Christliche Kirchen Gottes

[291]

 

 

 

Die Heiligung der Einfältigen und Verwirrten

 

(Ausgabe 5.0 20000410-20000429-20071112-20080317-20140913-20160314)

 

Wir fasten am 7. Abib für die Einfältigen und Verwirrten. Wir tun das für jene, die bisher noch nicht zum Verständnis der Herrlichkeit und der Geheimnisse des Reiches Gottes gelangen konnten. Dies ist Teil des Heiligungsprozesses innerhalb der Tempelordnung, die von Gott befohlen wurde.

 

 

Christian Churches of God

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  Die Heiligung der Einfältigen und Verwirrten [291]



 


Wir beobachten den 7. Abib, als den Tag der Heiligung der Einfältigen und Verwirrten (s. Hes. 45:20). An diesem Tag fasten wir. Warum tun wir das? Wozu dieses Fasten? War das Opfer Christi nicht genug, und zwar ein für alle Mal? Versuchen wir hier, etwas zu tun, das bereits von Christus getan wurde und reißen somit das Vorrecht Christi an uns?

 

Hesekiel 45:20: So sollst du es auch am Siebten des Monats machen, für den, der aus Versehen oder aus Unwissenheit gesündigt hat; und so sollt ihr für das Haus Sühnung erwirken. (Schlachter 2000)

(Siehe auch Hebr. 5: 1-2.)

 

Der Text sagt hier: bewirke Sühne für. Das Wort für Sühne in Hebräisch ist Kaphar oder kawfar (SHD 3722), dies bedeutet die Wurzel bedecken (z.B. mit Bitumen) im Sinne von sühnen, billigen, beschwichtigen oder löschen: somit hat es die Bedeutung von besänftigen, Versöhnung machen, vergeben, gnädig sein, befrieden, entschuldigen, bedecken, hinwegtun, versöhnen oder Versöhnung tun. Das Wort wird hier im Sinne von Versöhnung gebraucht und in diesem Sinne wird es in vielen Bibelübersetzung für diesen Text und für 3.Mose 6,20 für die Aussöhnung mit allem im Hause Gottes und für die Annahme der Opfer gebraucht. In der Elberfelder Übersetzung von Hes. 45,20 heißt es: Und ebenso sollst du tun am Siebten des Monats für den, der aus Versehen sündigt, und für den Einfältigen. Und so sollt ihr Sühnung tun für das Haus.

 

Der Tempel Gottes oder das Haus Gottes setzt sich aus allen Sorten von Menschen zusammen, wie aus solchen die Fehler machen und aus solchen die nicht so intelligent sind und viele Aspekte des Glaubens nicht verstehen können. Ein gutes Bespiel sind die Abspaltungen von der Weltweiten Kirche Gottes, die durch ihre Predigerschaft so mißgeleitet werden, dass sie den Hillel Kalender halten und dadurch die Feste und heiligen Versammlungen an den falschen Tagen und sogar manchmal im falschen Monat halten; und deshalb müssen wir für sie fasten, für ihre Fehler und Ignoranz, und auch für die aus Juda und Isreal und für die Nationen die noch weniger verstehen.

 

Der Hauptaspekt des Passa ist, dass Versöhnung mit dem Haus Gottes stattgefunden haben muß, und dass alle mit ihren Brüdern ausgesöhnt sein sollen, bevor sie zum Altar des Passa gehen.

 

Es ist auf diese Weise zu verstehen, wie das Fasten im Buch Joel geboten wird und dann im Buch Hesekiel wieder aufgegriffen wird, folgend den Geboten aus Joel ein Fasten zu heiligen in Beziehung zu dieser Periode vom Neumond in Abib an – Hes. 45,18-24 – und den Vorbereitungen bis zum 7. Abib (45,20) und weiter zum 14. Abib zur Passa-Vorbereitung und zum Opfer und dann bis zum 21 Abib für die nächsten 7 Tage des Festes.

 

Alle diese Tage sind vorgeschrieben und das Fest ist als heilige Versammlung geboten, worauf wir uns vorbereiten sollen. (Siehe das Papier: Komentar zu Joel (Nr. 021B)).

 

Die Antwort ist: Wir fasten, weil es Teil des Heiligungsprozesses jener Tempelordnung ist, die Gott befohlen hat und es ist genau das, was Christus versprach zu tun, als er sich auf das Passahfest vorbereitete. Er verpflichtete sich, die Reinigung und Heiligung des Tempels vorzunehmen. Dies wurde von ihm konkret durch Austreibung der Geldwechsler aus dem Tempel verdeutlicht. Der Ablauf dieser Geschehnisse verfolgt den Weg bis hin zur Absonderung des Lammes am zehnten Tag des Abib, so dass es am vierzehnten Tag des Abib bereit war für die Schlachtung und den Verzehr in der Nacht des Wachens am fünfzehnten Tag des Abib.

 

Halten wir den Sabbat nicht mehr, weil Christus ihn gehalten hat, oder das Abendmahl, weil er es erfüllt hat, oder das Schwingopfer, weil er dieses Schwingopfer war? Müssen wir das Fest der ungesäuerten Brote nicht mehr halten, weil er sündlos war und den Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit vollständig hinweg getan hat? Wir halten das Passah immer noch, weil es eine ewige Ordnung Gottes ist und ein Zeichen unserer Teilnahme am gesamten Konzept. Ein Teil dieses Zeitabschnittes ist der Heiligungsprozess, der stattfinden muss, bevor das Passah gehalten werden kann. Wir​ fasten immer noch am großen Versöhnungstag, trotz nChristi Opfer. Er erfüllte die Tempel-Opfer und die Steuer, die pro Kopf erhoben wurde. Aber wir fasten noch immer, um uns mit Gott zu versöhnen, auch an diesem Tag. Einige Komentatoren sehen die Verbindung zwischen dem 7. Abib und dem gr. Versöhnungstag.

 

Der letzte Tag der primären Phase der Heiligung des Tempels - wobei der Tempel wir selbst sind - ist der 7. Abib. Sobald dies geschehen ist, wird mit der Heiligung fortgefahren bis zum Ende des Festes der ungesäuerten Brote.

 

Sagen wir nun, so wie manche behaupten, dass wir nichts tun müssen vor dem Abendmahl und der Fußwaschung und dem Brot und dem Wein, weil Er alles getan hat? Das ist eine Irrlehre, die von manchen Abspaltungen der Kirche Gottes gelehrt wird und zeigt die erschreckende Ignoranz der Predigerschaft solcher Kirchen. Das Gebot des Glaubens soll mit jedem Bruder abgestimmt sein, und wir sollen nicht mit leeren Händen zum Fest kommen, und jeder männliche soll teilnehmen. Es ist selbstverständlich, dass jeder sich individuell auf das Passa vorbereiten muß, aber es ist uns auch geboten, dass wir uns als Versammlung vorbereiten sollen und dieser Heiligungsprozess wird, und wurde immer, von den Gerechten für die Unwissenden durchgeführt. Gott hat einen Ablauf angeordnet, der immer existierte und für alle Glaubenden wieder eingerichtet werden muß.

 

Heiligung im Hause Gottes:

Es ist eine Tatsache, dass die Aktionen im Haus Gottes und seiner Dienerschaft, wessen Tempel und Dienerschaft wir sind, immer den Prozess der Heiligung durchgeführt hat.

 

Das war schon vor dem Gesetz des Mose so, bei den Patriarchen wie Hiob (Hiob 1,5).

 

Es ist uns auch gesagt:

4.Mose 20,12 Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron: Darum daß ihr nicht an mich geglaubt habt, mich zu heiligen vor den Kindern Israel, sollt ihr diese Gemeinde nicht in das Land bringen, das ich ihnen geben werde.

 

4.Mose 27,14 dieweil ihr meinem Wort ungehorsam gewesen seid in der Wüste Zin bei dem Hader der Gemeinde, da ihr mich heiligen solltet durch das Wasser vor ihnen. Das ist das Haderwasser zu Kades in der Wüste Zin.

