der Herr,
euer Gott. 23. Und der Herr redete mit Mose und sprach: 24. Rede mit den
Kindern Israel und sprich: Am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr den
heiligen Sabbat des Blasens zum Gedächtnis halten, da ihr zusammenkommt; 25. da
sollt ihr keine Dienstarbeit tun und sollt dem Herrn opfern. 26. Und der Herr
redete mit Mose und sprach: 27. Des zehnten Tages in diesem siebenten Monat ist
der Versöhnungstag. Der soll bei euch heilig heißen, daß
ihr zusammenkommt; da sollt ihr euren Leib kasteien und dem Herrn opfern 28.
und sollt keine Arbeit tun an diesem Tage; denn es ist der Versöhnungstag, daß ihr versöhnt werdet vor dem Herrn, eurem Gott. 29. Denn
wer seinen Leib nicht kasteit an diesem Tage, der soll aus seinem Volk
ausgerottet werden. 30. Und wer dieses Tages irgend eine
Arbeit tut, den will ich vertilgen aus seinem Volk. 31. Darum sollt ihr keine
Arbeit tun. Das soll ein ewiges Recht sein euren Nachkommen in allen ihren
Wohnungen. 32. Es ist euer großer Sabbat, daß ihr
eure Leiber kasteit. Am neunten Tage des Monats zu Abend sollt ihr diesen
Sabbat halten, von Abend bis wieder zu Abend. 33. Und der Herr redete mit Mose
und sprach:34. Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am fünfzehnten Tage
dieses siebenten Monats ist das Fest der Laubhütten sieben Tage dem Herrn. 35.
Der erste Tag soll heilig heißen, daß ihr
zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. 36. Sieben Tage sollt ihr dem
Herrn opfern. Der achte Tag soll auch heilig heißen, daß
ihr zusammenkommt, und sollt eure Opfer dem Herrn tun; denn es ist der Tag der
Versammlung; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. 37. Das sind die Feste des
Herrn, die ihr sollt für heilig halten, daß ihr zusammenkommt und dem Herrn Opfer tut: Brandopfer,
Speisopfer, Trankopfer und andere Opfer, ein jegliches nach seinem Tage, 38.
außer was die Sabbate des Herrn und eure Gaben und Gelübde und freiwillige
Gaben sind, die ihr dem Herrn gebt. 39. So sollt ihr nun am fünfzehnten Tage
des siebenten Monats, wenn ihr die Früchte des Landes eingebracht habt, das
Fest des Herrn halten sieben Tage lang. Am ersten Tage ist es Sabbat, und am
achten Tage ist es auch Sabbat. 40. Und sollt am ersten Tage Früchte nehmen von
schönen Bäumen, Palmenzweige und Maien von dichten Bäumen und Bachweiden und
sieben Tage fröhlich sein vor dem Herrn, eurem Gott. 41. Und sollt also dem
Herrn das Fest halten sieben Tage des Jahres. Das soll ein ewiges Recht sein
bei euren Nachkommen, daß sie im siebenten Monat also
feiern. 42. Sieben Tage sollt ihr in Laubhütten wohnen; wer einheimisch ist in
Israel, der soll in Laubhütten wohnen, 43. daß eure
Nachkommen wissen, wie ich die Kinder Israel habe lassen in Hütten wohnen, da
ich sie aus Ägyptenland führte. Ich bin der Herr, euer Gott. 44. Und Mose sagte
den Kindern Israel die Feste des Herrn.
Christus hielt alle Sabbate, Neumonde und Festtage ein. Die
apostolische Kirche hielt ebenso die Sabbate, Neumonde und Festtage (Kolosser
2:16) wie auch die Kirche seit über 2000 Jahren. Die Nationen im Millennium
werden auch die Sabbate, Neumonde und Festtage einhalten (Jesaja 66:23;
Sacharja 14:16-19).
Der gesamte Prozess der Einführung der Erwählten in das
Christentum gründet sich auf der Reihenfolge der Heiligen Tage, die für die
einen bis zur ersten und für andere bis zur zweiten Auferstehung stattfinden.
Die Heiligen Tage können nicht abgeschafft werden, bis der Letzte Große Tag
dies abschließt. Jedes Fest repräsentiert einen fortlaufenden Teil des Planes
Gottes und sind laut Erntesystem immer noch existent und fortlaufend wirksam.
1.Petr.2:5 Und auch ihr, als die
lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichem Hause
und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott angenehm
sind durch Jesum Christum.
Das moderne Christentum hält nicht an diesen Festen fest und
ist grundsätzlich ohne Richtung oder Verständnis für den biblischen Plan. Die
modernen Kirchen missachten die Anleitungen, die laut der Bibel (der Grundlage
der jüdisch-christlichen Religion) in der Entstehungsgeschichte im 1. Buch Mose
von Gott durch Moses und seine Diener die Propheten gegeben wurden. Diese
Gesetze gehen auf die Führung des Glaubens ein und formulieren ausdrücklich
seine Feste.
Die Feste sind daher von Gott Christus gegeben und Christus
erhält und vollzieht diese Strukturen innerhalb seiner Kirche und letztendlich
überall in den Nationen und zum Wohle der jahrtausendealten Struktur. Christus
ist der Gleiche gestern, heute und morgen (Hebräer 13:8). Gott ist
unveränderlich (Maleachi 3:6; Jakobus 1:17). Sie beide verändern sich nicht und
deshalb verändern sich auch die Tage nicht, die sie für heilig erklären.
Die Heiligen Tage und die Sabbate wurden bewusst eingeführt.
Dies ist ein Versprechen, dass Gott selbst durch die Propheten gemacht hat.
Gott sprach durch den Propheten Amos und verglich Israel an den letzten Tagen
mit einem Korb voller Sommerfrüchte (Amos 8:1 ff.). Das Scheitern, Gott zu
gehorchen ist das Schlüsselelement. Die Bestrafung für dieses Scheitern ist,
dass die Sabbate und Festtage in Trauertage geändert wurden. Diesem folgt das
Hungern, nach dem Wort Jehovahs (Amos 8:11-14). Wenn das Volk das Wesen des
einzig wahren Gottes nicht versteht, muss es bestraft werden (Hosea 8:5-9).
Die Erwählten werden von ihrer Kenntnis des einzig wahren
Gottes beurteilt, von dem das Verständnis des Gesetzes ausgeht und sich im
Herzen und Verstand des Einzelnen verankert.
Das Problem ist nicht der Sabbat oder die Feste oder das
Gesetz, sondern der Umstand, dass Gott der einzig wahre Gott ist (Johannes
17:3; 1 Johannes 5:20) und dass einzig er unsterblich ist (1 Timotheus 6:16).
Man kann den Sabbat einhalten und trotzdem ein Häretiker sein. Wenn wir diese
Wahrheit nicht einsehen, sollten wir vom Kreis der Erwählten ausgeschlossen
werden, denn wir sind wahnhaft und glauben einer Lüge (2 Tessalonicher
2:11).
(Cox, W.E., “N” Die heiligen Tage Gottes
(Nr. 097) CCG, 1995-2007, S. 2,5,6,7,8,11).
Spenden zu den Feierlichkeiten
“Teil der Vorbereitungen für all diese Feste ist es, zu
überdenken, mit welchen Segnungen uns der Heilige Vater beschenkt hat und dies
mit einer Spende zurückzuzahlen. Wir können nicht einfach beim Fest auftauchen
und eine Augenblicksentscheidung treffen, gemessen daran, was wir gerade in der
Tasche haben oder gar einen Scheck schreiben und meinen, wir hätten unser Soll
als Christ erfüllt.
2 Korinther 9:7 Ein jeglicher nach
seiner Willkür, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber
hat Gott lieb.
Wir müssen bedenken, was Gott für uns getan hat und ihm eine
angemessene Spende geben.
5 Mose 16:17 ein jeglicher nach der
Gabe seiner Hand, nach dem Segen, den dir der Herr, dein Gott, gegeben hat.
Dreimal im Jahr bittet uns Gott an der Stelle
zusammenzukommen, an dem er seinen Namen gesetzt hat und wir sollten nicht mit
leeren Händen erscheinen.
5 Mose 16:16 Dreimal des Jahres soll
alles, was männlich ist unter dir, vor dem Herr, deinem Gott, erscheinen, an
der Stätte, die der Herr erwählen wird: aufs Fest der ungesäuerten Brote, aufs
Fest der Wochen und aufs Fest der Laubhütten; sie sollen aber nicht leer vor
dem Herrn erscheinen,
Der Begriff “der von ihm gewählte Platz” wurde mit der Zeit
abgewandelt und ist abhängig vom Platz der Nationen, die Gott uns hinterlassen
hat. Die Feste werden in den Nationen gefeiert, die uns gegeben wurden und sind
nicht abhängig von Jerusalem (Cox, W.E., “O” Die Spende (Nr. 275)” CCG, 2006, S. 2,3).
Die Gesetzgebung bezüglich der Sammlung findet sich in 2
Mose 23:17-19.
2 Mose 23:17-19 Dreimal im Jahre
soll erscheinen vor dem Herrn, dem Herrscher, alles, was männlich ist unter
dir. 18. Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig opfern, und
das Fett von meinem Fest soll nicht bleiben bis auf morgen. 19. Die Erstlinge
von der ersten Frucht auf deinem Felde sollst du bringen in das Haus des Herrn,
deines Gottes. Und sollst das Böcklein nicht kochen in
seiner Mutter Milch.
Das “Fett” symbolisiert das Gute beim Fest, das wir uns
leisten, wie z.B. gutes Essen. Es heißt nicht, dass Fett zum Fest verzehrt
werden darf, was per Gesetz verboten ist, (vergl. 3 Mose 3:17). Der gleiche
Begriff findet sich unter 1 Mose 45:18 und Nehemia 8:10.