 

Die Erklärung hierfür ist: weil die Leiter der Versammlung Christus nicht geheiligt haben als Engel der Gegenwart und Yahovah von Israel, durften sie nicht ins verheißene Land. Das war ein Vorbild für die Leiter der Kirche Gottes, dass diejenigen unter ihnen, die diesen Heiligungsprozeß nicht anordnen und auch nicht selbst durchführen, nicht bei der ersten Auferstehung dabeisein werden.

 

Einige Stellen aus dem Neuen Testament beschäftigen sich mit dem Konzept einer gemeinschaftlichen Aktivität der Versammlung, von beiden, von Gott und von Christus, und auch der Heiligung Christi durch die Aktivitäten der Versammlung, bei welcher das Fasten am 7. Abib ein Hauptfaktor für die Vorbereitung der heiligen Versammlungen zum Passa und zu den Tagen der ungesäuerten Brote ist, welches dann zur Ernte von Pfingsten führt, welche wir auch sind.

 

Joh. 17,17 Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit.

 

Joh 17,19 Ich heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie geheiligt seien in der Wahrheit.

 

Eph. 5,26 auf daß er sie heiligte, und hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort,

 

1.Thess.5,23 Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer Geist ganz samt Seele und Leib müsse bewahrt werden unsträflich auf die Zukunft unsers Herrn Jesu Christi.

 

So wie die Heiligung früher durch das Blut von Opfertieren war, so ist es heute durch Gebet und Fasten der Auserwählten zu Christus als Mittler zwischen den Auserwählten und Gott.

 

Hebr. 9,13 Denn so der Ochsen und der Böcke Blut und die Asche von der Kuh, gesprengt, heiligt die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit,

 

Dies wurde der Kirche zugänglich gemacht durch Christus.

 

Hebr. 13,12 Darum hat auch Jesus, auf daß er heiligte das Volk durch sein eigen Blut, gelitten draußen vor dem Tor.

 

Dann wurde es für die Auserwählten zugänglich gemacht,so dass sie jedes Jahr die Versammlung heiligen und versöhnen konnten in Christus.

 

Der Text in Petrus zielt speziell auf den Prozeß der Auserwählten, Christus in ihren Herzen zu heiligen und vorbeireitet zu sein, eine Antwort bezüglich des Glaubens zu geben. D​as ist der Prozess vom 1. zum 21. Abib in jedem Jahr, und weiter bis zu Pfingsten.

 

1.Petr. 3,15 heiligt aber Gott den Herrn in euren Herzen. Seid allezeit bereit zur Verantwortung jedermann, der Grund fordert der Hoffnung, die in euch ist,

 

Der siebte Tag des Abib ist der Tag der Heiligung derer, die entweder zu weit abgeirrt oder aber zu einfältig waren, um zu begreifen, dass der Tempel geheiligt werden muss. Dieses Vorgehen kommt also denjenigen zugute, die jetzt noch nicht zum Verständnis der Herrlichkeit und der Geheimnisse des Reiches Gottes gelangt sind. Es handelt sich um Menschen, die ihre geistige Kompetenz nicht in der Fülle erreicht haben. Genauso wie Mose und Aaron zwischen dem Zorn Gottes, der sich in Christus manifestierte, und der Volksmenge standen, um deren Verschonung sie Gott anflehten, so stehen auch wir an eben dieser Stelle, damit diesen Hilfe zuteil werden möge und natürlich auch, damit wir , gemeinsam einstehen mögen für die Sicherheit unserer Nationen.

 

Wie können wir diese Aufgabe bewältigen? Warum fasten wir?

 

Der gängige Weg, sich zu heiligen und mit Gott zu versöhnen war es in den Zeiten des alten Israels, ein Fasten zu heiligen, um die Gemeinde, oder die feierliche Versammlung, mit Gott zu versöhnen und die Ältesten und Bewohner des Landes zu versammeln.

 

Joel 1:13-15: Umgürtet euch und klagt, ihr Priester! Jammert, ihr Diener des Altars! Kommt her und verbringt die Nacht im Sacktuch, ihr Diener meines Gottes! Denn Speisopfer und Trankopfer sind dem Haus eures Gottes entzogen. 14 Heiligt ein Fasten, beruft eine allgemeine Versammlung, versammelt die Ältesten, alle Bewohner des Landes, zum Haus des Herrn, eures Gottes, und schreit zum Herrn! 15 Ach, was für ein Tag! Ja, der Tag des Herrn ist nahe, er kommt als eine Verwüstung vom Allmächtigen! (Schlachter 2000)

 

Joel fährt weiter fort, sich mit dem Thema der Heiligung der Gemeinde zu befassen (siehe auch das Studienpapier „Der Tag des Herrn, und die letzten Tage“ (No. 192)). Siehe auch den Komentar zu Joel (Nr. 021B).

 

Joel 2:15-27: Stoßt in das Horn in Zion, heiligt ein Fasten, beruft eine allgemeine Versammlung! 16 Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde, bringt die Ältesten herbei, versammelt die Kinder und die Säuglinge; der Bräutigam gehe aus seiner Kammer und die Braut aus ihrem Gemach! 17 Die Priester, die Diener des Herrn, sollen zwischen der Halle und dem Altar weinen und sagen: Herr, habe Mitleid mit deinem Volk und gib dein Erbteil nicht der Beschimpfung preis, daß die Heidenvölker über sie spotten! Warum soll man unter den Völkern sagen: »Wo ist [nun] ihr Gott?18 Dann gerät der Herr in Eifer für sein Land und hat Mitleid mit seinem Volk. 19 Und der Herr wird antworten und zu seinem Volk sprechen: Siehe, ich sende euch Korn, Most und Öl, daß ihr davon satt werden sollt, und ich will euch nicht mehr der Beschimpfung preisgeben unter den Heidenvölkern; 20 sondern ich will den von Norden [Kommenden] von euch entfernen und ihn verstoßen in ein dürres und wüstes Land, seine Vorhut ins östliche Meer und seine Nachhut ins westliche Meer, und sein Gestank soll aufsteigen und sein Verwesungsgeruch sich erheben; denn er hat großgetan! 21 Fürchte dich nicht, o Land, sondern frohlocke und freue dich; denn der Herr hat Großes getan! 22 Fürchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes; denn die Auen der Steppe sollen grünen, und die Bäume sollen ihre Früchte tragen, der Weinstock und der Feigenbaum, so viel sie nur können. 23 Und ihr Kinder Zions, frohlockt und freut euch über den Herrn, euren Gott; denn er gibt euch den Frühregen in rechtem Maß, und er läßt euch am ersten [Tag] Regengüsse herabkommen, Frühregen und Spätregen. 24 Und die Tennen sollen voll Korn werden und die Keltern von Most und Öl überfließen. 25 Und ich werde euch die Jahre zurückerstatten, welche die Heuschrecke, der Fresser, der Verwüster und der Nager verzehrt haben – mein großes Kriegsheer, das ich gegen euch gesandt habe; 26 und ihr sollt genug zu essen haben und satt werden und den Namen des Herrn, eures Gottes, loben, der wunderbar an euch gehandelt hat; und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden! 27 Und ihr sollt erkennen, daß ich in Israels Mitte bin und daß ich, der Herr, euer Gott bin und keiner sonst; und mein Volk soll nie mehr zuschanden werden! (Schlachter 2000)

 

Man beachte hier, dass die Heiligung der Gemeinde notwendigig ist, um sie auf dem Weg zurück zu Gott dem Herrn, wiederherzustellen und um den Spätregen im ersten Monat zu gewährleisten, damit es uns geschenkt wird, eine reiche Weizenernte einzubringen, wo wir ja selbst diese Ernte sind.