3 Mose 3:17 Das sei eine ewige Sitte
bei euren Nachkommen in allen Wohnungen, daß ihr kein
Fett noch Blut esset.
Per Gesetz sollen drei
mal im Jahr Spenden erbracht werden – nicht zu jedem Heiligen
Tag. Auch soll die Sammlung am ersten Abend eines jeden Festes beginnen, es
kann nicht erst am Morgen beginnen. Dafür gibt es gute Gründe: die Armen und
die Leviten mussten essen und die Vorbereitungen fanden vor dem Fest statt. Der
Messias wird diese Ordnung im Millennium in Kraft setzen, aber es ist schon
jetzt Teil von Gottes Gesetz” (siehe auch das Studienpapier: Die Opfer (Nr. 139)).
Das Posaunenfest findet in 5 Mose 16 keine Erwähnung. Es ist
gleichwohl verboten am Großen Versöhnungstag zu spenden. Die Regel besagt drei mal und so ist es
auch. Dies ist an die drei Ernten Gottes gebunden: Der Messias als
Garbenbündel, während der Tage der ung. Brote; die
Erwählten der Ersten Auferstehung (die Weizenernte zu Pfingsten), und die
eigentliche Herbsternte zum Laubhüttenfest.
Wöchentliche Sammlungen in der Kirche sind gegen das Gesetz
Gottes. Eine Sammlung bezog sich auf den ersten Tag der Woche, einen
Sonntag, die von Paulus angefordert wurde. Dies war keine Einführung des
Gottesdienstes am Sonntag oder von wöchentlichen Spenden (1 Korinther 16:2-4)”
(Cox, W.E. “P” “Verzehntung (Nr. 161)” , CCG, 1996-2007, pp. 12,13).
Die benötigten Spenden wurden je nach Notwendigkeit in
geistliche Opfer zu den Heiligen Tagen abgeändert, vom Sabbat zu den Neumonden
und zu den Festen. Die Opfergaben laut Gesetzgebung wurden durch eine spezielle
Steuer ermöglicht, die durch die nationale Autorität festgelegt wird. Die
Steuer des Prinzen wird im Studienpapier “Verzehntung (Nr. 161)” näher erläutert.
Hesekiel 45:14-17 Und vom Öl sollt
ihr geben je den zehnten Teil eines Bath vom Kor,
welches zehn Bath oder ein Homer ist; denn zehn Bath machen einen Homer. 15.
Und je ein Lamm von zweihundert Schafen aus der Herde auf der Weide Israels zum
Speisopfer und Brandopfer und Dankopfer, zur Versöhnung für sie, spricht der
Herr. 16. Alles Volk im Lande soll solches Hebopfer
zum Fürsten in Israel bringen. 17. Und der Fürst soll die Brandopfer,
Speisopfer und Trankopfer ausrichten auf die Feste, Neumonde und Sabbate, auf
alle Feiertage des Hauses Israel; er soll die Sündopfer
und Speisopfer, Brandopfer und Dankopfer tun zur Versöhnung für das Haus
Israel.
Diese Spende war ein Zehntel von einem Zehnt Öl und ein
halber Zehntel von einem Zehnt der Fleischspenden. Der
Prinz sammelte diese für die Spenden zum Sabbat, Neumond und der Heiligen Tage.
Demnach ist es nicht korrekt zu behaupten, dass der Zehnte mit den Spenden
abgeschafft wurde, denn für sie wurde ja offensichtlich separat gesorgt” (Cox,
“F”, siehe oben, S. 5).
4 Mose 31:50-54 Darum bringen wir
dem Herrn Geschenke, was ein jeglicher gefunden hat von
goldenem Geräte, Ketten, Armgeschmeide, Ringe, Ohrenringe und Spangen, daß unsere Seelen versöhnt werden vor dem Herrn. 51. Und
Mose samt dem Priester Eleasar nahm von ihnen das Gold von allerlei Gerät. 52.
Und alles Goldes Hebe, das sie dem Herrn hoben, war sechzehntausend und
siebenhundertfünfzig Lot von den Hauptleuten über tausend und hundert. 53. Denn
die Kriegsleute hatten geraubt ein jeglicher für sich. 54. Und Mose mit
Eleasar, dem Priester, nahm das Gold von den Hauptleuten über tausend und
hundert, und brachten es in die Hütte des Stifts zum Gedächtnis der Kinder
Israel vor dem Herrn.
Der Zehnte vom Zehnten wurde dem Hohepriester für die
Instandhaltung des Tempels und seiner Administration gegeben (2 Könige 12:1-19;
22:5-6; Esra 6:8).
Das Sabbatjahr und die Landruhe:
Dies beinhaltet:
Im siebten Jahr oder Sabbatjahr sollen wir an jedem Tag des
Laubhüttenfestes das Gesetz Gottes lesen (5 Mose 31:10-13; Nehemia 7:73;
8:1-18).
5 Mose 30:10 darum daß du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchest, zu
halten seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes,
so du dich wirst bekehren zu dem Herrn, deinem Gott, von ganzem Herzen und von
ganzer Seele.
Der Begriff für das Gesetzbuch versteht sich als Torah
oder Torah-Rolle. Bullinger zieht einen ähnlichen Vergleich und weist
zudem auf 2 Könige 22:8 und 23:25 und 2 Mose 17:14 hin. 2.Könige 22:8-13 im
Vergleich zu 23:25 zeigt, dass das gesamte Gesetzbuch studiert werden musste
und wenn dies nicht geschah, wurde das Volk bestraft (siehe 14 ff.).
In Nehemia sehen wir, dass das Gesetz täglich gelesen werden
sollte und es demnach nicht in Ordnung sei, es nur am Letzten Großen Tag oder
einem anderen alleinigen Tag zu studieren. Das Fest wurde entlang des Gesetzes
eingehalten und der achte Tag sei ein feierlicher Tag der Versammlung als
Letzter Großer Tag (vergl. 3 Mose 23:36; 4 Mose 29:35 ff.) mit seinen
besonderen Opfergaben (vergleiche Soncino).
Das Studieren des Gesetzbuches verhindert den Eingriff in
Traditionen und unterstützt die Wiederherstellung des Ablassjahrs und des
Landsabbats. Es geschieht zudem nach Gottes Willen, bekräftigt unser Volk und
ist visionär für den Heilsplan” (siehe:
“Das Studieren des
Gesetzes mit Esra und Nehemia (Nr. 250)” CCG, 1998-2007, S. 11).
Die Landruhe
“Das Sabbatjahr verlangt, dass das Land eine Pause vom
gewerblichen Nutzen macht. Die Gesetzgebung laut 3 Mose 25:1-7 verbietet das
Bepflanzen der Felder oder Beschneiden der Weinstöcke oder Olivenbäume (2 Mose
23:10). Der Ertrag der Felder und die Trauben der unbeschnittenen Weinstöcke
dürfen im siebten Jahr nicht aufgesammelt werden. Diese sollen von den
Besitzern, dem Haushalt oder den Bedürftigen als Nahrung verwendet werden. Das
Land ist somit davon befreit bebaut und bearbeitet zu werden und es wird nur
das wachsen lassen, was es selber will” (Cox, “P”, siehe oben, S. 13).
Alles Land gehört Gott und es soll nicht dauerhaft verkauft
werden. Wir alle sind Gottes Pächter.
Hesekiel 29:9 Und Ägyptenland soll
zur Wüste und Öde werden, und sie sollen erfahren, daß
ich der Herr sei, darum daß du sprichst: Der
Wasserstrom ist mein, und ich bin's, der's tut.
Wenn das Land verdorben ist, bestraft Gott das Land und
speit seine Bewohner aus.
3 Mose 18:25-30 und das Land ist
dadurch verunreinigt. Und ich will ihre Missetat an ihnen heimsuchen, daß das Land seine Einwohner ausspeie. 26. Darum haltet
meine Satzungen und Rechte, und tut dieser Greuel
keine, weder der Einheimische noch der Fremdling unter euch; 27.
denn alle solche Greuel haben die Leute dieses Landes
getan, die vor euch waren, und haben das Land verunreinigt; 28. auf daß euch nicht auch das Land ausspeie, wenn ihr es
verunreinigt, gleich wie es die Heiden hat ausgespieen,
die vor euch waren. 29. Denn welche diese Greuel tun,
deren Seelen sollen ausgerottet werden von ihrem Volk. 30. Darum haltet meine
Satzungen, daß ihr nicht tut nach den greulichen Sitten, die vor euch waren, daß
ihr nicht damit verunreinigt werdet; denn ich bin der Herr, euer Gott.
Das Gesetz Gottes zu brechen führt zu Bestrafungen. Die
Strafe dafür, wenn wir nicht hören wollen steht
unter 3 Mose 26:14-33.
3.Mose 26:14-33 Werdet ihr mir aber
nicht gehorchen und nicht tun diese Gebote alle 15. und werdet meine Satzungen
verachten und eure Seele wird meine Rechte verwerfen, daß
ihr nicht tut alle meine Gebote, und werdet meinen Bund brechen, 16. so will
ich euch auch solches tun: ich will euch heimsuchen mit Schrecken, Dürre und
Fieber, daß euch die Angesichter verfallen und der
Leib verschmachte; ihr sollt umsonst euren Samen säen, und eure Feinde sollen
ihn essen; 17. und ich will mein Antlitz wider euch stellen, und sollt
geschlagen werden vor euren Feinden; und die euch hassen, sollen über euch
herrschen, und sollt fliehen, da euch niemand jagt. 18. So ihr aber über das
noch nicht mir gehorcht, so will ich's noch siebenmal mehr machen, euch zu
strafen um eure Sünden, 19. daß ich euren Stolz und
eure Halsstarrigkeit breche; und will euren Himmel wie Eisen und eure Erde wie
Erz machen. 20. Und eure Mühe und Arbeit soll verloren sein, daß euer Land sein Gewächs nicht gebe und die Bäume des
Landes ihre Früchte nicht bringen. 21. Und wo ihr mir entgegen wandelt und mich
nicht hören wollt, so will ich's noch siebenmal mehr machen, auf euch zu
schlagen um eurer Sünden willen. 22. Und will wilde Tiere unter euch senden,
die sollen eure Kinder fressen und euer Vieh zerreißen und euer weniger machen,
und eure Straßen sollen wüst werden. 23. Werdet ihr euch aber damit noch nicht
von mir züchtigen lassen und mir entgegen wandeln, 24. so will ich euch auch
entgegen wandeln und will euch noch siebenmal mehr schlagen um eurer Sünden
willen 25. und will ein Racheschwert über euch bringen, das
meinen Bund rächen soll. Und ob ihr euch in eure Städte versammelt, will ich
doch die Pestilenz unter euch senden und will euch in eurer Feinde Hände geben.
26. Dann will ich euch den Vorrat des Brots verderben, daß
zehn Weiber sollen in einem Ofen backen, und euer Brot soll man mit Gewicht
auswägen, und wenn ihr esset, sollt ihr nicht satt werden. 27. Werdet ihr aber
dadurch mir noch nicht gehorchen und mir entgegen wandeln, 28. so will ich euch
im Grimm entgegen wandeln und will euch siebenmal mehr strafen um eure Sünden,
29. daß ihr sollt eurer Söhne und Töchter Fleisch
essen. 30. Und will eure Höhen vertilgen und eure Sonnensäulen ausrotten und
will eure Leichname auf eure Götzen werfen, und meine Seele wird an euch Ekel
haben. 31. Und will eure Städte einreißen und will euren süßen Geruch nicht
riechen. 32. Also will ich das Land wüst machen, daß
eure Feinde, so darin wohnen, sich davor entsetzen werden. 33. Euch aber will
ich unter die Heiden streuen, und das Schwert ausziehen hinter euch her, daß euer Land soll wüst sein und eure Städte verstört.
Auch, wie wir im vierten Jahr sehen, wird alles Obst als
heilig betrachtet und wird den Priestern als Spende für den Herrn überreicht.
4 Mose 5:9-10 Desgleichen soll alle
Hebe von allem, was die Kinder Israel heiligen und dem Priester opfern, sein sein. 10. Und wer etwas heiligt, das soll auch sein sein; und wer etwas dem Priester gibt, das soll auch sein sein.
Das Einhalten des Landsabbats ist wichtig für das
weitergehende Wohl des Volkes. Die Strafe dafür, das Gesetz, die Landsabbate
und das Jubeljahr nicht einzuhalten ist Gefangenschaft (3 Mose 26:33-35).
Judas wurde in Gefangenschaft gesandt, weil sein Wille das
Gesetz zu halten nicht vorhanden war. Landsabbate wurden nicht gehalten und das
Jubeljahr wurde insofern entweiht, als dass die Juden im siebten Jahr den
Besitz an Dritte
verkauften, und dann im Folgejahr zurückverlangten. Dasselbe gilt
für Besitz, der zu Festen verkauft und danach zurückgekauft oder vermietet
wurde. Diese Praxis verspottet Gott.
2.Chronik 36:20-21 Und er führte weg
gen Babel, wer vom Schwert übriggeblieben war, und sie wurden seine und seiner
Söhne Knechte, bis das Königreich der Perser aufkam, 21. daß
erfüllt würde das Wort des Herrn durch den Mund Jeremia's,
bis das Land an seinen Sabbaten genug hätte. Denn die ganze Zeit über, da es
wüst lag, hatte es Sabbat, bis daß siebzig Jahre voll
wurden.
Judah kümmerte sich für mehr als 70 Jahr-Wochen nicht um die
Sabbate oder das Gesetz, dass heißt ab der Erbauung
des Tempels Salomons, einer Periode in der Geschichte Israels, die vom zweiten
Cherub in Hesekiels Vision angedeutet wurde. Es soll hier auch angemerkt
werden, dass das Volk, welches Juda zerstörte,
hinterher auch zerstört wurde und Juda hinterher
wiederkehrte” (siehe das Studienpapier: “Die Bedeutung von
Hesekiels Vision (Nr. 108)”, CCG, 1995-2008, pp. 3,4).
Wie versprochen kehrten sie ins Gelobte Land zurück, nachdem
das Land seine versäumten Sabbate nachholen konnte.
Jeremia 29:10 Denn so spricht der
Herr: Wenn zu Babel siebzig Jahre um sind, so will ich euch besuchen und will
mein gnädiges Wort über euch erwecken, daß ich euch
wieder an diesen Ort bringe.
Die verschiedenen Erben der Stämme Israels werden in Josua Kapitel 14-19 genannt.
Josua 18:1-9 Und es versammelte sich die ganze
Gemeinde der Kinder Israel gen Silo und richteten daselbst
auf die Hütte des Stifts, und das Land war ihnen unterworfen. 2. Und es waren
noch sieben Stämme der Kinder Israel, denen sie ihr Erbteil nicht ausgeteilt
hatten. 3. Und Josua sprach zu den Kinder Israel: Wie lange seid ihr so lasch, daß ihr nicht hingeht, das Land einzunehmen, das euch der
Herr, euer Väter Gott, gegeben hat? 4. Schafft euch aus jeglichem Stamm drei
Männer, daß ich sie sende und sie sich aufmachen und
durchs Land gehen und es aufschreiben nach ihren Erbteilen und zu mir kommen.
5. Teilt das Land in sieben Teile. Juda soll bleiben
auf seiner Grenze von Mittag her, und das Haus Josephs soll bleiben auf seiner
Grenze von Mitternacht her. 6. Ihr aber schreibt die sieben Teile der Lande auf
und bringt sie zu mir hierher, so will ich euch das Los werfen hier vor dem
Herrn, unserm Gott. 7. Denn die Leviten haben kein Teil unter euch, sondern das
Priestertum des Herrn ist ihr Erbteil. Gad aber und Ruben und der halbe Stamm
Manasse haben ihr Teil genommen jenseits des Jordans, gegen Morgen, das ihnen
Mose, der Knecht Gottes, gegeben hat. 8. Da machten sich die Männer auf, daß sie hingingen; und Josua gebot ihnen, da sie hin
wollten gehen, das Land aufzuschreiben, und sprach: Gehet hin und durchwandelt
das Land und schreibt es auf und kommt wieder zu mir, daß
ich euch hier das Los werfe vor dem Herrn zu Silo. 9. Also gingen die Männer
hin und durchzogen das Land und schrieben es auf in einen Brief nach den
Städten in sieben Teile und kamen zu Josua ins Lager gen Silo.
Die Zufluchtsstädte (48 insgesamt) wurden in dieser
Übertragung der Stammeserbe miteinbezogen.
Josua 20:2-9 Sage den Kindern
Israel: Gebt unter euch Freistädte, davon ich durch Mose euch gesagt habe, 3.
dahin fliehen möge ein Totschläger, der eine Seele unversehens und unwissend
schlägt, daß sie unter euch frei seien von dem
Bluträcher. 4. Und der da flieht zu der Städte einer,
soll stehen draußen vor der Stadt Tor und vor den Ältesten der Stadt seine
Sache ansagen; so sollen sie ihn zu sich in die Stadt nehmen und ihm Raum
geben, daß er bei ihnen wohne. 5. Und wenn der
Bluträcher ihm nachjagt, sollen sie den Totschläger nicht in seine Hände
übergeben, weil er unwissend seinen Nächsten geschlagen hat und ist ihm zuvor
nicht feind gewesen. 6. So soll er in der Stadt wohnen, bis daß
er stehe vor der Gemeinde vor Gericht, und bis daß
der Hohepriester sterbe, der zur selben Zeit sein wird. Alsdann soll der
Totschläger wiederkommen in seine Stadt und in sein Haus, zur Stadt, davon er
geflohen ist. 7. Da heiligten sie Kedes in Galiläa, auf dem Gebirge Naphthali, und Sichem auf dem Gebirge Ephraim und Kirjath-Arba,
das ist Hebron, auf dem Gebirge Juda; 8. und jenseit des Jordans, da Jericho liegt, gegen Aufgang, gaben
sie Bezer in der Wüste auf der Ebene aus dem Stamm Ruben und Ramoth in Gilead
aus dem Stamm Gad und Golan in Basan aus dem Stamm Manasse. 9. Das waren die
Städte, bestimmt allen Kindern Israel und den Fremdlingen, die unter ihnen
wohnten, daß dahin fliehe, wer eine Seele unversehens
schlägt, daß er nicht sterbe durch den Bluträcher,
bis daß er vor der Gemeinde gestanden sei.
“Die Städte, die gewählt wurden, gehörten zu denen, die den
Leviten zugeordnet wurden, wo idealerweise das Gesetz Gottes besonders bekannt
war und geehrt wurde” (Joshua 20, The NIV Study Bible,
S. 318).
Das Sabbatjahr
Wenn jemand ein persönliches Sabbatjahr nimmt, muß er nicht jede Woche arbeiten gehen, mit Ausnahme des
Sabbats, der Feste und der Heiligen Tage und den gelegentlich gestatteten
Urlauben, die zur normalen Funktionsweise der Gesellschaft notwendig sind. Das
Sabbatjahr kann dafür genutzt werden um zu studieren,
insbesondere Bibelstudien, die ohne wirtschaftlichen Nutzen sind. Wenn eine
Person ein Sabbatjahr nimmt und gar nichts tut, stünde er gesetzlich in
Konflikt mit dem vierten Gebot.