 

Christus war die Erstlingsfrucht der Gerstenernte, und er heiligte sich durch Gott, damit wir geheiligt werden können, so dass wir wiederum Israel durch die Kraft des lebendigen Gottes heiligen können

 

Wir werden durch die Wahrheit Gottes geheiligt und genauso, wie Christus sich selbst geheiligt hat, heiligen auch wir uns für Gott.

 

Johannes 17:17-19: Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. 18 Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich sie in die Welt. 19 Und ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt seien in Wahrheit. (Schlachter 2000)

 

Christus, als das Haupt der Kirche, hat sich selbst in Gott, durch den Heiligen Geist geheiligt. Diesem Beispiel gemäß sollten wir uns einander unterordnen, um uns gegenseitig in Gott, durch den Heiligen Geist und unter Christus als Hohepriester zu heiligen.

 

Hebräer 13:12-16: Darum hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Tores gelitten. 13 So laßt uns nun zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, und seine Schmach tragen! 14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. 15 Durch ihn laßt uns nun Gott beständig ein Opfer des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen! 16 Wohlzutun und mitzuteilen vergeßt nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl! (Schlachter 2000)

 

Gott selbst ist es, der uns heiligt, in und durch Christus.

 

1. Thessalonicher 5,23: Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer ganzes [Wesen], der Geist, die Seele und der Leib, möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus! (Schlachter2000)

 

Er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, haben ein und denselben Ursprung.

 

Hebräer 2,11: Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem. Aus diesem Grund schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu nennen, (Schlachter 2000)

 

Aus diesem Grund unterwerfen wir uns mit der Hilfe des Heiligen Geistes einander, und unter unser Haupt, welches Christus ist.

 

Epheser 5:20-28: sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus; 21 ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes! 22 Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn; 23 denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes. 24 Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem. 25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, 26 damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort, 27 damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so daß sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas ähnliches habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei. 28 Ebenso sind die Männer verpflichtet, ihre eigenen Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. (Schlachter 2000)

 

Auf diese Weise heiligen wir einander gegenseitig und gleichermaßen diejenigen der Kinder Israels unter allen Nationen, die noch nicht berufen wurden. Denn durch die Bemühungen der Auserwählten, in der Ausübung der Funktion des Tempels Gottes, werden alle Menschen aufgerüttelt und berufen, und so wird die Stadt Gottes erbaut. (siehe dazu das Studienpapier „Die Stadt Gottes“ (Nr. 180)).

 

Wir wissen, dass seit Pfingsten im Jahre 30 v. Chr. der Tempel unseres Gottes ein solcher ist, der aus lebendigen Steinen erbaut wird. Dieser Tempel sind wir, die Gläubigen (1. Kor. 3.17;. 6,19).

 

Ab dem ersten Tag des ersten Monats begannen wir damit, das Haus Gottes (2. Chr. 29: 5, 17, 34; 30:17; 35: 6.) und uns als Gemeinde Gottes, die wir gemeinsam sowie der Tempel, als auch die Stadt Gottes sind, zu heiligen (siehe dazu auch das Studienpapier „Die Heiligung des Tempels Gottes“ (Nr. 241)).

 

Jesaja hat vieles zu diesem Heiligungsprozess zu sagen. Denn wir heiligen und verleugnen uns nicht nur selbst, wenn wir ihn durchschreiten, sondern ebenso heiligen wir dadurch auch Gott, der uns errettet.

 

Jesaja 8:11-18: Denn so hat der Herr zu mir gesprochen, indem er mich fest bei der Hand faßte und mich davor warnte, auf dem Weg dieses Volkes zu gehen: 12 Nennt nicht alles Verschwörung, was dieses Volk Verschwörung nennt, und vor dem, was es fürchtet, fürchtet euch nicht und erschreckt nicht davor! 13 Den Herrn der Heerscharen, den sollt ihr heiligen; er sei eure Furcht und euer Schrecken! 14 So wird er [euch] zum Heiligtum werden; aber zum Stein des Anstoßes und zum Fels des Strauchelns für die beiden Häuser Israels, zum Fallstrick und zur Schlinge für die Bewohner von Jerusalem, 15 so daß viele unter ihnen straucheln und fallen und zerbrochen, verstrickt und gefangen werden. 16 Binde das Zeugnis zusammen, versiegle das Gesetz in meinen Jüngern! 17 Und ich will warten auf den Herrn, der sein Angesicht verbirgt vor dem Haus Jakobs, und will auf ihn hoffen. 18 Siehe, ich und die Kinder, die mir der Herr gegeben hat, wir sind Zeichen und Wunder für Israel von dem Herrn der Heerscharen, der auf dem Berg Zion wohnt. (Schlachter 2000)

 

Des Weiteren trägt dieser Prozess dazu bei, den Namen Gottes, des Heiligen Israels, zu verherrlichen.

 

Jesaja 29:23: Denn wenn er, wenn seine Kinder das Werk meiner Hände in ihrer Mitte sehen, so werden sie meinen Namen heiligen; sie werden den Heiligen Jakobs heiligen und den Gott Israels fürchten; (Schlachter 2000)

 

Der Heiligungsprozess muss korrekt durchgeführt und konsequent verfolgt werden, wie wir aus Jesaja 66:17 lesen können, sonst werden jene Menschen leiden und die Zerstörung erdulden müssen.

 

Wir können also klar sehen, dass, während es Gott ist, der heiligt, und es Christus ist, der heiligt, es auch wir sind, die wir uns gemeinsam mit Gott heiligen, als sein Tempel. (siehe auch Hes. 20.12;. 36:23; 37:28).

 

Während diese Aufgabe ehemals den Kindern Levi, verkörpert durch die Söhne Zadoks,  oblag (siehe dazu Hes. 44: 15-24; vgl 46:20), liegt sie nun seit dem Beginn des Zeitalters des Priestertums nach der Weise Melchisedeks in den Händen der Kirche (siehe auch das Studienpapier „Melchisedek“ (No. 128)).

 

Deshalb fasten wir.

 

Das Fasten

 

Woher wissen wir überhaupt, das Fasten das adäquate Mittel ist? Die Antwort liegt im Zweck des Fastens, wie in Jesaja 58:1-14 beschrieben wird. Der erste Abschnitt dieses Textes fordert das Aufheben der Stimme, laut wie eine Posaune, und hält so Israel seine Übertretungen vor. Demnach haben wir alle das Ziel verfehlt, und es gibt keinen Gerechten unter den Menschen, der den Messias erretten könnte

 

Jesaja 58,1-14: Rufe aus voller Kehle, schone nicht! Erhebe deine Stimme wie ein Schopharhorn und verkündige meinem Volk seine Übertretungen und dem Haus Jakob seine Sünde! 2 Sie suchen mich Tag für Tag und begehren, meine Wege zu kennen, wie ein Volk, das Gerechtigkeit geübt und das Recht seines Gottes nicht verlassen hat; sie verlangen von mir gerechte Urteile, begehren die Nähe Gottes: 3 »Warum fasten wir, und du siehst es nicht, warum kasteien wir unsere Seelen, und du beachtest es nicht?« – Seht, an eurem Fastentag geht ihr euren Geschäften nach und treibt alle eure Arbeiter an! 4 Siehe, ihr fastet, um zu zanken und zu streiten und dreinzuschlagen mit gottloser Faust; ihr fastet gegenwärtig nicht so, daß euer Schreien in der Höhe Erhörung finden könnte. 5 Meint ihr, daß mir ein solches Fasten gefällt, wenn der Mensch sich selbst einen Tag lang quält und seinen Kopf hängen läßt wie ein Schilfhalm und sich in Sacktuch und Asche bettet? Willst du das ein Fasten nennen und einen dem Herrn wohlgefälligen Tag? 6 Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: daß ihr ungerechte Fesseln losmacht, daß ihr die Knoten des Joches löst, daß ihr die Unterdrückten freilaßt und jegliches Joch zerbrecht? 7 Besteht es nicht darin, daß du dem Hungrigen dein Brot brichst und arme Verfolgte in dein Haus führst, daß, wenn du einen Entblößten siehst, du ihn bekleidest und dich deinem eigenen Fleisch nicht entziehst? 8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird rasche Fortschritte machen; deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird deine Nachhut sein! 9 Dann wirst du rufen, und der Herr wird antworten; du wirst schreien, und er wird sagen: Hier bin ich! Wenn du das Joch aus deiner Mitte hinwegtust, das [höhnische] Fingerzeigen und das unheilvolle Reden; 10 wenn du dem Hungrigen dein Herz darreichst und die verschmachtende Seele sättigst – dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag! 11 Der Herr wird dich ohne Unterlaß leiten und deine Seele in der Dürre sättigen und deine Gebeine stärken; du wirst sein wie ein wohlbewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, deren Wasser niemals versiegen. 12 Und die aus dir [hervorgehen,] werden die Trümmer der Vorzeit wieder aufbauen, du wirst die Grundmauern früherer Geschlechter wieder aufrichten; und man wird dich nennen »Der die Breschen vermauert und die Straßen wiederherstellt, damit man [dort] wohnen kann«. 13 Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, daß du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt; wenn du den Sabbat deine Lust nennst und den heiligen [Tag] des Herrn ehrenwert; wenn du ihn ehrst, so daß du nicht deine Gänge erledigst und nicht dein Geschäft treibst, noch nichtige Worte redest; 14 dann wirst du an dem Herrn deine Lust haben; und ich will dich über die Höhen des Landes führen und dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob! Ja, der Mund des Herrn hat es verheißen. (Schlachter 2000)