Die Bedingung sich von kommerzieller Ausbeutung des Landes
und dem jährlichen Bebauen während dieses Jahres fernzuhalten, entlastet diese
Person vom Erbringen des jährlichen Zehnten. Nicht alle Menschen sind Bauern
und relativ wenige sind abhängig vom Ertrag des Landes. In der heutigen
Gesellschaft arbeiten die meisten Menschen regulär und nur sehr wenige sind
privilegiert genug, ein bezahltes Sabbatjahr zugesprochen zu bekommen. Dies
jedoch limitiert nicht die Anwendung des Gesetzes oder die Rechte und Ansprüche
des Einzelnen vor Gericht. Es ist frei wählbar, ob man arbeitet und sein
Einkommen durch etwas anderes als das Bebauen des Landes erziehlt.
Gott versprach, dass uns in den Jahren vor dem Sabbatjahr
und dem Jubeljahr eine dreifache Ernte gegeben würde. Dies würde ausreichend
Ertrag und Einkommen geben und garantieren, dass die Sabbat- und Jubeljahre
bestehen können und auch genug Zehnter vorhanden ist.
Mit dem erhöhten Grad an Freiheit durch das Sabbatjahr wird
das Zehnten-System freier und dadurch liegt die Last, zu bestimmen, was ein
ausreichendes Einkommen ist, beim Einzelnen.
Es obliegt dem Einzelnen festzulegen, was vom zweiten
Zehnten der vorangegangenen sechs Jahre zur Seite gelegt wurde und was im
siebten Jahr zur Verfügung steht. Was im Sabbatjahr an die Kirche gezahlt wird,
wird als Spende klassifiziert” (Cox, “P”, siehe oben, S. 13,14).
Befreiung von Schulden
“Gott hat ein spezielles Gesetz erlassen, dass sich mit den
Schulden und dem
Erlassen derselben im Sabbatjahr beschäftigt. Es heißt das
“Erlassjahr”.
Es steht geschrieben:
5 Mose 15:1-17 Alle sieben Jahre sollst du ein Erlaßjahr halten. 2. Also soll's aber zugehen mit dem Erlaßjahr: wenn einer seinem Nächsten etwas borgte, der
soll's ihm erlassen und soll's nicht einmahnen von seinem Nächsten oder von
seinem Bruder; denn es heißt das Erlaßjahr des Herrn.
Wir sind dazu
verpflichtet im Sabbatjahr Schuld zu vergeben, wenn wir darum gebeten werden.
3. Von einem Fremden magst du es
einmahnen; aber dem, der dein Bruder ist, sollst du es erlassen. 4. Es sollte
allerdinge kein Armer unter euch sein; denn der Herr wird dich segnen in dem
Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird zum Erbe einzunehmen,
Jedoch dürfen wir Schuld eintreiben von denen, die nicht
unsere Brüder sind.
5. allein, daß
du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchst und haltest alle diese
Gebote, die ich dir heute gebiete, daß du danach tust. 6. Denn der Herr, dein Gott, wird dich
segnen, wie er dir verheißen hat; so wirst du vielen Völkern leihen, und du
wirst von niemandem borgen; du wirst über viele Völker herrschen, und über dich
wird niemand herrschen.
Das Gesetz Gottes genehmigt uns, fremden Nationen Geld zu
verleihen, aber wir dürfen nicht von ihnen borgen. Doch dürfen wir keinen
Wucher oder Zinsen auf diese Kredite nehmen. Gott sagt in Psalm 15:5, dass jene
Person in der Gottesgemeinde fest stehen wird, die
keinen Wucher noch Entgelt von Unschuldigen nimmt. Der, der dies tut, soll nie
wanken.
7. Wenn deiner Brüder irgend einer arm ist in irgend einer
Stadt in deinem Lande, das der Herr, dein Gott, dir geben wird, so sollst du
dein Herz nicht verhärten noch deine Hand zuhalten gegen deinen armen Bruder, 8. sondern sollst sie ihm auftun und ihm leihen, nach dem er
Mangel hat. 9. Hüte dich, daß nicht in deinem Herzen
eine böse Tücke sei, daß du sprichst: Es naht herzu
das siebente Jahr, das Erlaßjahr, und siehst einen
armen Bruder unfreundlich an und gebest ihm nicht; so wird er über dich zu dem
Herrn rufen, und es wird dir eine Sünde sein.
Wenn Menschen in Not sind, haben wir die Verpflichtung zu
leihen. “Nur weil der Sabbat ansteht, ist uns nicht gestattet harte Herzen zu
haben und unseren Brüdern nichts zu geben.
10. Sondern du sollst ihm geben und
dein Herz nicht verdrießen lassen, daß du ihm gibst;
denn um solches willen wird dich der Herr, dein Gott, segnen in allen deinen
Werken und in allem, was du vornimmst. 11. Es werden allezeit Arme sein im
Lande; darum gebiete ich dir und sage, daß du deine
Hand auftust deinem Bruder, der bedrängt und arm ist in deinem Lande. 12. Wenn
sich dein Bruder, ein Hebräer oder eine Hebräerin, dir verkauft, so soll er dir
sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr sollst du ihn frei losgeben.
Fremde und Juden besaßen das Banksystem und haben das Gesetz
Gottes unter falschen Motiven bezüglich Nachbarn, Hebräern (siehe 1-11) und
Sklaven (siehe 12) missbraucht. Die britische Monarchie hat ein Bankensystem aufgebaut um seine Kriege zu finanzieren. Dieses System ist
gegen Gottes Gesetz und wird im Millenium des Messianischen Systems verboten
werden (Cox, “P”, siehe oben, S. 14).
13. Und wenn du ihn frei losgibst,
sollst du ihn nicht leer von dir gehen lassen, 14.
sondern sollst ihm auflegen von deinen Schafen, von deiner Tenne von deiner
Kelter, daß du gebest von dem, das
dir der Herr, dein Gott, gesegnet hat. 15. Und gedenke, daß
du auch Knecht warst in Ägyptenland und der Herr, dein Gott, dich erlöst hat;
darum gebiete ich dir solches heute. 16. Wird er aber zu dir sprechen: Ich will
nicht ausziehen von dir; denn ich habe dich und dein Haus lieb (weil ihm wohl
bei dir ist), 17. so nimm einen Pfriemen und bohre ihm
durch sein Ohr an der Tür und laß ihn ewiglich dein
Knecht sein. Mit deiner Magd sollst du auch also tun.
Demnach dürfen wir borgen, aber keine Zinsen nehmen. Es ist
unmoralisch Menschen und Nationen in den Ruin zu treiben, indem man wuchert
oder Zinsen berechnet. Das Abschreiben der Schulden der Entwicklungsländer ist
somit verpflichtend für einen jeden Bibelgläubigen und jede bibelgläubige
Nation.
Jede Nation muss sich selbst entsprechend dem Gesetz Gottes
regieren und finanzieren. Wenn sie sich als Gruppe nicht finanzieren können,
leben sie über ihren Mitteln.
Es ist notwendig, dass alle Nationen danach streben, sich
selbst zu finanzieren und nicht grundsätzlich andere um finanzielle Hilfe
bitten. Wir können nicht unsere eigenen Leute durch Wucher und
gemeinschaftliche Versklavung bestrafen. Jeder von uns wird danach beurteilt,
wie wir uns gegenüber einander verhalten, sowohl als
Person als auch als Nation.
Derart, wie die Welt zur Zeit
aufgebaut ist, mit ihrer gemeinschaftlichen Struktur, ist sie untragbar. Durch
das ungerechte System wird sie unter ihrer eigenen Last zusammenbrechen. Gott
wird erlauben, dass sie zusammenbricht und er wird sie
am Ende unter seinem Gesetz wieder aufbauen.
Ohne Wucher und mit Gottes Gesetz können wir Wohlstand
kreieren und sicher leben. Wenn wir gegen das System arbeiten, entsteht
Ungleichheit. Das Gesetz Gottes und sein System arbeiten mit Verpflichtungen
und nicht nach Rechten.
http://www.ccg.org/_domain/ccg.org/Sabbath/2005/S_07_09_05.htm
Von den Auszügen unten sehen wir, dass die Geldleihe unter
Verzinsung laut Altem Testament verboten ist. Es dürfen kein Geld, Provisionen
oder Anlagen angenommen werden. “Anteile sind Summen, die für den Gebrauch von
geliehenem Geld oder der Unterlassung einer Schuld gezahlt werden“ (Macquarie
ABC Dictionary).
2 Mose 22:25 Wenn du Geld leihst einem aus meinem Volk, der arm ist bei dir, sollst du
ihn nicht zu Schaden bringen und keinen Wucher an ihm treiben.
3 Mose 25:36-37 und sollst nicht Zinsen von ihm nehmen noch Wucher, sondern
sollst dich vor deinem Gott fürchten, auf daß dein
Bruder neben dir leben könne. 37. Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf Zinsen
leihen noch deine Speise auf Wucher austeilen.
5 Mose 23:19 Du sollst von deinem
Bruder nicht Zinsen nehmen, weder Geld noch mit Speise noch mit allem, womit
man wuchern kann.
Wucher/Anteile ist tokos
(SHD 5110) und wird im Neuen Testament zweimal gebraucht: in Matthäus 25:27 und
Lukas 19:23, in der Parabel der Talente.
Matthäus 25:27 So solltest du mein
Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das
Meine zu mir genommen mit Zinsen.
Christus hat in diesen Schriften das Annehmen von Anteilen
nicht gebilligt. Die Kommentare von Christus beziehen sich auf das Königreich
Gottes und nicht auf Geld.
Das Verleihen von Geld mit Profit ist Wucher und Diebstahl
und Gott verurteilt diese Praktik und die Menschen, die sie betreiben. Unter
der Herrschaft des Messias wird jede Person, die etwas verleiht und dafür
Anteile berechnet, verurteilt und dazu gezwungen, entsprechend den Bestrafungen
für Diebstahl und unehrliche Bereicherung zu büßen. (Siehe auch das
Studienpapier “Das Gesetz und das achte
Gebot (Nr. 261)”).
Das Jubeljahr
Als Adam und Eva sündigten wurden sie nicht nur vom Paradies
verbannt, sondern Gott verfluchte das Land, auf dem sie lebten und von dem sie
essen würden (1 Mose 3:17-18). Um jedoch alle Menschen und die Erde zu schützen
bis der Messias alles am Ende der 7000 Jahre wiederhergestellt Gott übergibt,
wurde das Jubeljahr eingeführt. Das System des Jubeljahrs kommt dem gesamten
Planeten zugute, wenn wir Gottes Gesetz folgen.
Das gesamte Kalendersystem basiert auf dem Jubeljahr. Das
Jubeljahr ist ein 50-Jahres Zyklus, welcher sich in der Errichtung des Tempels,
der Kirche und der Bibelstruktur widerspiegelt. Es besteht aus sieben Zyklen à
sieben Jahren. Das Jubeljahr symbolisiert das Leben des Menschen und seinem
fünfzig Jahre währenden Wachstum.
Das Jubeljahr wird gezählt ab dem Großen Versöhnungstag im
49. Jahr bis zum Großen Versöhnungstag des 50. Jahres, wenn alles Land zu
seinen Stammesahnen zurückgeht bzw. zurückgegeben wird. Alle Landwerte werden
auf dieser Basis berechnet (3 Mose 25:15). Dieses Jahr wird gehalten und zum
Jubeljahr wird geblasen am großen Versöhnungstag im Jahr 49 (3.Mose 25,8-9),
und dann wird es heilig gehalten für ein Jahr, bis wieder zum
Versöhnungstag im 50. Jahr (3.Mose 25,9-13), so dass das Land besät werden kann
für die Frühlingsernte im ersten Jahr des nächsten Jubeljahrzyklus.
Dieses jahr (das 50te) ist ein achtel
normales Jahr des Zyklus (3.Mose25,22) (Cox, W.E., “P”, op. cit.,
pp. 27, 28).
Der Begriff heilig (SHD 6944, kodesh)
hat eine Bedeutung und diese ist ‘für Gott bestimmt’. Die Redewendung iss was es abwirft
bedeutet, davon zu essen, was der gesetzmäßige Anstieg der dreifachen Ernte von
vor dem Sabbatjahr einbrachte und eingelagert wurde.
Die selbe Art von Vorsorge und Vorbereitung
für die Sabbatjahre ergibt sich auch für die Jubeljahre und geht sogar bis zu
den dreifachen Ernten im Jahr vor dem siebten Sabbatjahr im Jubeljahrzyklus
zurück. In diesem Jahr sorgt Gott für die nächsten zwei Heiligen Jahre vor.
Somit gibt es sozusagen im 49. Jahr
eine dreifache Ernte, so dass die zwei Jahre Sabbat- und Jubeljahr eingehalten
werden können (vergleiche 3 Mose 25:18-22).
Dieser Prozess kommt alle sieben Jahre vor, wobei
normalerweise eine zweifache Ernte versprochen wird. Nur im siebten Zyklus wird
eine dreifache Ernte vorausgesagt. Im Jubeljahr, also dementsprechend im achten
Jahr im Zyklus, ist die Aussaat ab dem Großen Versöhnungstag für die Ernte zum
Passafest des neunten Jahres vorgesehen.
Gott vergibt physische Segnungen an Israel, wenn es seinen
Befehlen gehorcht. Er segnet Israel, wenn es mit Weisheit und Verständnis und
Kraft in dem Heiligen Geist vorangeht (Cox, „B“, siehe oben, S. 6).
Alles gehört Gott (siehe auch 3 Mose 11:2, 11, 21).
2 Mose 19:5 Werdet ihr nun meiner
Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor
allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.
Die Leviten hatten keinerlei Zuteilung oder Erbschaft in
Israel. Städte und Weideland wurden für die Leviten zur Verfügung gestellt,
genau wie auch der Zehnte und
die Opfergaben.
5 Mose 18:1-8 Die Priester, die
Leviten des ganzen Stammes Levi, sollen nicht Teil noch Erbe haben mit Israel.
Die Opfer des Herrn und sein Erbteil sollen sie essen. 2. Darum sollen sie kein
Erbe unter ihren Brüdern haben, daß der Herr ihr Erbe
ist, wie er ihnen geredet hat. 3. Das soll aber das Recht der Priester sein an
dem Volk, an denen, die da opfern, es sei Ochse oder Schaf, daß
man dem Priester gebe den Arm und beide Kinnbacken und den Wanst 4. und die
Erstlinge deines Korns, deines Mostes und deines Öls und die Erstlinge von der
Schur deiner Schafe. 5. Denn der Herr, dein Gott, hat ihn erwählt aus allen
deinen Stämmen, daß er stehe am Dienst im Namen des
Herrn, er und seine Söhne ewiglich. 6. Wenn ein Levit kommt aus irgend einem deiner Tore oder sonst irgend aus ganz Israel,
da er Gast ist, und kommt nach aller Lust seiner Seele an den Ort, den der Herr
erwählen wird, 7. daß er diene im Namen des Herrn,
seines Gottes, wie alle seine Brüder, die Leviten, die daselbst
vor dem Herr stehen: 8. die sollen gleichen Teil zu essen haben, ohne was einer
hat von dem verkauften Gut seiner Väter.
Die Töchter von Zelophehad, der starb und keinen Sohn
hinterließ, waren in Sorge über ihre Erbschaft und ihres Vaters Name im Klan.
4 Mose 27:1-11 Und die Töchter Zelophehads, des Sohnes Hephers,
des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, unter den
Geschlechtern Manasses, des Sohnes Josephs, mit Namen Mahela,
Noa, Hogla, Milka und
Thirza, kamen herzu 2. und traten vor Mose und vor Eleasar, den Priester, und
vor die Fürsten und die ganze Gemeinde vor der Tür der Hütte des Stifts und
sprachen: 3. Unser Vater ist gestorben in der Wüste und war nicht mit unter der
Gemeinde, die sich wider den Herrn empörte in der Rotte Korahs, sondern ist an
seiner Sünde gestorben, und hatte keine Söhne. 4. Warum soll denn unsers Vaters
Name unter seinem Geschlecht untergehen, weil er keinen Sohn hat? Gebt uns auch
ein Gut unter unsers Vaters Brüdern! 5. Mose brachte ihre Sache vor den Herrn.
6. Und der Herr sprach zu ihm: 7. Die Töchter Zelophehads
haben recht geredet; du sollst ihnen ein Erbgut unter ihres Vaters Brüdern
geben und sollst ihres Vaters Erbe ihnen zuwenden. 8. Und sage den Kindern
Israel: Wenn jemand stirbt und hat nicht Söhne, so sollt ihr sein Erbe seiner
Tochter zuwenden. 9. Hat er keine Tochter, sollt ihr's seinen Brüdern geben.10.
Hat er keine Brüder, sollt ihr's seines Vaters Brüdern geben. 11. Hat er nicht
Vatersbrüder, sollt ihr's seinen nächsten Blutsfreunden geben, die ihm
angehören in seinem Geschlecht, daß sie es einnehmen.
Das soll den Kindern Israel ein Gesetz und Recht sein, wie der Herr dem Mose
geboten hat.
Wie wir oben sehen, bleibt nach der Beratschlagung von Moses
mit Gott das Erbe des Vaters in den Händen der Töchter. Deren zukünftige
Ehemänner würden den Familiennamen der Töchter annehmen. Die Vererbung basiert
auf der familiären Abstammung.
Gott adoptierte Israel als seinen Erstgeborenen (2 Mose
4:22). Deshalb sind
alle Erstgeborenen Israels seine Kinder.
2 Mose 13:2 Heilige mir alle
Erstgeburt, die die Mutter bricht bei den Kindern Israel, unter den Menschen
und unter dem Vieh; denn sie sind mein.
Die Erstgeborenen sind zurückzugeben. Das Erstgeborene von
Rudeltieren könnte zurückgegeben werden, indem man beispielsweise ein Lamm
opfert. Menschen wurden dem Herrn durch ihr Leben geweiht, nicht durch ihren
Tod (siehe auch 2 Mose 13:13, The NIV Study Bible,
S. 105).
2 Mose 13:13-22 Die Erstgeburt vom Esel sollst du
lösen mit einem Schaf; wo du es aber nicht lösest, so brich ihm das Genick.
Aber alle erste Menschengeburt unter deinen Söhnen sollst du lösen. 14. Und
wenn dich heute oder morgen dein Kind wird fragen: Was
ist das? sollst du ihm sagen: Der Herr hat uns mit mächtiger Hand aus Ägypten,
von dem Diensthause, geführt. 15. Denn da Pharao hart war, uns loszulassen,
erschlug der Herr alle Erstgeburt in Ägyptenland, von der Menschen Erstgeburt
an bis an die Erstgeburt des Viehs. Darum opfre ich dem Herrn alles, was die
Mutter bricht, was ein Männlein ist, und die Erstgeburt meiner Söhne löse
ich.16. Das soll dir ein Zeichen in deiner Hand sein und ein Denkmal vor deinen
Augen; denn der Herr hat uns mit mächtiger Hand aus Ägypten geführt. 17. Da nun
Pharao das Volk gelassen hatte, führte sie Gott nicht auf der Straße durch der
Philister Land, die am nächsten war; denn Gott gedachte es möchte das Volk
gereuen, wenn sie den Streit sähen, und sie möchten wieder nach Ägypten
umkehren. 18. Darum führte er das Volk um auf die Straße durch die Wüste am
Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerüstet aus Ägyptenland. 19. Und Mose
nahm mit sich die Gebeine Josephs. Denn er hatte einen Eid von den Kindern
Israel genommen und gesprochen: Gott wird euch heimsuchen; so führt meine
Gebeine mit euch von hinnen. 20. Also zogen sie aus von Sukkoth
und lagerten sich in Etham, vorn an der Wüste. 21. Und der Herr zog vor ihnen
her, des Tages in einer Wolkensäule, daß er den
rechten Weg führte, und des Nachts in einer Feuersäule, daß
er ihnen leuchtete, zu reisen Tag und Nacht. 22. Die Wolkensäule wich nimmer
von dem Volk des Tages noch die Feuersäule des Nachts.