 

Unsere Leute suchen Gott Tag für Tag und begehren es, seine Wege Wege zu kennen, als seien sie ein Volk, das Gerechtigkeit geübt und das Recht seines Gottes nicht verlassen hat. Sie verlangen von ihm gerechte Urteile und suchen die Nähe ihres Gottes, doch sie sind betrogen. Gott sieht das Volk überhaupt nicht. Warum haben sie gefastet und Er sieht sie nicht? Warum plagen sie ihre Seelen und Gott nimmt keinerlei Notitz davon? Er sagt durch Jesaja: "Seht, an eurem Fastentag geht ihr euren Geschäften nach und treibt alle eure Arbeiter an!". Als es Israels Tätigkeit sein sollte, vor Gott zu stehen in beidem, Gebet und Flehen, und zwar zu den Festtagen, an den Neumonden und an den Sabbaten. Sie arbeiten am Versöhnungstag, und sie wissen gar nicht, dass sie sündigen.

 

Sie fasten um sich zu zanken, zu diskutieren und mit gottloser Faust dreinzuschlagen, und Gott sagt, mit einem solchen Fasten werden sie sich kein Gehör in der Höhe verschaffen. Außerdem findet diese Art menschlicher Gerechtigkeit ohnehin keinen Anklang, denn, nur weil sie sich in Sack und Asche hüllen und sich niederbeugen, als seien sie Binsen, sind ihre Fastentage und Gebete noch lange nicht akzeptabel vor Gott.

 

Ein gottgefälliges Fasten sieht vielmehr so aus:

Die ungerechten Fesseln loszumachen, die Knoten des Joches zu lösen und die Unterdrückten freizulassen und jegliches Joch zu zerbrechen.

 

Wir sollten damit beschäftigt sein, dem Hungrigen unser Brot zu brechen und Arme Flüchtlinge in unser Haus zu führen, die Nackten zu bekleiden und uns unserem eigenen Fleisch nicht zu entziehen. Dann nämlich wird unser Licht hervorbrechen wie die Morgenröte und unsere Heilung wird rasche Fortschritte machen, unsere Gerechtigkeit wird vor uns her gehen und die Herrlichkeit des Herrn wird unsere Nachhut sein. Die Herrlichkeit des Herrn ist der Messias. Dann werden wir rufen und der Herr wird sagen: "Hier bin ich!"

 

Ist das nicht das Ziel der Heiligung der Einfältigen und Verwirrten? Tun wir es nicht für die, die es nicht besser wissen, und darum unfähig sind, diese Tage selbst gebührend zu halten?

 

Haben wir von der Ausübung unserer Funktion nicht auch profitiert?

 

Wenn wir das Joch aus unserer Mitte hinwegtun, auch das Fingerzeigen und das eitle Reden; wenn wir unseren eigenen Geist ausziehen und dem Hungrigen beistehen und denen Genüge leisten, die geplagt und verstrickt sind, dann werden sich unsere Lichter aus der Verworrenheit und  Finsternis erheben und unsere Dunkelheit wird sein wie der helle Mittag.

 

Indem wir uns für diejenigen demütigen, die es nicht besser wissen, oder für die, denen das Verwalteramt über die Geheimnisse des Reiches Gottes bis jetzt noch nicht übergeben wurde, haben wir in den Augen Gottes auch unsere eigene Sache voranzubringen und unser Volk als den Heiligen Samen innerhalb des Bundes zu schützen.

 

Als Mose Israel dadurch Beistand leistete, dass er seine Arme hob, brauchte er dringend Unterstützung, also standen Levi und Ephraim ihm bei und hielten seine Arme fest. Beide, Priester und Kriegsführer halfen, Israel durch ihr Flehen zu erretten. So sind auch wir Christus gegeben worden, um zur Rettung Israels und zu seiner Gerechtigkeit beizutragen.

 

Welche der Praktiken, die uns aus der Bibel bekannt sind, wäre noch direkter und wirkungsvoller anwendbar als eben diese, die Gott uns durch seine Knechte, die Propheten, übermittelte, nämlich das Fasten? Wir wissen von den Propheten, dass die Heiligung durch das Fasten und durch die Versammlung der Gemeinde des Herrn erreicht wird.

 

Für die Rechtfertigung unseres Volkes zu fasten, und dafür, dass ihnen das Geschenk der himmlischen Berufung Gottes zuteil werde, und dass die Macht des Heiligen Geistes über  unserem Volk ausgegossen wird, wie Gott uns durch seine Knechte, die Propheten versprochen hat. Vom Messias wurde dieses Werk begonnen, und unsere Pflicht ist es jetzt, in Kraft und Stärke aufzutreten in diesen letzten Tagen, bis er kommt, um die zu retten, welche sehnlichst auf ihn gewartet haben.

 

Möge Gott uns erhören und unsere Bittgebete in der Kraft Seines Heiligen Geistes segnen.

 

Aktualisierung vom 14. März 2016

Die Heiligung der Einfachen und Irrenden ist ein sehr wichtiger Teil der Abfolge der Heiligung des Tempels Gottes (Nr. 241). Sie wurde mehrere hundert Jahre lang in den Kirchen Gottes nicht eingehalten, bis sie durch die Gnade Gottes in der Kraft des Heiligen Geistes in den christlichen Kirchen Gottes wiederhergestellt wurde. Wir alle sündigen und irren, aber wir tun Buße und helfen und ermutigen einander weiter. Dieser Tag ist von Gott durch den Propheten Hesekiel geboten (Hes. 45,20). Das Verständnis dieses Tages wird auch in der Abhandlung „Die Verfluchung des Feigenbaums (Nr. 090)behandelt.

 

Hesekiel hat die Struktur geschaffen, damit wir verstehen, was von uns verlangt wird und welche Bedeutung dies hat, damit wir die Rolle begreifen, die wir im Prozess der Reinigung Israels und der Nationen spielen. Wir haben dies vor einigen Jahren erläutert und werden dieses Konzept hier erneut aufgreifen.