Der Erstgeborene oder älteste Sohn erbt einen doppelten
Anteil des Erbes (vergleiche 5 Mose 21:15-17).
Hesekiel spricht über den vererbbaren Besitz von Land.
Familienerbschaften sind durch das Jubeljahrsystem geschützt und niemand wird
geknechtet oder enteignet.
Hesekiel 46:16-18 So spricht der Herr: Wenn der Fürst
seiner Söhne einem ein Geschenk gibt von seinem Erbe, dasselbe soll seinen
Söhnen bleiben, und sie sollen es erblich besitzen. 17. Wo er aber seiner
Knechte einem von seinem Erbteil etwas schenkt, das sollen sie besitzen bis
aufs Freijahr und soll alsdann dem Fürsten wieder
heimfallen; denn sein Teil soll allein auf seine Söhne erben. 18. Es soll auch
der Fürst dem Volk nichts nehmen von seinem Erbteil noch sie aus ihren Gütern
stoßen, sondern soll sein eigenes Gut auf seine Kinder vererben, auf daß meines Volks nicht jemand von seinem Eigentum zerstreut
werde.
Wir werden daran erinnert, dass es für das Versäumen des
Jubeljahrs ernstzunehmende Strafen gibt.
Jeremia 34:17 Darum spricht der Herr
also: Ihr gehorchtet mir nicht, daß ihr ein Freijahr ausriefet ein jeglicher seinem Bruder und seinem
Nächsten; siehe, so rufe ich, spricht der Herr, euch ein Freijahr
aus zum Schwert, zur Pestilenz, zum Hunger, und will euch in keinem Königreich
auf Erden bleiben lassen.
Wie oben deutlich wird, beschützt das Erbschaftssystem
basierend auf der Jubeljahrstruktur die Nachkommen einer Familie. Jedoch kamen
durch den Fall der Töchter Zelophehads (die ihres
Vaters Land erben durften, vergleiche 4 Mose 27:1-11) weitere Fragen auf, wie
etwa, was mit dem Land der Familie geschehen würde, wenn sie in andere Stämme
einheiraten würden.
4 Mose 36:1-4 Und die obersten Väter des Geschlechts der
Kinder Gileads, des Sohnes Machirs, der Manasses Sohn war, von den
Geschlechtern der Kinder Joseph, traten herzu und redeten vor Mose und vor den
Fürsten, den obersten Vätern der Kinder Israel, 2. und sprachen: Meinem Herrn
hat der Herr geboten, daß man das Land zum Erbteil
geben sollte durchs Los den Kindern Israel; auch ward meinem Herrn geboten von
dem Herrn, daß man das Erbteil Zelophehads,
unsers Bruders, seinen Töchtern geben soll. 3. Wenn sie jemand aus den Stämmen
der Kinder Israel zu Weibern nimmt, so wird unserer Väter Erbteil weniger
werden, und so viel sie haben, wird zu dem Erbteil kommen des Stammes, dahin
sie kommen; also wird das Los unseres Erbteils verringert. 4. Wenn nun das
Halljahr der Kinder Israel kommt, so wird ihr Erbteil zu dem Erbteil des
Stammes kommen, da sie sind; also wird das Erbteil des Stammes unserer Väter
verringert, so viel sie haben.
Die Entscheidung war, dass eine jede Tochter, die ihren
Vater beerbt hatte, innerhalb des Stammes heiraten musste, um die Familie und
den Stamm zu beschützen.
4 Mose 36:5-9 Mose gebot den Kindern Israel nach dem
Befehl des Herrn und sprach: Der Stamm der Kinder Joseph hat recht geredet. 6.
Das ist's, was der Herr gebietet den Töchtern Zelophehads und spricht: Laß sie
freien, wie es ihnen gefällt; allein daß sie freien
unter dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters, 7. auf daß
nicht die Erbteile der Kinder Israel fallen von einen Stamm
zum andern; denn ein jeglicher unter den Kindern Israel soll anhangen an dem
Erbe des Stammes seiner Väter. 8. Und alle Töchter, die Erbteil besitzen unter
den Stämmen der Kinder Israel, sollen freien einen von dem Geschlecht des
Stammes ihres Vaters, auf daß ein jeglicher unter den
Kindern Israel seiner Väter Erbe behalte 9. und nicht ein Erbteil von einem
Stamm falle auf den andern, sondern ein jeglicher hange an seinem Erbe unter
den Stämmen der Kinder Israel.
Die Töchter Zelophehads gehorchten
dem Willen des Herrn und somit blieb das Erbe in der Familie ihres Vaters.
4 Mose 36:10-12 Wie der Herr dem
Mose geboten hatte, so taten die Töchter Zelophehads,
11. Mahela, Thirza, Hogla, Milka und Noa, und freiten die Kinder ihrer Vettern, 12. des
Geschlechts der Kinder Manasses, des Sohnes Josephs. Also blieb ihr Erbteil an
dem Stamm des Geschlechts ihres Vaters.
Gott versprach, dass jemand aus der Familienlinie von Rechab
durch Jonadab immer vor ihm stehen würde.
Jeremia 35:16-18 so doch die Kinder Jonadabs,
des Sohnes Rechabs, haben ihres Vaters Gebot, das er
ihnen geboten hat, gehalten. Aber dies Volk gehorchte mir nicht. 17. Darum so
spricht der Herr, der Gott Zebaoth und der Gott Israels: Siehe, ich will über Juda und über alle Bürger zu Jerusalem kommen lassen all
das Unglück, das ich wider sie geredet habe, darum daß ich zu ihnen geredet habe und sie nicht wollen hören, daß ich gerufen habe und sie mir nicht wollen antworten.
18. Und zum Hause der Rechabiter sprach Jeremia: So
spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Darum daß
ihr dem Gebot eures Vaters Jonadab habt gehorcht und alle seine Gebote gehalten
und alles getan, was er euch geboten hat,
Diese Familienlinie bleibt bestehen, weil sie ihrem Vater
gehorcht hatten. Unsere Kinder werden lange Zeit Nutzen aus unserem Gehorsam
dem Vater im Himmel gegenüber ziehen und keines seiner Gesetze wurde
abgeschafft.
Matthäus 5:18 Denn ich sage euch
wahrlich: Bis daß Himmel und Erde zergehe, wird nicht
zergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüttel vom Gesetz, bis daß es alles geschehe.
Der Gesamtplan ist noch nicht erfüllt und das Gesetz bleibt
erhalten. Das Opfer des Messias hat das Gesetz nicht abgeschafft, sondern die
nächste Phase des Plans eingeläutet und den Heiden Zugang zum Glauben und zur
Aufnahme nach Israel ermöglicht.
Die Nachfahren Rechabs, die den
Befehlen ihrer Vorväter gehorchten, wurden genommen als Exempel für die Männer
Judas, die Gott nicht gehorchten.
Jeremia 35:12-15 Da geschah des
Herrn Wort zu Jeremia und sprach:13. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott
Israels; gehe hin und sprich zu denen in Juda und zu
den Bürgern zu Jerusalem: Wollt ihr euch denn nicht bessern, daß ihr meinem Wort gehorcht? spricht der Herr. 14. Die
Worte Jonadabs, des Sohnes Rechabs,
die er den Kindern geboten hat, daß sie nicht sollen
Wein trinken, werden gehalten, und sie trinken keinen Wein bis auf diesen Tag,
darum daß sie ihres Vaters Gebot gehorchen. Ich aber
habe stets euch predigen lassen; doch gehorchtet ihr mir nicht. 15. So habe ich
auch stets zu euch gesandt alle meine Knechte, die Propheten, und lasse sagen:
Bekehrt euch ein jeglicher von seinem bösen Wesen, und bessert euren Wandel und
folgt nicht andern Göttern nach, ihnen zu dienen, so sollt ihr in dem Lande
bleiben, welches ich euch und euren Vätern gegeben habe. Aber ihr wolltet eure
Ohren nicht neigen noch mir gehorchen,
Wertschätzung des Besitzes
Wenn ein Mann sein Haus dem Herrn zueignet, bleibt der Wert
bestehen, der ihm der Priester zugesteht. Wenn er dann sein Haus zurücknehmen
will, muss er ein Fünftel seines Wertes (20%) auf den gesetzten Wert addieren
und es wird wieder ihm gehören (3 Mose 27:14-15).
3 Mose 27:14-15 Wenn jemand sein
Haus heiligt, daß es dem Herrn heilig sei, das soll
der Priester schätzen, ob's gut oder böse sei; und danach es der Priester
schätzt, so soll's bleiben. 15. So es aber der, so es geheiligt hat, will
lösen, so soll er den fünften Teil des Geldes, zu dem es geschätzt ist,
draufgeben, so soll's sein werden.
Häuser in ummauerten Städten gehören dauerhaft seinem Käufer
und dessen Nachkommen. Sie werden nicht im Jubeljahr zurückgegeben. Häuser in
Dörfern ohne Mauern sind jedoch in der Jubeljahr-Gesetzgebung mit inbegriffen
(vergleiche 3 Mose 25:31). Sie gehören zum Landbesitz.
Die Gesetzgebung zum Jubeljahr
Die gesamte Gesetzgebung bezüglich des Jubeljahres kann in 3
Mose 25 gefunden werden.
3.Mose 25:9-55 Da sollst du die Posaune lassen blasen
durch all euer Land am zehnten Tage des siebenten Monats, eben am Tage der
Versöhnung. 10. Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt ein Freijahr ausrufen im Lande allen, die darin wohnen; denn es
ist euer Halljahr. Da soll ein jeglicher bei euch wieder zu seiner Habe und zu
seinem Geschlecht kommen; 11. denn das fünfzigste Jahr
ist euer Halljahr. Ihr sollt nicht säen, auch was von selber
wächst, nicht ernten, auch was ohne Arbeit wächst im Weinberge,
nicht lesen; 12. denn das Halljahr soll unter euch
heilig sein. Ihr sollt aber essen, was das Feld trägt. 13. Das ist das
Halljahr, da jedermann wieder zu dem Seinen kommen
soll. 14. Wenn du nun etwas deinem Nächsten verkaufst oder ihm etwas abkaufst,
soll keiner seinen Bruder übervorteilen, 15. sondern
nach der Zahl der Jahre vom Halljahr an sollst du es von ihm kaufen; und was
die Jahre hernach tragen mögen, so hoch soll er dir's verkaufen. 16. Nach der
Menge der Jahre sollst du den Kauf steigern, und nach der wenigen der Jahre
sollst du den Kauf verringern; denn er soll dir's, nach dem es tragen mag,
verkaufen.
17. So übervorteile nun keiner
seinen Nächsten, sondern fürchte dich vor deinem Gott; denn ich bin der Herr,
euer Gott. 18. Darum tut nach meinen Satzungen und haltet meine Rechte, daß ihr danach tut, auf daß ihr
im Lande sicher wohnen möget. 19. Denn das Land soll euch seine Früchte geben, daß ihr zu essen genug habet und sicher darin wohnt. 20.
Und ob du würdest sagen: Was sollen wir essen im
siebenten Jahr? denn wir säen nicht, so sammeln wir auch kein Getreide ein: 21.
da will ich meinem Segen über euch im sechsten Jahr gebieten, das er soll dreier Jahr Getreide machen, 22. daß
ihr säet im achten Jahr und von dem alten Getreide esset bis in das neunte
Jahr, daß ihr vom alten esset, bis wieder
neues Getreide kommt.23. Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen für immer;
denn das Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Gäste vor mir. 24. Und
sollt in all eurem Lande das Land zu lösen geben. 25. Wenn dein Bruder verarmt,
und verkauft dir seine Habe, und sein nächster Verwandter kommt zu ihm, daß er's löse, so soll er's lösen, was sein Bruder verkauft
hat. 26. Wenn aber jemand keinen Löser hat und kann mit seiner Hand so viel
zuwege bringen, daß er's löse, 27. so soll er rechnen
von dem Jahr, da er's verkauft hat, und was noch übrig ist, dem Käufer
wiedergeben und also wieder zu seiner Habe kommen. 28. Kann aber seine Hand
nicht so viel finden, daß er's ihm wiedergebe, so
soll, was er verkauft hat, in der Hand des Käufers bleiben bis zum Halljahr; in
demselben soll es frei
werden und er wieder zu seiner Habe
kommen. 29. Wer ein Wohnhaus verkauft in einer Stadt mit Mauern, der hat ein
ganzes Jahr Frist, dasselbe wieder zu lösen; das soll die Zeit sein, darin er
es lösen kann. 30. Wo er's aber nicht löst, ehe denn das ganze Jahr um ist, so
soll's der Käufer für immer behalten und seine Nachkommen, und es soll nicht
frei werden im Halljahr. 31. Ist's aber ein Haus auf dem Dorfe, um das keine
Mauer ist, das soll man dem Feld des Landes gleich rechnen, und es soll können los werden und im Halljahr frei werden. 32. Die Städte der
Leviten aber, nämlich die Häuser in den Städten, darin ihre Habe ist, können
immerdar gelöst werden. 33. Wer etwas von den Leviten löst, der soll's
verlassen im Halljahr, es sei Haus oder Stadt, das er besessen hat; denn die
Häuser in den Städten der Leviten sind ihre Habe unter den Kindern Israel. 34.
Aber das Feld vor ihren Städten soll man nicht verkaufen; denn das ist ihr
Eigentum ewiglich. 35. Wenn dein Bruder verarmt und neben dir abnimmt, so
sollst du ihn aufnehmen als einen Fremdling oder Gast, daß
er lebe neben dir, 36. und sollst nicht Zinsen von ihm nehmen noch Wucher,
sondern sollst dich vor deinem Gott fürchten, auf daß
dein Bruder neben dir leben könne. 37. Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf
Zinsen leihen noch deine Speise auf Wucher austun. 38. Denn ich bin der Herr,
euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat, daß
ich euch das Land Kanaan gäbe und euer Gott wäre. 39. Wenn dein Bruder verarmt
neben dir und verkauft sich dir, so sollst du ihn nicht lassen dienen als einen
Leibeigenen; 40. sondern wie ein Tagelöhner und Gast soll
er bei dir sein und bis an das Halljahr bei dir dienen.41. Dann soll er von dir
frei ausgehen und seine Kinder mit ihm und soll wiederkommen zu seinem
Geschlecht und zu seiner Väter Habe. 42. Denn sie sind meine Knechte, die ich
aus Ägyptenland geführt habe; darum soll man sie nicht auf leibeigene Weise
verkaufen. 43. Und sollst nicht mit Strenge über sie
herrschen, sondern dich fürchten vor deinem Gott. 44. Willst du aber leibeigene
Knechte und Mägde haben, so sollst du sie kaufen von den Heiden, die um euch
her sind, 45. und auch von den Kindern der Gäste, die Fremdlinge unter euch
sind, und von ihren Nachkommen, die sie bei euch in eurem Land zeugen;
dieselben mögt ihr zu eigen haben 46. und sollt sie besitzen und eure Kinder
nach euch zum Eigentum für und für; die sollt ihr leibeigene Knechte sein
lassen. Aber von euren Brüdern, den Kindern Israel, soll keiner über den andern
herrschen mit Strenge. 47. Wenn irgend ein Fremdling
oder Gast bei dir zunimmt und dein Bruder neben ihm verarmt und sich dem
Fremdling oder Gast bei dir oder jemand von seinem Stamm verkauft, 48. so soll
er nach seinem Verkaufen Recht haben, wieder frei zu werden, und es mag ihn
jemand unter seinen Brüdern lösen, 49. oder sein Vetter oder Vetters Sohn oder
sonst ein Blutsfreund seines Geschlechts; oder so seine Hand so viel erwirbt,
so soll er selbst sich lösen. 50. Und soll mit seinem Käufer rechnen von dem
Jahr an, da er sich verkauft hatte, bis aufs Halljahr; und das Geld, darum er
sich verkauft hat, soll nach der Zahl der Jahre gerechnet werden, als wäre er
die ganze Zeit Tagelöhner bei ihm gewesen. 51. Sind noch viele Jahre bis an das
Halljahr, so soll er nach denselben desto mehr zu seiner Lösung wiedergeben von
dem Gelde darum er gekauft ist. 52. Sind aber wenig Jahre übrig bis ans
Halljahr, so soll er auch danach wiedergeben zu seiner Lösung. 53. Als
Tagelöhner soll er von Jahr zu Jahr bei ihm sein, und sollst
nicht lassen mit Strenge über ihn herrschen vor deinen Augen. 54. Wird er aber
auf diese Weise sich nicht lösen, so soll er im Halljahr frei ausgehen und
seine Kinder mit ihm. 55. Denn die Kinder Israel sind meine Knechte, die ich
aus Ägyptenland geführt habe. Ich bin
der Herr, euer Gott.
Die Bestätigung im neuen Testament
Es gibt zwei Texte, die zur Festlegung des Jubeljahrs
genutzt und den Texten in Esra und Nehemia zugeordnet werden können, in denen
die Lesung des Gesetzes gefunden werden kann. Eine Referenz ist vom Alten
Testament und die andere ist die Erfüllung der Prophezeiung des Alten
Testaments im neuen Testament durch den Messias.
Die Referenz des Alten Testaments in Hesekiel 1:1-3.
Hesekiel 1:1-3 Im dreißigsten Jahr, am fünften Tage
des vierten Monats, da ich war unter den Gefangenen am Wasser Chebar, tat sich
der Himmel auf, und Gott zeigte mir Gesichte. 2. Derselbe fünfte Tag des Monats
war eben im fünften Jahr, nachdem Jojachin, der König Juda's,
war gefangen weggeführt. 3. Da geschah das Wort des Herrn zu Hesekiel, dem Sohn
Busis, dem Priester, im Lande der Chaldäer, am Wasser
Chebar; daselbst kam die Hand des Herrn über ihn.
Demnach, basierend auf einer Rekonstruktion
der Zeit Hesekiels, fiel das Jubeljahr auf das Jahr 574/3 und danach 524/3 und
dann 74/3 und 24/3 in den Jahrhunderten vor Christi Geburt und 27/28 und 77/78
in den Jahrhunderten nach Christus. Diese Sichtweise wird weiter unterstützt
durch eine Prophezeiung bezüglich den Messias.
Nach dem Beginn des fünfzehnten Jahres des Tiberius, welches
nicht früher als das Kalenderjahr im Oktober 27 nach Christus gewesen sein
kann, begann Johannes der Täufer zu predigen und zu taufen (Lukas 3:1-22). Der
Heilige Geist rief Jesus von Nazareth, damit er von Johannes getauft werden
konnte, kurz nachdem dieser sein Wirken begonnen hatte, kurz nach dem Oktober
27 nach Christus.
Nachdem Christus getauft war, ging er in die Wüste und war
für 40 Tage in Versuchung (Lukas 4:1-2). Bei seiner Rückkehr erfüllte sich ein
kleiner, aber bedeutsamer Teil der Prophezeiung.