 

Hesekiel beschreibt die Herrlichkeit Israels und die Wiederherstellung in den letzten Tagen. Ab Kapitel 38 beschreibt er Israel in Ruhe und die Situation, in der Gog, die obersten Fürsten (vielleicht Fürsten von Rosch) von Meschech und Tubal und des Landes Magog, Haken in ihre Kiefer gesteckt bekommen und zusammen mit Persien, Äthiopien und Libyen gegen Jerusalem geführt werden. Diese Prophezeiung stellt eine sehr interessante Situation in den Endzeiten dar, da sie nicht nur auf die Slawen in Russland und den zentralen Steppen zutrifft, sondern auch auf die Kelten, die ebenfalls Söhne Gomers sind, oder die Gimirri bzw. Kimmerer, und diese befinden sich in Westeuropa. Somit gibt es zwei Gruppen, von denen die eine die westlichen Nationen sind, die mit den Semiten der Haplogruppen I und J vermischt sind. Daher gehören auch einige aus Israel zu diesen Gruppen. Auch die Söhne Togarmas sind anwesend. Somit sind alle Könige des Nordens in dieser Abfolge versammelt. Der Artikel über Gomer: Söhne Japhets Teil II: Gomer (Nr. 046B) befasst sich mit der Verteilung der Söhne Gomers. Diese Nationen stehen derzeit unter extremer Beobachtung, und in den vergangenen Jahren und den kommenden Monaten brechen von ihnen Kriege aus. Wir werden untersuchen, welche Bedeutung diese Konflikte haben. Russland und China befinden sich nun in Syrien und operieren im Irak, wie wir es vor einiger Zeit vorausgesagt haben.

 

Daraus folgt, dass die östlichen Kelten und Slawen versuchen werden, die Nation zu zerstören, wenn sie wiederhergestellt ist. Diese nördliche Macht wird dazu benutzt werden, den Herrn zu heiligen. Der Herr wird die Nationen Israels und sein Volk erschüttern, und sie werden erkennen, dass Er der Herr ist (Hes. 38,23). Allerdings wird nicht der gesamte Norden und Westen davon verschont bleiben, und auch sie gehören zu Israel als das alte hethitische Bündnis. Diese Konflikte entfalten sich nun, wie wir im Nahen Osten sehen, und die Kriege eskalieren von Monat zu Monat; vom Arabischen Frühling vor einigen Jahren über die Konflikte in Syrien bis hin zum Iran und weiter zu vielen anderen Nationen. Seit letztem Jahr sind Syrien und der Irak unter dem IS-System explodiert, und seit dem Ablauf der 40 Jahre seit dem Jom-Kippur-Krieg – von Mai 1974 bis Mai 2014 – haben wir gesehen, wie Syrien sich selbst in einen Zustand des Verfalls und der Erschöpfung gekämpft hat. Seine Bevölkerung flieht nach Europa. Der Waffenstillstand wird nicht halten und bald zusammenbrechen. So verhält es sich auch mit dem Irak. Im letzten Jahr haben wir gesehen, wie sich der Konflikt auf den Iran und den Rest des Nahen Ostens ausweitete. Die Türkei und Saudi-Arabien werden einmarschieren und den Konflikt ausweiten.

 

Für diese Menschen fasten wir heute, damit sie ihren Zustand der Unwissenheit und Dummheit überwinden können. Ebenso damit die Ableger der Kirchen Gottes ihre Unwissenheit und Dummheit sowie ihren Ungehorsam gegenüber Gott erkennen können. Wenn die Ableger nicht erkennen können, wie dumm es ist, dass Hillel dieses Jahr einen Monat zu früh liegt und die Feste im zweiten, vierten und achten Monat stattfinden, dann gibt es wenig Hoffnung für sie.

 

Gott wird Gog aus dem Norden bringen und nur den sechsten Teil von ihnen am Leben lassen (Hes. 39,1–2). Sie werden Israel angreifen und auf freiem Feld fallen. Gott wird auch ein Feuer auf Magog und alle senden, die sorglos auf den Inseln wohnen (V. 6). Er wird Seinen Heiligen Namen inmitten Israels bekannt machen, und es wird ihnen nicht mehr gestattet sein, Seinen Heiligen Namen zu entweihen.

 

Sie werden die Toten im Tal Hammon-Gog begraben und ihren Abfall sieben Jahre lang verbrennen (siehe das Papier Krieg von Hammon-Gog Nr. 294)). Es wird sieben Monate dauern, sie zu begraben, und das Land wird gereinigt werden. Nach den sieben Monaten werden festangestellte Mitarbeiter eingestellt, um das Land fortwährend zu reinigen (Hes. 39,11-16). Dann wird Gott die Gefangenschaft Jakobs wiederherstellen, und sie werden nach Israel zurückkehren (V. 25). Er wird Sein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen und Seinen Geist über das ganze Haus Israel ausgießen (V. 29).

 

In Kapitel 40 erhielt Hesekiel eine Vision von der Vermessung des Tempels. Er maß die inneren Kammern von den Toren und dem Innenhof aus (Hes. 40,1–23). Dann maß er den Außenhof (Hes. 40,24–34). Anschließend maß er das Nordtor bis zu der Stelle, wo die Opfer gewaschen und vorbereitet wurden (V. 35–39, 40–43) . Außerhalb des Innentors befanden sich die Kammern der Sänger des Innenhofs, der sich an der Seite des Nordtors in Richtung Süden befand und für den Priester bestimmt war, der die Aufgaben des Hauses wahrnahm (V. 45). Die nach Norden ausgerichteten Kammern waren für die Priester bestimmt, die die Aufgaben am Altar wahrnahmen. Diese sollten aus den Söhnen Zadoks und den Söhnen Levis bestehen (V. 46). So sollen wir in diesen letzten Tagen die Bekehrung der Söhne Levis und durch Zadok erleben. Sie sollen vermessen und auf ihre Bekehrung vorbereitet werden. Dann maß er die Vorhalle.

 

Ab Kapitel 41 befasst sich Hesekiel mit der Vermessung des Tempels. Diese Abfolge hat zwei Funktionen. Sie beschreibt die symbolische Grundlage des Tempels der Wiederherstellung; aber sie beschreibt auch die geistlichen Handlungen des Tempels Gottes, dessen Tempel wir sind.

 

In diesem Kapitel beschreibt er die Cherubim, wie sie zu beiden Seiten der Palmen stehen, die Jesus Christus symbolisieren. Dies sind die beiden Elohim, die Satan und den Äon ersetzen, nämlich Abraham und Mose, die beiden, die in der Schrift als Elohim erwähnt werden.

 

In Kapitel 42 vermaß er das innere Haus, und dort aßen die Priester von den heiligsten Dingen. Dies zeigt die Funktion des Geistes, den Auserwählten im Tempel die Geheimnisse Gottes zu offenbaren, so wie sie den Auserwählten schrittweise offenbart werden.

 

In Kapitel 43 lesen wir von der Vision der Herrlichkeit des Herrn, die durch das Osttor kam. Diese Vision war wie die, die er am Fluss Chebar gesehen hatte. Somit war die Herrlichkeit des Herrn, die damals dem Hesekiel erschien, die Vision, die er in den Letzten Tagen und bei der Wiederherstellung des Tempels sah, und es war das Wesen, das durch das Tor des Fürsten, welches das Osttor ist, in ihn eintrat. Dies ist der Messias, und somit war der Messias der Engel des Herrn, der Cherub, der mit Hesekiel sprach. In Hesekiel 43,7 identifiziert er den Menschensohn und die Tatsache, dass dieser Ort heilig sein sollte und nicht mehr durch das Verhalten des Volkes verunreinigt werden durfte, das die Leichname seiner Könige begrub und den Heiligen Ort durch Hurerei verunreinigte, was geistliche Prostitution ist, was Götzendienst ist, sowie Lügen und falsche Anbetung. Gott gebietet ihnen dann, ihre Sünden und bösen Taten abzulegen und ihm zu gehorchen.

 

Anschließend legt er das Gesetz des Hauses fest, welches das Gesetz Gottes ist, wie es von den Propheten ausgeübt und von Christus und den Aposteln definiert wurde. Das Gesetz ist höchst heilig und ruht auf dem Gipfel des Berges (Hes. 43,12).

 

Von diesem Zeitpunkt an sind die Verordnungen des Altars festgelegt. Die Priester Zadoks werden die Opfer der Wiederherstellung fortsetzen. Zadok bedeutet „der Gerechte, und in Gerechtigkeit wird die Wiederherstellung vollendet werden, als heilig für den Herrn. Sieben Tage lang werden sie den Altar mit Opfern reinigen und sich weihen, und am achten Tag werden sie ihre Brandopfer auf dem Altar darbringen, und Gott wird sein Volk annehmen, so spricht der Herr, Gott (Hes. 44,26–27).

 

In Kapitel 44 wurde Hesekiel gesagt, dass der Fürst durch das Osttor eintreten würde und dass dort das Brot des Heiligtums gegessen werden würde. Das Nordtor diente als Eingang für die Heerschar, und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Heiligtum. Gott sagte zu Hesekiel, er solle sich die Verordnungen des Hauses und dessen Gesetze gut merken. In Hesekiel 44,6-7 sagt er: „Und du sollst zu den Aufständischen, ja, zum Haus Israel, sagen: So spricht Gott, der Herr: O ihr vom Hause Israel, es sei euch genug mit all euren Greueln. Denn ihr habt Fremde, die im Herzen und am Fleisch unbeschnitten sind, in mein Heiligtum gebracht, damit sie in meinem Heiligtum seien und es, ja, mein Haus, verunreinigten, wenn ihr mein Brot, das Fett und das Blut darbringt, und ihr habt meinen Bund gebrochen wegen all eurer Greuel.“

 

So sollen die Rebellischen des Hauses Israel, das in diesem Fall im Tempel Gottes ist und mit ihm verbunden ist, sich an die Verordnungen und Gesetze des Hauses halten, und sie werden am achten Tag durch das Eingreifen des Priestertums, das die Auserwählten Gottes sind, geheiligt. Diese Menschen verunreinigen die Auserwählten und den Tempel als die Kirche Gottes. Niemand darf den Tempel Gottes als Heiligtum betreten, wenn er nicht Buße getan hat, und die Leviten, die sich von Gott abgewandt haben, werden ihre Schuld tragen. Das gilt für das Priestertum der Auserwählten, und sie werden ihre Schuld tragen. Sie haben die Obhut über die heiligen Dinge nicht bewahrt, sondern Wächter eingesetzt, die nach ihrem eigenen Belieben handeln. Dies sind jene, die das Werk des Herrn behindern und die Opfergaben Gottes einbehalten, anstatt das Evangelium vom Reich Gottes zu predigen, damit der Leib Christi berufen und unterwiesen werde (V. 8). Diener sollen im Haus eingesetzt werden, um dem Volk zu dienen, und die Diener, die von ihrer Pflicht abweichen, werden ihre Schuld tragen. Sie werden dem Herrn nicht nahekommen. Sie sollen Hüter des Amtes des Hauses sein, aber niemals dem Herrn Gott nahekommen. Die Gerechten, die die Aufgaben des Heiligtums erfüllt haben, werden herantreten, um dem Herrn Gott zu dienen (V. 15).

 

Dies sind jene aus dem inneren Vorhof, die in weißes Leinen gekleidet sind. Wenn sie zum Volk hinausgehen, werden sie sich umziehen und das Volk nicht mit ihren weißen Leinengewändern heiligen. Somit sind dies die Auserwählten der 144.000, die den inneren Dienst Gottes ausüben. „Und sie sollen mein Volk den Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Profanen lehren und sie dazu bringen, zwischen dem Reinen und dem Unreinen zu unterscheiden, und in Streitfällen sollen sie als Richter auftreten; und sie sollen nach meinen Rechtsurteilen richten; und sie sollen meine Gesetze und meine Satzungen in allen meinen Versammlungen halten und meine Sabbate heiligen“ (Hes. 44,23–24). Dieses Priestertum, das aus den letzten Tagen stammt und der Ordnung Melchisedeks angehört, hat Anspruch auf den Zehnten, und das ist ihr Erbe in Israel (Hes. 44,8ff.).

 

Wenn das Land durch das Los aufgeteilt wird, soll es einen heiligen Anteil für den Herrn geben. In jedem Anteil soll ein Heiligtum abgegrenzt werden, das dem Herrn heilig ist (Hes. 45,1ff.). Dort sollen die Priester und Diener wohnen und dem Volk dienen (V. 4). Die heiligen Anteile sollen für das ganze Haus Israel bestimmt sein. Der Fürst soll seinen Besitz auf der dem heiligen Ort gegenüberliegenden Seite behalten (V. 7), und es soll keine Unterdrückung in Israel geben. Die Führer Israels sollen Gerechtigkeit und gerechte Waagen walten lassen, und sie sollen eine Terumah-Abgabe erhalten, um an den Sabbaten, Neumonden, heiligen Tagen und Festen für Fleisch zu sorgen (Hes. 45,9–17).

 

Am ersten Tag des ersten Monats beginnt die Reinigung des Heiligtums. Diese Zeit der Heiligung (Hes. 45,18–19) gipfelt in der Heiligung der Einfältigen und der Irrenden am siebten Tag des ersten Monats, Abib. Die Menschen, die in diesem siebentägigen Prozess geheiligt werden, können dann vor dem Herrn stehen, und am achten Tag sagt Er, dass Er uns erhören und die Opfergaben des Volkes annehmen wird. Von da an setzt sich der Prozess der Sabbate des Herrn durch alle Feste des Jahres bis zum Laubhüttenfest fort.

 

So sehen wir, dass der oben beschriebene Prozess ein Prozess der Auswahl und des Ausschlusses aus einer Reihe von Gründen ist. Diejenigen unter euch, die nicht ausgeschlossen wurden, sind das Mittel, durch das der Tempel geheiligt wird. In den vergangenen Jahren habt ihr alle eine Feuerprobe durchlaufen. Der Tempel wird gereinigt. Diejenigen unter euch, die es bis zu diesem Punkt geschafft haben, verdienen Glückwünsche. Ihr habt die Eigenschaften geistlicher Unterscheidungskraft und Treue sowie die Fähigkeit bewiesen, für den Glauben einzustehen. Es sind jene Menschen, die die Gemeinde Gottes bilden, die in Ehre vor dem Thron der Gnade stehen und durch das Zeugnis Jesu Christi von Gott anerkannt sind. Diejenigen unter euch, die neu sind, sollen sich freuen, dass Gott euch in diesen letzten Tagen berufen hat.

 

Der Prozess schreitet nun voran zum Krieg, und wir sollen den Tempel und die Gemeinde darauf vorbereiten, zu überleben.

 

An diesem dritten Tag der Woche oder dem 7. Abib fasten wir für die Einfältigen und Irrendenjene Menschen, die nicht klug genug sind, die List dieser Welt und die Täuschungen Satans zu durchschauen. Auch fasten wir für jene und heiligen sie, die entweder aufgrund der Informationen, die ihnen gegeben werden, oder aufgrund falscher Schlussfolgerungen und Handlungen, die sie selbst begehen, in die Irre gehen. Am achten Tag des Monats setzen wir die Vorbereitung auf das Passahfest fort, indem wir für die Kirche, die Nation und die Welt beten.

 

Auch wenn das Opfer Christi die Sühneabgabe beglichen hat, sind wir dennoch verpflichtet, unseren Teil beizutragen und die Abfolge der Heiligung für diejenigen einzuhalten, die nicht verstehen, und für diejenigen, die dazu nicht in der Lage sind.

Das zeremonielle System wurde mit Christus abgeschafft. Die Feste und Feiertage, Neumonde und Sabbate wurden jedoch nicht abgeschafft, und so halten wir, obwohl wir keine Opfer darbringen, diese Abfolge ein und werden sie auch im Millennium unter dem Messias einhalten, wie es von den Propheten vorhergesagt wurde.