Lukas 4:13-21 Und da der Teufel alle Versuchung
vollendet hatte, wich er von ihm eine Zeitlang. 14. Und Jesus kam wieder in des
Geistes Kraft nach Galiläa; und das Gerücht erscholl von ihm durch alle
umliegenden Orte. 15. Und er lehrte in ihren Schulen und ward von jedermann
gepriesen. 16. Und er kam gen Nazareth, da er erzogen war, und ging in die
Schule nach seiner Gewohnheit am Sabbattage und stand auf und wollte lesen. 17.
Da ward ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und da er das Buch auftat,
fand er den Ort, da geschrieben steht: 18. "Der Geist des Herrn ist bei
mir, darum, daß er mich gesalbt hat; er hat mich
gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstoßenen
Herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein
sollten, und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, daß
sie frei und ledig sein sollen, 19. und zu verkündigen das angenehme Jahr des
Herrn." 20. Und als er das Buch zutat, gab er's
dem Diener und setzte sich. Und aller Augen, die in der Schule waren, sahen auf
ihn. 21. Und er fing an, zu sagen zu ihnen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor
euren Ohren.
Der Messias ist von seiner Versuchung nach Galilea
zurückgekehrt und hat in Nazareth seine Gottesprophezeiung durch Jesaja
erfüllt. Der Text findet sich in Jesaja 61:1-2 und auch in Jesaja 58:6.
Jesaja 61:1-2 Der Geist des Herrn
ist über mir, darum daß mich der Herr gesalbt hat. Er
hat mich gesandt, den Elenden zu predigen, die zerbrochenen Herzen zu
verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, daß ihnen geöffnet werde, 2. zu verkündigen ein gnädiges
Jahr des Herrn und einen Tag der Rache unsers Gottes,
zu trösten alle Traurigen,
Die „Lesung des Jesaja“ fand zum Jubeljahr statt: wenn man
diese Texte mit der Zeit von Hesekiel und auch Naves Topical
Bible vergleicht, beziehen sie sich auf das
Jubeljahr (vergleiche „Das Jubeljahr“, S. 755). Es ist auch das Jahr
der Freiheit (vergleiche Hesekiel 46:17). Demnach hat Christus in 27 nach
Christus das Jubeljahr ausgerufen, vor dem Beginn des Jahres am 1. Nisan.
Der Text bezüglich des Messias ist ein zweiter Beweis zu
Hesekiel und bestätigt, dass die Kommentare und Zeiten in Nehemia aus den
Sabbat- und Jubeljahrsystemen stammen (Cox, „R“, siehe oben, S. 3).
Das Jubeljahr findet in den Jahren 24 und 74 vor Christus
und 27 und 77 nach Christus jedes Jahrhundert statt. Das nächste Jubeljahr, das
vierzigste seit dem Wirken des Messias und das neunundvierzigste seit der
Erbauung des Tempels und der Wiedereinsetzung des Gesetzes unter Esra und
Nehemias ist im Heiligen Jahr 2027/28. Das Jahr 2028 wird das Jubeljahr der
Jubeljahre eröffnen und die neue tausendjährige Herrschaft des Messias als 1/50
(Cox, „I“, siehe oben, S. 28).
Das Goldene Jubeljahr
Zum Großen Versöhnungstag 2027 wird die Welt überall ihre
Erbschaften fürs neue Jahrtausend neu zuteilen. Dies wird das Goldene Jubeljahr
oder das Jubeljahr der Jubeljahre einläuten.
Am zehnten Tag des siebten Monats im 49. Jahr des 120.
Jubeljahrs, oder Sonntag, der 20. September 2026, beginnend vom Dunkel des
vorigen Tages, wird das Jubeljahr beginnen. Im Laufe dieses Jahres werden die
Nationen in ihrer Erbschaft geplant und zugewiesen. Zum Großen Versöhnungstag
im 50. Jahr des 120. Jubeljahres wird das Jubeljahr beendet, am 23. Tag des
siebten Monats , direkt nach dem Letzten Großen Tag am
Ende des Laubhüttenfestes, wird die Erneuerung des Landes stattfinden. Alle
Menschen werden ihre Erbschaft antreten.
Sie werden beginnen, für die erste Ernte des
Jahrtausendsystems zum Passafest 2028 zu pflügen und
zu sähen. Die Haupternten der südlichen Hemisphäre werden entsprechend der
Jahreszeiten und Ernten organisiert. Die nördliche Hemisphäre wird stark durch
die Kriege zerstört sein.
Die Erde wird von 2028 bis 2077 wiederaufgebaut werden
müssen. Dieser Zeitraum wird den Wandel der gesamten Einstellung und des
Denkens der Menschen kennzeichnen (Cox, „S“, „Das Goldene Jubeljahr“
(Nr. 300)“, CCG, 2006, S. 4-5).
Die richtige Anwendung des biblischen Systems sowohl von dem
Zehnten als auch vom Gesetz ist vom Jubeljahr abhängig. Auch dieses System ist
auf die korrekte Auslegung des Gesetzes angewiesen.
Wir haben eine fortlaufende Pflicht das Gesetz zu befolgen,
welches nicht abgeschafft wird oder sich verändert (vergleiche Matthäus 5:18;
Lukas 16:17). Das Gesetz Gottes entspringt der Natur Gottes und besteht für
immer, denn Gott selbst ist unabänderlich.
I Johannes 5:3 Denn das ist die
Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine
Gebote sind nicht schwer.
Siehe auch das Studienpapier „Die Beziehung zwischen
der Erlösung durch Gnade und dem Gesetz (Nr. 082)“.
Segen und Flüche
Es gibt Segen und Flüche, die sich auf ganz Israel für das
Einhalten von Gottes Geboten beziehen. Wie man in 5 Mose 28:1-68 lesen kann,
ist das Einhalten der Gebote eindeutig mit Anerkennung und Unterstützung und
Großzügigkeit vonseiten Gottes verbunden. Ungehorsam jedoch wird sowohl einzeln
als auch gemeinschaftlich bestraft.
Ungehorsam folgen Flüche. Gott behandelt Völker wie
Familien. Nationen werden gerichtet, so wie auch die, die sie schlecht führen.
Alle Gebote und Statuten müssen eingehalten werden. Die Strafe für Ungehorsam
wirkt sich auf den Ertrag des Landes aus. Die Nation wird als Volk behandelt.
Das Volk wird Hungersnöte erleiden. Die Fruchtbarfkeit
des Bodens ist verbunden mit den Gesetzen Gottes.
Die Segen und Flüche sind für immer ein Zeichen und ein
Wunder in Israel. Israel ist ein spirituelles Volk, demnach bleiben die Segen
und Flüche auf denen, die sich zu Gott bekennen und dadurch unter Beurteilung
kommen. Es gibt daher in dieser Abfolge ein Versprechen an Israel. Uns wird
diese Lektion erteilt, damit uns die volle Auswirkung unserer Trägheit und
unseres Scheiterns in unserer Gemeinschaft deutlich wird. (Siehe das
Studienpapier „Segen und Flüche (Nr. 75)“).
Die Zukunft
Der Sabbat wird von allen gehalten, wenn sie kommen, um dem
Herrn zu huldigen, von einem zum anderen Neumond, von einem zum anderen Sabbat
(Jesaja 66:23) (Cox, „A“, siehe oben, S. 5).
Jesaja 66:18-23 Und ich kenne ihre Werke und Gedanken.
Es kommt die Zeit, daß ich sammle alle Heiden und
Zungen, daß sie kommen und sehen meine Herrlichkeit.
19. Und ich will ein Zeichen unter sie geben und ihrer etliche, die errettet
sind, senden zu den Heiden, gen Tharsis, gen Phul und Lud
zu den Bogenschützen, gen Thubal und Javan und in die
Ferne zu den Inseln, da man nichts von mir gehört hat und die meine
Herrlichkeit nicht gesehen haben; und sollen meine Herrlichkeit unter den
Heiden verkündigen. 20. Und sie werden alle eure Brüder aus allen Heiden
herzubringen, dem Herr zum Speisopfer, auf Rossen und Wagen, auf Sänften, auf
Maultieren und Dromedaren gen Jerusalem, zu meinem heiligen Berge, spricht der
Herr, gleichwie die Kinder Israel Speisopfer in reinem Gefäß bringen zum Hause
des Herrn. 21. Und ich will auch aus ihnen nehmen Priester und Leviten, spricht
der Herr. 22. Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache,
vor mir stehen, spricht der Herr, also soll auch euer Same und Name stehen. 23.
Und alles Fleisch wird einen Neumond nach dem andern und einen Sabbat nach dem
andern kommen, anzubeten vor mir, spricht der Herr.
Die Erneuerung des Sabbats und des Neumonds wird begleitet
von der Erneuerung der Feste.
Sacharja 14:16-19 Und alle übrigen
unter allen Heiden, die wider Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen,
anzubeten den König, den Herrn Zebaoth, und zu halten das Laubhüttenfest. 17.
Welches Geschlecht aber auf Erden nicht heraufkommen wird gen Jerusalem,
anzubeten den König, den Herrn Zebaoth, über die wird's nicht regnen. 18. Und
wo das Geschlecht der Ägypter nicht heraufzöge und käme, so wird's über sie
auch nicht regnen. Das wird die Plage sein, womit der Herr plagen wird alle
Heiden, die nicht heraufkommen, zu halten das Laubhüttenfest. 19. Denn das wird
eine Sünde sein der Ägypter und aller Heiden, die nicht heraufkommen, zu halten
das Laubhüttenfest.
Daraus folgt, dass die Erneuerung
erst dann vollständig ist, wenn die Neumondfeste gemeinsam mit den Festtagen
eingehalten werden. In der modernen Gesellschaft wird sich dies als schwierig
erweisen. Deshalb wird der Messias bei seiner Rückkehr das Weltsystem zerstören
und dann neu aufbauen. Die Nationen werden unter dem aus Jerusalem ausgehenden
Gesetz wieder zusammengeführt (Cox, „F“, siehe oben, S. 9).
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