 

In den letzten Jahren wurde der Kalender behandelt und wird dies auch weiterhin sein, und das Hillel-System wurde sowohl in den Kirchen Gottes als auch in Israel entlarvt; der Kalender und die Abtrünnigen, die dem Hillel-System folgen, werden entlarvt und behandelt und schließlich beseitigt werden. Kein Anhänger Hillels hat 2015 die Feiertage an den richtigen Tagen eingehalten, und 2016 werden sie diese nicht einmal in den richtigen Monaten einhalten. Möge der Herr sie zurechtweisen.

 

Was die Auserwählten als Leib Christi betrifft: Möge Gott euch segnen und bewahren. Möge Er das Licht Seines Antlitzes über euch erheben und euch Frieden schenken.

 

Anhang

Wir sollten uns alle der Quartodeciman-Streitigkeiten bewusst sein, die im Jahr 192 n. Chr. zur Spaltung zwischen den Kirchen Gottes und der Kirche in Rom führten. Die Einzelheiten finden sich in zwei Abhandlungen; die eine ist die Quartodeciman-Streitigkeiten (Nr. 277) und die andere ist die Entstehung der christlichen Kirche in Britannien (Nr. 266).

 

Irenäus schrieb an einen ehemaligen Freund, Florinus, der dem Valentinianismus verfallen war. Er erinnerte Florinus daran, dass er und Florinus mit Polykarp und dem Apostel Johannes sowie den noch Lebenden, die den Herrn gekannt hatten, zusammen gewesen waren. Er schrieb bezüglich des Fastens am 7. Abib, das vor dem Passahfest am 14. Abib eingehalten wurde. Er hatte auch an Victor geschrieben bezüglich des alten Brauchs der Feier des Passa (Abendmahl oder Passahfest) am 14. Abib und des Passahfestes/Festes der ungesäuerten Brote ab dem 15. Abib. In dieser frühen Schrift, die verloren gegangen ist, sehen wir sie durch Eusebius überliefert. Dort wird es von Irenäus bezeugt, der Polycarp zusammen mit Johannes und denen, die den Herrn kannten, beobachtete, wie sie das Passahfest und das ihm vorausgehende Fasten hielten (vgl. ANF, Bd. 1, S. 568ff).

 

Das Fragment an Florinus bezüglich des Fastens am 7. Abib und des Passahfestes am 14. Abib sowie des Festes der ungesäuerten Brote vom 15. bis 21. Abib lautet wie folgt.

ANF01. Die Apostolischen Väter mit Justin Martyr und Irenäus

Fragmente aus den verlorenen Schriften des Irenäus

 

I.

Ich beschwöre dich, der du dieses Buch abschreiben wirst,4797bei unserem Herrn Jesus Christus und bei Seinem herrlichen Erscheinen, wenn Er kommt, um die Lebenden und die Toten zu richten, dass du das, was du abgeschrieben hast, vergleichst und darauf achtest, es gemäß dieser Abschrift, von der du abgeschrieben hast, zu korrigieren; außerdem, dass du diese Beschwörung in gleicher Weise niederschreibst und in die Abschrift einfügst.

Anmerkungen:

4797 Dieses Fragment wird von Eusebius zitiert, Hist. Eccl., v. 20. Es stand am Ende der verlorenen Abhandlung des Irenäus mit dem Titel De Ogdoade.

 

II.

Diese4798Ansichten, Florinus, um es milde auszudrücken, entsprechen nicht der gesunden Lehre; diese Ansichten stehen nicht im Einklang mit der Kirche und führen ihre Anhänger in äußerste Gottlosigkeit; diese Ansichten haben selbst die Ketzer jenseits der kirchlichen Grenzen nie zu äußern gewagt; diese Ansichten haben dir jene Presbyter, die uns vorausgingen und mit den Aposteln vertraut waren, nicht überliefert. Denn als ich noch ein Junge war, sah ich dich in Kleinasien bei Polykarp, wo du dich am königlichen Hof hervorgetan hast,4799und dich bemühst, seine Anerkennung zu gewinnen. Denn ich habe eine lebhaftere Erinnerung an das, was damals geschah, als an jüngere Ereignisse (da die Erfahrungen der Kindheit, die mit dem Wachstum der Seele Schritt halten, mit ihr verschmelzen); so dass ich sogar den Ort beschreiben kann, an dem der selige Polykarp zu sitzen pflegte und lehrteauch sein Hin- und Hergehen – seine allgemeine Lebensweise und sein äußeres Erscheinungsbild, zusammen mit den Reden, die er vor dem Volk hielt; auch wie er von seinem vertrauten Umgang mit Johannes und mit den übrigen, die den Herrn gesehen hatten, sprach; und wie er an ihre Worte erinnerte. Was auch immer er von ihnen über den Herrn gehört hatte, sowohl in Bezug auf seine Wunder als auch auf seine Lehre, erzählte Polykarp, der diese [Informationen] so von den Augenzeugen des Wortes des Lebens erhalten hatte, alles in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift. Diese Dinge hörte ich damals durch Gottes Barmherzigkeit, die auf mir ruhte, aufmerksam an und bewahrte sie nicht auf Papier, sondern in meinem Herzen; und ich wälze diese Dinge durch Gottes Gnade unablässig genau in meinem Geist. Und ich kann vor Gott bezeugen, dass, wenn jener gesegnete und apostolische Presbyter so etwas gehört hätte, er aufgeschrien und sich die Ohren zugehalten hätte und ausgerufen hätte, wie er es zu tun pflegte: „O guter Gott, für welche Zeiten hast du mich aufbewahrt, dass ich diese Dinge ertragen soll?“ Und er wäre von der Stelle geflohen, an der er, ob sitzend oder stehend, solche Worte gehört hatte. Auch diese Tatsache lässt sich aus seinen Briefen erkennen, die er entsandte, sei es an die benachbarten Gemeinden, um sie zu stärken, oder an bestimmte Brüder, um sie zu ermahnen und zu ermutigen.

 

Anmerkungen:

4798 Diesen interessanten Auszug verdanken wir ebenfalls Eusebius, der ihn (ut sup.) dem Werk De Ogdoade entnahm, das verfasst wurde, nachdem dieser ehemalige Freund des Irenäus zum Valentinianismus übergetreten war. Florinus hatte zuvor die Ansicht vertreten, Gott sei der Urheber des Bösen, wogegen sich Irenäus in einer heute verlorenen Abhandlung mit dem Titel περὶ μοναρχίας wandte.

 

4799 Vgl. S. 32, dieses Band, und Phil. iv. 22.

(An Victor über die Quartodeciman-Streitigkeiten und das Fasten).

 

III.

Denn4800die Kontroverse betrifft nicht nur den Tag, sondern auch die Form des Fastens selbst.4801Denn manche halten sich an einen Fastentag, andere an zwei Tage, wieder andere an noch mehr, während andere vierzig Tage fasten: Die Tag- und Nachtstunden rechnen sie zusammen als ihren Fastentag. 4802Und diese Vielfalt unter den Fastenden hat ihren Ursprung nicht in unserer Zeit, sondern schon lange zuvor in der unserer Vorgänger, von denen einige, da sie in ihrer Einhaltung des Fastens wohl nicht sehr genau waren, 569 den Brauch an die Nachwelt weitergaben, wie er durch Einfachheit oder private Vorlieben [unter ihnen eingeführt worden war]. Und doch lebten alle diese miteinander in Frieden, und auch wir bewahren gemeinsam den Frieden. So begründet der Unterschied [in der Einhaltung] des Fastens tatsächlich die Harmonie [unseres gemeinsamen] Glaubens.4803Und die Presbyter, die Soter in der Leitung der Kirche, über die du nun herrschst, vorausgingen – ich meine Anicetus und Pius, Hyginus und Telesphorus sowie Sixtus –, hielten es selbst nicht [auf diese Weise] ein und erlaubten es auch denen, die bei ihnen waren4804, nicht, dies zu tun.

 

Ungeachtet dessen waren diejenigen, die [das Fest nicht auf diese Weise] begingen, friedlich gesinnt gegenüber denen, die aus anderen Diözesen zu ihnen kamen, in denen es [so] begangen wurde, obwohl eine solche Praxis von denen, die sich ihr nicht anschlossen, als entschiedenerer Widerspruch [empfunden] wurde; und niemand wurde jemals wegen dieser Angelegenheit [aus der Kirche] ausgeschlossen. Im Gegenteil, jene Presbyter, die dir vorausgingen und die [diesen Brauch] nicht befolgten, sandten die Eucharistie an jene in anderen Diözesen, die ihn befolgten. 4805Und als der selige Polykarp zur Zeit des Anicetus in Rom weilte, waren sie, obwohl zwischen ihnen eine leichte Kontroverse über bestimmte andere Punkte entstanden war, [in der vorliegenden Angelegenheit] sogleich einander wohlgesinnt und wollten nicht, dass zwischen ihnen in dieser Sache ein Streit entstünde. Denn weder konnte Anicetus Polycarp davon überzeugen, auf die Einhaltung [auf seine eigene Weise] zu verzichten, da diese Dinge stets von Johannes, dem Jünger unseres Herrn, und von anderen Aposteln, mit denen er Umgang hatte, so eingehalten worden waren; noch gelang es andererseits Polykarp, Anicetus davon zu überzeugen, [die Praxis auf seine Weise] beizubehalten, denn er beharrte darauf, dass er verpflichtet sei, sich an den Brauch der Presbyter zu halten, die ihm vorausgegangen waren. Und in dieser Situation pflegten sie Gemeinschaft miteinander; und Anicetus räumte Polycarp in der Kirche die Feier der Eucharistie ein, um ihm Respekt zu erweisen; so trennten sie sich in Frieden voneinander und bewahrten den Frieden mit der ganzen Kirche, sowohl mit denen, die [diesen Brauch] befolgten, als auch mit denen, die dies nicht taten.4806

 

Anmerkungen

4800 Siehe S. 31 und 312 dieses Bandes. Wir verdanken Eusebius erneut dieses wertvolle Fragment aus dem Brief des Irenäus an Viktor, den Bischof von Rom (Hist. Eccl., V, 24; ebenfalls überliefert bei Nikephoros, IV, 39). Es scheint sich um einen synodalen Brief an das Oberhaupt der römischen Kirche gehandelt zu haben, wobei der Historiker angibt, dass er von Irenäus „im Namen (ἐκ προσώπου) jener Brüder, über die er in ganz Gallien herrschte, verfasst wurde. Diese Ausdrücke sind auch nicht auf die Kirche in Lyon zu beschränken, denn dieselbe Quelle berichtet (v. 23), dass es sich um das Zeugnis „der Diözesen in ganz Gallien handelte, über die Irenäus die Aufsicht hatte“ (Harvey).

 

4801 Laut Harvey spaltete sich die frühe Osterkontroverse in zwei Punkte: (a) hinsichtlich des genauen Tages, an dem die Auferstehung unseres Herrn gefeiert werden sollte; (b) hinsichtlich des Brauchs des vorangehenden Fastens.

4802 Sowohl der Wortlaut als auch die Zeichensetzung sind hier umstritten. Wir sind Massuet und Harvey gefolgt.

4803 „Die Einhaltung eines Tages, wenn auch nicht überall derselbe, zeigte Einheit, soweit es den Glauben an die Auferstehung des Herrn betraf.“ – Harvey.

4804 Nach der Lesart des Rufinus lautet der gewöhnliche Text μετ’ αὐτούς, d. h. nach ihnen.

4805 Diese Praxis wurde später vom Konzil von Laodizea [um 360 n. Chr.] verboten.

4806 Vielleicht in Anlehnung an diese erfreuliche Episode in den Annalen der Kirche verfügte das Konzil von Arles im Jahr 314 n. Chr., dass die heilige Eucharistie von jedem ausländischen Bischof geweiht werden sollte, der bei ihrer Feier anwesend war.

 

Es ist eine beklagenswerte Tatsache, dass die Oster-Häresie unter Anicetus und gewaltsam unter Victor aus Rom kam, was das Schisma von 192 n. Chr. verursachte. Siehe den Artikel Ursprünge von Weihnachten und Ostern (Nr. 235). Aus diesem Grund versuchte Irenäus verzweifelt, Victor davon abzuhalten, die christliche Kirche mit dieser heidnischen Osterlehre zu spalten.

 

Aus diesem Fragment geht hervor, dass die gesamte Kirche in Gallien fastete, und wir wissen mit Sicherheit, dass die Kirche in Britannien das Quartodeciman-Passahfest bis zur Synode von Whitby im Jahr 664 beging; zudem hielt sie die Speisegesetze und den Sabbat ein, ebenso wie die von Iona geleitete Kirche und auch in Schottland, wie es von Iona aus und durch Aiden von Lindisfarne etabliert wurde, der die Traditionen von Colume Cille (oder St. Columba) weitergab. Man kann daher mit Sicherheit davon ausgehen, dass das Fasten am siebten Abib sowohl in Britannien als auch in Gallien eingehalten wurde. Es steht außer Frage, dass es sich bei einem 24-stündigen Fasten vor dem 14. Abib um das Fasten handelt, das zur Heiligung der Gemeinde am 7. Abib vorgeschrieben ist, wie es in Hesekiel 45,20 befohlen wird. Eine Gemeinde wird durch ein Fasten geheiligt.

 

Hier sagt er, dass manchmal einige Mitglieder das Fasten an zwei Tagen einhielten und andere über den Fastenzeitraum der vierzigtägigen Fastenzeit, was offenbar von den Heiden abgeleitet ist, die nicht jeden Tag die vollen 24 Stunden fasteten.

 

Diese Aufzeichnung zeigt deutlich, dass das Fasten der Heiligung von den Aposteln und den Menschen gehalten wurde, die zur Zeit Christi in der Kirche lebten und die über achtzig Jahre alt waren, als Irenäus noch ein Junge zu Füßen von Polykarp und Johannes war, während dieser noch lebte.

 

Wir haben mit den Füßen abgestimmt, als Victor uns das Schisma aufzwang, und wir hielten das Fasten der Heiligung und das Quartodeciman-Passahfest acht Tage lang ein, von der Zeit Christi an, bis der Ketzer Armstrong es 1965–67 aufgab und es 1994 von der CCG gemäß dem Tempelkalender vollständig wiederhergestellt wurde.

 

Möge diese Aufzeichnung jede Diskussion darüber beenden, wie die Geschichte dieser Angelegenheit tatsächlich verlief. Die heidnischen Osterfeiernden haben versucht, die korrekte Einhaltung des wahren Passahfestes und des Heiligungsprozesses zu verhindern. Mögen sie uns verflucht sein.

 

Die 40-jährige Bußzeit des 120. oder letzten Jubeljahres am Ende des 119. Jubeljahres im Jahr 1977 endet im heiligen Jahr 2016/17. Die 1987 verkündete Vermessung des Tempels endet 2027 zum Jubeljahr. Die letzten zehn Jahre der Vermessung beginnen 2016/2017 am Versöhnungstag bis zum Passahfest 2017. So wird ab diesem Jahr mit den Kirchen verfahren und der Irrtum ausgerottet.

 

Wenn ihr an der ersten Auferstehung teilhaben wollt, dann tut Buße und beginnt, den wahren Glauben wiederherzustellen. Befreit euch zunächst von Hillel und stellt den Tempelkalender in den Kirchen Gottes wieder her (siehe die Abhandlungen Gottes Kalender (Nr. 156); Der Sabbat und der Mondzyklus (Nr. 156B) und Der Ursprung und die Grundlage der karaitischen Spaltungen (Nr. 156C); Der Kalender und der Mond: Verschiebungen oder Feste (Nr. 195); Verfälschung von Gottes Kalender in Juda (Nr. 195B); Hillel, babylonische Schaltmonate und der Tempelkalender (Nr. 195C).


 

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